Lagos Vivos América Latina y el Caribe

Living Lakes-Netzwerk Lateinamerika & Karibik

 

Lagos Vivos América Latina y el Caribe ist ein Projekt, das vom GNF in Zusammenarbeit mit folgenden drei Partnerseen und Organisationen in Lateinamerika und der Karibik initiiert wurde:

  • Titicaca See, Bolivien (vormals Tropico),
  • Fúquene See, Kolumbien (Fundación Humedales) und
  • Chapala See, Mexico (Fundación Cuenca Lerma) sowie
  • FUNGAP (Fundación para la Gestión Ambiental Participativa) in Costa Rica.

 

Das Projekt wird von der Inter-American Development Bank IDB (70 %) und den drei oben erwähnten NGOs (ca. 28 %) finanziert. IDB bestätigte kürzlich die Förderung.

 Logo Lagos Vivos América Latino y el Caribe

Das Hauptziel dieses Projektes ist die Stärkung der regionalen Vernetzung von NGOs, die sich mit dem Schutz von Feuchtgebieten und Seen in Lateinamerika und der Karibik befassen. Dies soll erreicht werden durch:

  • Austausch von Erfahrungen und Good Practice-Beispielen, die zur Planung und Umsetzung von effektiven Initiativen zum Schutz von Feuchtgebieten und Seen beitragen sowie die nachhaltige Entwicklung der umliegenden Gebiete und des Wassereinzugsgebietes fördern und
  • basierend auf diesen Resultaten sollen vier Pilotinitiativen entwickelt und umgesetzt werden.

 

Neben den oben erwähnten Mitgliedsseen, die direkt am Projekt teilnehmen, werden auch alle lateinamerikanischen Mitgliedorganisationen und assoziierten Living Lakes-Seen in den geplanten Workshops und Online-Arbeitsgruppen mitmachen. Wie bereits oben erwähnt, ist das Ziel das Projektes die Ausdehnung des Living Lakes-Netzwerkes auf andere Länder in Lateinamerika und der Karibik.

Derzeit sind folgende Seen und Länder in Lateinamerika Mitglied oder nationale Partner im Living Lakes-Netzwerk:

 Reiher am Chapala See

Partnersee 

 

Chapala

Fúquene

Titicaca

Pantanal

Mar Chiquita

Amatitlan und Atitlán 

Laguna de Rocha

Canideyú Lagunita Komplex

 

FUNGAP

Land

 

Mexiko

Kolumbien

Bolivien, Peru

Brasilien, Bolivien und Paraguay

Argentinien

Guatemala

Uruguay

Paraguay

 

Netzwerk von NGOs, Hauptgeschäftsstelle in Costa Rica

Konkrete Aktivitäten des Netzwerkes Living Lakes Lateinamerika & Karibik

Vernetzungs- und Kompetenzbildungsaktivitäten werden sich vorwiegend auf folgende Aspekte konzentrieren:

  • Gesetzlicher Rahmen für den Schutz von Seen und Feuchtgebieten
  • Biodiversität (Ökosystem, Habitat, Fauna, Flora)
  • Landwirtschaft und Tierzucht· Fischerei
  • Entwicklung von nachhaltigem Tourismus
  • Bauleitplanung
  • Umweltbildung
  • Bürgerbeteiligung im Umweltschutz und
  • Abbau der Armut durch nachhaltige Einkommensquellen

 

Es ist geplant, mindestens 200 Techniker, 150 Erzieher, 250 Entscheidungsträger lokaler Behörden und 2.000 Einheimische in den oben angeführten Bereichen zu schulen. Außerdem soll eine Internetplattform, eine Website eingerichtet werden, damit die teilnehmenden NGOs Online-Arbeitsgruppen bilden können. Ferner ist ein mittelamerikanischer Workshop zum Thema „Beteiligung, Naturschutz und Armutsminderung” geplant.

 

Modellprojekte 

Bolivien

Der Titicaca See ist eines der bekanntesten Feuchtgebiete weltweit. Er liegt in Bolivien und Peru und weist unterschiedliche Besonderheiten und Entwicklungsniveaus in Bezug auf Management und Schutz von Biodiversität, Kultur und Tourismusdienstleistungen auf. Das Ziel dieser Pilotinitiative ist die Entwicklung einer Strategie für nachhaltigen Tourismus im bolivianischen Teil des Titicaca Sees, die Erstellung eines Tourismus-Führers und Errichtung von zwei nachhaltigen Touristenpfaden.

 

Kolumbien

Die Feuchtgebiete im hochgelegenen Plateau von Cundinamarca und Boyaca – inklusive Fúquene See und die angegliederten Feuchtgebiete von Cucunuba und Palacio – sind ein wichtiges Zentrum für biologische Vielfalt und endemische Arten in den nördlichen Anden Südamerikas. Diese Feuchtgebiete leiden unter vielfältigen menschlichen Tätigkeiten.

Diese Pilotinitiative hat zum Ziel, ein Umweltprogramm für den Fúquene See zu entwickeln, einschließlich der Ausarbeitung von Umweltbildungsmaterial und Besuchermanagement-Richtlinien, um nachhaltiges Management von Wasserpflanzen in ökologisch besonders wertvollen Gebieten zu fördern.

 

Mexiko

Der Chapala See ist Mexikos größtes natürliches Wasserreservoir, das zweithöchstgelegene in Amerika und das drittgrößte Lateinamerikas. Der Chapala See ist mit vielen Umweltproblemen konfrontiert und eine große Anzahl von Gemeinden und Gesellschaften um den See herum haben Armutsprobleme. Durch dieses Pilotprojekt sollen drei Schulungsprogramme zu folgenden Themen erstellt werden:

  • Entwicklung von nachhaltigem Tourismus
  • Gebrauch von erneuerbaren Energien
  • Umweltbildung, um die lokalen Gemeinden für die ökologische Bedeutung des Chapala Sees zu sensibilisieren.

 

Außerdem sind die Vorbereitungen zur Errichtung eines Informations- und Bildungszentrums für nachhaltige Tourismusentwicklung in dem Projekt inbegriffen.

 

Mittelamerika

Mittelamerika zählt zu den Gebieten mit der größten biologischen Vielfalt. Ein große Bevölkerungszahl ist direkt abhängig vom Gebrauch der natürlichen Ressourcen der Seen und Feuchtgebiete und lebt in Naturschutzgebieten. Infolge ihrer geographischen, sozio-ökonomischen, kulturellen und Umweltcharakteristika ist Mittelamerika eine Region mit hohem Potenzial für die Entwicklung von Initiativen zur Beteiligung und Einbindung der Gesellschaft in den Schutz von Feuchtgebieten.

 

Dieses Pilotprojekt verfolgt das Ziel, ein regionales Programm für die Einbindung der Gesellschaft in den Schutz von Feuchtgebieten in Mittelamerika zu entwickeln.

 Bootssteg am Chapala See
 Hütten am Titicaca See
 Laguna Fúquene
 Ufervegetation im Pantanal Feuchtgebiet
 Pantanal Feuchtgebiet
 

Projekt- und Netzwerk-Koordination

Global Nature Fund

Udo Gattenlöhner, Geschäftsführer

Marion Hammerl, Präsidentin

Fritz-Reichle-Ring 4

78315 Radolfzell, Germany

Tel.: +49 77 32 - 99 95 - 80 oder +49 77 32 - 99 95 - 45

Fax: +49 77 32 - 99 95 - 88

E-Mail: marion.hammerl@bodensee-stiftung.org

Websites: www.globalnature.org; www.globalnature.org/NetzwerkLateinamerika