Unternehmen Biologische Vielfalt – UBi
 

Unternehmen Biologische Vielfalt – UBi

 

Hintergrund

Das Projekt Unternehmen Biologische Vielfalt – UBi führt im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt die 2013 ins Leben gerufene gleichnamige Initiative fort.

 

„Unternehmen brauchen die biologische Vielfalt als unverzichtbare Wirtschaftsgrundlage. Die biologische Vielfalt braucht jedoch auch das Engagement der Unternehmen für eine nachhaltige und naturverträgliche Nutzung unserer Ressourcen.“

 

Sabine Riewenherm, Präsidentin des Bundesamts für Naturschutz

 

Projektziele

UBi will Betriebe, Wirtschafts- und Branchenverbände für das Thema Biodiversität sensibilisieren und über diesen Weg auch die Unternehmen motivieren, dem Thema hohe Priorität einzuräumen. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Dialog zwischen Wirtschaft, Politik und Naturschutz. Der Schutz der Biologischen Vielfalt soll ein fester Bestandteil betrieblichen Managements werden. So können negative Auswirkungen der unternehmerischen Tätigkeit auf die Biodiversität verringert und positive gestärkt werden. Die dafür entwickelten Maßnahmen, Initiativen und spezifischen Instrumente sollen den notwendigen Wandel zum Schutz der Biodiversität einen großen Schritt voranbringen.

 

 Biene auf Blume | Unternehmen Biologische Vielfalt (UBi) | GlobalNatureFund
 Düngung Acker | Unternehmen Biologische Vielfalt (UBi) | GlobalNatureFund
 Lebensmittel auf Marktstand in Boxen | Unternehmen Biologische Vielfalt (UBi) | GlobalNatureFund
 
 

Projektmaßnahmen

  • Dialog & Vernetzung:
    Der Projektpartner DIHK wird über verschiedene Angebote für die Industrie- und Handelskammern das Thema biologische Vielfalt bundesweit verbreiten und Betriebe vor Ort in Bündnissen vernetzen. In Biodiversitäts-Roadshows wird interessierten Unternehmen Grundlagenwissen vermittelt; Individuelle Beratungen und Coachings runden das Angebot ab. Die Akteure aus der Wirtschaft kommen darüber hinaus durch regelmäßige Treffen und öffentliche Veranstaltungen in einen Dialog mit NGOs und Politik. Jährlich stattfindende Dialogforen ermöglichen den Austausch zu aktuellen Entwicklungen rund um das Thema Biodiversität und Unternehmen.
  • Biodiversitäts-Kriterien in Standards und Firmenlabels:
    Um das nach wie vor vernachlässigte Kriterium Biodiversität in Standards und Label zu verankern, überarbeiten die Projektpartner Kriterienkataloge aus drei ausgewählten Branchen. Auch hier spielt der Dialog mit Standardorganisationen und Unternehmen mit eigenem Label eine wichtige Rolle.
  • Biodiversität im betrieblichen Management:
    Unternehmen aller Branchen und Größen sollen dabei unterstützt werden, Aspekte der biologischen Vielfalt in ihrem Umweltmanagement zu berücksichtigen. Für einen niedrigschwelligen Einstieg wird ein Online-Selbstcheck entwickelt. Darüber hinaus werden umfangreiche Leitfaden für die Integration von Biodiversität in betriebliches Biodiversitätsmanagement (EMAS, ISO, Ökoprofit) erarbeitet sowie Webinare angeboten.
  • Branchenspezifische Biodiversity Checks:
    Um Unternehmen gezielter für das Thema Biodiversität zu sensibilisieren, werden für 5 ausgewählte Branchen spezifische Checklisten erarbeitet. Sie sollen bei der Erstellung von individuellen Biodiversitäts-Aktionsplänen unterstützen.
  • Sensibilisierung im Finanzsektor:
    Aufgrund der großen Lenkungswirkung des Finanzsektors soll dieser im Speziellen dazu motiviert werden, Biodiversität bei der Kreditvergabe, bei Investitionen und Ratings zu berücksichtigen. Dafür werden entsprechende Bewertungskriterien erarbeitet, individuelle Beratungen für Finanzinstitute angeboten und eine Dialogreihe gestartet.
  • Biodiversität in der Lebensmittelbranche:
    Der Food for Biodiversity e.V. wird bei der Erprobung seines Basis-Sets an Biodiversitätskriterien in Pilotprojekten unterstützt. Dafür wird ein Begleitprogramm erarbeitet und ein Monitoring-System implementiert.
  • Mainstreaming Naturnahe Firmengelände:
    Damit Biodiversität auf Firmengeländen der Normalfall wird, soll unter anderem ein Label für entsprechend gestaltete Außenanlagen vergeben sowie eine langfristig am Thema arbeitenden Organisation aufgebaut werden.
 
 Blumenwiese | Unternehmen Biologische Vielfalt (UBi) | GlobalNatureFund
 Gesunde Erde | Unternehmen Biologische Vielfalt (UBi) | GlobalNatureFund
 Bunter Mais | Unternehmen Biologische Vielfalt (UBi) | GlobalNatureFund
 
 
 

 
 

Förderer

 

Projektpartner

 
 Logo DIHK Service GmbH
 Logo Bodenseestiftung
 Logo Biodiversity in Good Company e.V.
 Logo • Centre on Sustainable Consumption and Production gGmbH (CSCP)
 
 
 

 
 

Beitrag zu den Nachhaltigen Entwicklungszielen der UN

Das Projekt soll einen konkreten Beitrag zu den Sustainable Development Goals (SDGs) leisten:

 Ziel 4: Qualifizierte Ausbildung
 Ziel 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
 Ziel 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur
 Ziel 12: Veranwortungsvoller Verbrauch und verantwortungsvolle Produktion
 Ziel 13: Klimamaßnahmen
 Ziel 15: Das Leben an Land
 Ziel 17: Partnerschaften für die Ziele
 
 
 

 

Kontakt

Global Nature Fund (GNF)

Internationale Stiftung für Umwelt und Natur

Stefan Hörmann

Global Nature Fund – Büro Bonn
Tel.: +49 228 184 86 94 11

E-Mail: hoermann@globalnature.org

 
 

Projektzeitraum:

 

Land:

 

Projektpartner:

 

 

 

Förderer:

November 2021 – Oktober 2026

 

Deutschland

 

DIHK Service GmbH, Bodensee-Stiftung, Biodiversity in Good Company e. V., Centre on Sustainable Consumption and Production gGmbH (CSCP)

 

Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV)