GNF - Trinkbecher für Trinkwasser
 

Trinkbecher für Trinkwasser

 

Die zehnte gemeinsame Saison der Kampagne „Trinkbecher für Trinkwasser“ hat begonnen. Fußball-Fans haben nach wie vor die Möglichkeit, bei Heimspielen von Hannover96 das Pfand ihrer Trinkbecher für Trinkwasser-Projekte in Afrika zu spenden. In der vergangenen Saison 2018/2019 haben wir 51.228 Euro an Spenden eingenommen. Mit der Pfandspende in Höhe von 1 Euro pro Becher erfährt die Kampagne weiterhin eine sensationelle Unterstützung.

 

Seit dem Start der Initiative im August 2009 sind bis Juni 2019 insgesamt 364.922 Euro an Spenden erreicht worden, mehr als 91.150 Menschen in Afrika erfreuen sich nun an sauberem Wasser in unmittelbarer Nähe ihres Wohnortes. In Kenia profitieren über 7.200 Menschen von sieben gebauten Filter-Anlagen und Reservoirs, in der Elfenbeinküste sind über 120 Grundwasser-Pumpen in Betrieb genommen worden und im Senegal versorgt ein Brunnengarten Schüler, Lehrer und Anwohner mit Wasser und selbstgezogenem Gemüse. Durch den Aufbau eines weitverzweigten Pumpen- und Leitungssystems kommt erstmals fließendes, sauberes Wasser in die Haushalte der 5.000 Bewohner in drei Dörfern der Gumbi Gemeinde in Südafrika.

 

Stefan Hörmann, leidenschaftlicher Fußballfan und Betreuer der Kampagne beim GNF, fasst zusammen: „Die Aktion Trinkbecher für Trinkwasser ist ein toller Erfolg Dank dem unermüdlichen Einsatz unserer ehrenamtlichen Helfenden an den Becherständen in der HDI Arena. Auch Hannover96 leistet jedes Jahr tolle Unterstützung. Beispielsweise können wir die Aktion regelmäßig prominent vor den Heimspielen mit Interviews, Fotos und Einspielungen auf den Stadionanzeigen bewerben. Die Fans honorieren dies ihrerseits mit ihren stetig wachsenden Becherspenden.“

 

Pumpen in der Elfenbeinküste

Mit dem Know-how unserer Partnerorganisation ADER (Action pour le Developpement et l´Encadrement Rural) setzen wir in Dörfern im Distrikt Montagnes Brunnen Instand. Diese dezentrale Wasserversorgung erleichtert den Anwohnern das tägliche Leben und sichert den Zugang zu gesundheitlich unbedenklichem Grundwasser. Bisher mussten vor allem Frauen und Mädchen weite Wege auf sich nehmen, um an Bächen, Flüssen oder Wasserstellen Wasser zu schöpfen, welches oftmals durch Keime verunreinigt ist.

 

Neu hinzugekommen sind im Sommer 2019 insgesamt sieben Pumpen in den Gemeinden Thè, Bielé, Kandopleu und Gbonbelo, die 8.100 Dorfbewohner mit frischem Grundwasser versorgen. In Thè waren Anfang des Jahres zahlreiche Dorfbewohner wegen verschmutzten Wassers erkrankt und ein kleines Mädchen verstorben.

 Reparierte Pumpe im Dorf Mangouin, Elfenbeinküste
 Großer Andrang an der reparierten Grundwasserpumpe, Elfenbeinküste
 Wasserstelle im Dorf Diané, Elfenbeinküste
 Sauberes Wasser für die Gemeinde Thè in der Elfenbeinküste
 Wasserreservoir in der Gemeinde Gumbi, Südafrika
 

Video von einem Besuch vor Ort im März und April 2016 in der Elfenbeinküste

Get Flash to see this player.
 

Brunnengarten in Senegal

Im Frühjahr 2017 konnten wir eine Initiative des Tilman-Riemenschneider-Gymnasiums in Osterode fördern, die an ihrer Partnerschule, dem Lycée Valdiodio NDiaye in Kaolack, Senegal, die Projekt-Idee „Brunnengarten“ unterstützen. „Die Schüler sollen selbst erfahren, dass man Obst und Gemüse anbauen kann. Vielleicht wird dies eines Tages ein Ort der Selbstversorgung und Inspiration für andere“, erklärt Elhadji Diouf, Leiter des Schulprojektes auf senegalesischer Seite. Nun sind die 3.800 Schüler und 130 Lehrer in Kaolack gefragt und auch schon engagiert dabei, im ummauerten Schulgarten selbst für eine ausgewogene Ernährung zu sorgen und die Pflanzensetzlinge dank der neuen Pumpe zu bewässern.

Dorfbrunnen in ländlichen Regionen der Elfenbeinküste

Mit dem tatkräftigen Engagement und technischem Know-how unserer beiden Partner vor Ort werden die oft seit Jahren Brach liegende Pumpen wieder Instand gesetzt, die Dorfbewohner an der Reparatur und Wartung eingebunden und das örtliche Wasserkomitee eingearbeitet.

 

In der Region „Région des 18 Montagnes“ im Département Biankouma hat die Organisation ADER im Herbst 2015 fünf Pumpen in den Dörfern Benomba, Dantomba, Dio, Loualeba und Yaloba, repariert. Insgesamt haben in diesen Dörfern nun mehr als 5.500 Bewohner Zugang zu frischem Wasser. Im Frühjahr 2016 folgte die Reparatur von weiteren sieben Pumpen in den Dörfern Digouale, Gaote, Gbegui, Nimbo, Ouindie und Vakso, in denen insgesamt über 5.500 Menschen leben. Im Sommer 2017 wurden erneut fünf Pumpen in den Dörfern Bassatiman, Gandié, Zangouin, Samahoulé und Pkassagouedié repariert und den Dorfgemeinschaften übergeben.

 

In der Region N´zi hatte die Organisation Habitat for Humanity, die bereits seit 2010 im Projekt tätig ist, die Reparatur von insgesamt 62 Pumpen (bis einschließlich 2014) durchgeführt. Im Frühjahr 2016 folgten weitere Instandsetzungen, sechs Pumpen versorgen seither die Bewohner der Dörfer Kouadio Konankro, Abo-N’guessankro, Adjoumanikro, Django-Kokokro, Kouadio-Ettienkro und Tangoumassou mit Grundwasser.

 

Kenianische Schulkinder erhalten eine zuverlässige Wasserversorgung

Im Dorf Ulamba in Kenia soll der bestehende oberflächennahe Brunnen tiefer gelegt werden, so dass eine zuverlässige Versorgung mit Grundwasser erfolgen kann. Das Wasser wird mit einer Tauchpumpe gefördert und in Sammelbehältern gespeichert. Anschließende Filtersysteme gewährleisten die notwendige Wasserqualität. Alle Maßnahmen werden von FORWAC umgesetzt. Von dem Projekt profitieren sowohl die Schulkinder der Ulamba Primary School als auch die Einwohner des Dorfes.

Hintergründe

In den ländlichen Regionen müssen die Menschen vielerorts ohne Strom- und Wasserversorgung auskommen. Der tägliche Wasserbedarf bestimmt daher den Tagesablauf vieler Menschen, vor allem von Mädchen und Frauen. Sie nehmen weite Wege auf sich, um in Flussarmen und Gewässern oft verunreinigtes Wasser zu schöpfen und auf heimischen Kochstellen anschließend zu erhitzen, um so einen Teil der Bakterien und Krankheitserreger abzutöten.

 

Afrikas Probleme sind vielfältig: Krankheiten, Hungersnöte, Wassermangel, politische Unruhen und Korruption. Weltweit haben ungefähr 783 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Unzureichende Trinkwasserversorgung ist insbesondere in Entwicklungsländern wie Kenia die Hauptursache für viele Krankheiten und Todesfälle. Auch die Elfenbeinküste hat mit diesen Problemen zu kämpfen. Insbesondere sauberes Trinkwasser ist in vielen Regionen des Landes keine Selbstverständlichkeit und wasserverursachte Krankheiten wie Cholera und Diarrhöe sind weit verbreitet. Laut dem WHO / UNICEF Joint Monitoring Programme (JMP) für Wasser- und Abwasserversorgung haben im Jahr 2015 57 % aller Haushalte im ländlichen Raum Kenias einen Wasseranschluss, in der Elfenbeinküste sind es 69 %.

Spendenkonto des GNF

Global Nature Fund (GNF)
GLS-Gemeinschaftsbank Bochum
IBAN: DE 53 4306 0967 8040 4160 00
BIC: GENODEM1GLS

Spendenzweck: Trinkbecher für Trinkwasser

 
 

Projektstart:

 

Projektländer:

 

Förderer: 

 

Projektpartner:

August 2009 / August 2015

 

Kenia, Elfenbeinküste, Senegal, Südafrika

 

Hannover 96, IG Rote Kurve – 96 Supporters Club

 

Habitat for Humanity, Action pour le Developpement et l´Encadrement Rural (ADER), FORWAC (Friends of Rural Women and Children)

 

Kontakt

Stefan Hörmann

Global Nature Fund - Büro Bonn

Tel.: +49 228 184 86 94 11

E-Mail: hoermann@globalnature.org

 

IG Rote Kurve – 96 Supporters Club

(offizieller unabhängiger Fandachverband von Hannover 96)

E-Mail: trinkbecher@ig-rotekurve.de

 

 

Edgar Prib ist Schirmherr der Kampagne „Trinkbecher für Trinkwasser“

Ab September 2018 übernimmt Edgar Prib, Mittelfeldspieler bei Hannover 96, die Schirmherrschaft für die Kampagne „Trinkbecher für Trinkwasser“. Sein persönlicher Dank und Respekt gilt dabei den zahlreichen Ehrenamtlichen, welche bei den Heimspielen den reibungslosen Ablauf der Spenden-Kampagne gewährleisten.

Hannover Marathon 2019

Auch in diesem Jahr nahmen wieder vier Staffeln für die Aktion „Trinkbecher für Trinkwasser“ am 7. April 2019 teil.