GNF - Trinkwasserversorgung in Bangladesch
 

Trinkwasserversorgung in Bangladesch

Trinkwasserversorgung für Garnelen-Kleinbauern und ihrer Familien am Rande des Mangrovenwaldes in den Sundarbans, Bangladesch

 

Zielsetzung des Projekts

Die Sundarbans, im Delta des Ganges, sind das größte, zusammenhängende Mangrovenwaldgebiet der Welt. Trotz großer Niederschlagsmengen ist Trinkwasserknappheit ein verbreitetes Problem in den Sundarbans. Der Klimawandel und steigende Meeresspiegel in dieser Küstenregion führen vermehrt zum Eindringen von Salzwasser in die Grundwasserkörper. Daher sind Oberflächen- und Regenwasser für viele Menschen dort mittlerweile die einzige Trinkwasserquelle.

 

Ein großer Teil der Menschen in der Region muss bis zu vier Kilometer täglich zurücklegen, um an Trinkwasser zu gelangen, da das Grundwasser aufgrund des hohen Salzgehaltes nicht trinkbar ist. Deshalb trinken die Bewohner*innen Oberflächenwasser, das aus Teichen und Becken gewonnen wird, direkt und ohne es zuvor zu reinigen. Daher leiden viele Menschen an durch das Wasser übertragene Krankheiten wie Diarrhöe.

 

Vor allem Frauen und Mädchen müssen das Wasser von weit entfernten Stellen transportieren. Während der Sommersaison trocknen die Wasserbecken oft aus. Die Kapazitäten, um Regenwasser zu speichern, also Becken und Süßwasserteiche, reicht für die Dorfbewohner*innen aktuell nicht aus, um den Wasserbedarf dauerhaft zu decken.

 

Vor diesem Hintergrund zielt das Projekt darauf ab, arme Garnelen-Farmer*innen und ihre Familien dabei zu unterstützten, Zugang zu sicherem Trinkwasser zu erhalten. Im Rahmen des Projekts schaffen wir eine neue Trinkwasseranlage im Mehrzweckhaus einer Farmerkooperative. Dort haben nicht nur die Farmer*innen, sondern auch ihre Familienangehörigen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Wasserinfrastruktur kann in dem Mehrzweckgebäude ideal gewartet und in Betrieb gehalten werden.

Stand des Projekts

Zunächst musste das Projekt von den Behörden in Bangladesch genehmigt werden. Die Mitarbeitenden unserer Projektpartner BEDS haben alle notwendigen Dokumente beim zuständigen Büro eingereicht und am 24. Februar 2021 alle erforderlichen Genehmigungen erhalten. Danach hat BEDS unmittelbar mit dem Bau eines Wasserreservoirs zur Wasserspeicherung begonnen. Das Reservoir verfügt über drei Kammern zur traditionellen Wasseraufbereitung (Verwendung von Kiesbett, Sand und Aktivkohle) und liegt im Erdgeschoss des Mehrzweckgebäudes der Bauernkooperative. Im Moment gräbt BEDS einen kleinen Teich, der zur Aufnahme des abgeleiteten Abwassers dienen wird.

Anstehende Aktivitäten

Nach der Fertigstellung des Wasserreservoirs und der Reinigungskammern wird BEDS die Wasserleitungen einrichten und anschließen, um neben Regenwasser auch Wasser aus dem Fluss entnehmen zu können. Außerdem wird ein Flachrohrbrunnen mit einer Wasserpumpe installiert werden, um Wasser aus flachen Bodenzonen zu sammeln, da das Flusswasser während der Sommersaison aufgrund des hohen Salzgehalts nicht nutzbar ist. Hierzu wird eine elektrische Motorpumpe genutzt.


Um die Qualität des Trinkwassers zu gewährleisten, wird der klassischen dreistufigen Aufbereitung eine Umkehrosmose-Anlage nachgeschaltet. Sobald diese bereitgestellt wird, kann sie eingebaut und die Anlage in Betrieb genommen werden.

Kontakt

Udo Gattenlöhner

Global Nature Fund (GNF) - Büro Radolfzell

Tel.: +49 7732 9995 80

E-Mail: gattenloehner@globalnature.org

 Die alte Hand-Pumpe hat ausgedient.
 Konstruktion des Fundamentes für den Wasserspeicher
 Der neue Wassertank wird gebaut.
 Bauarbeiten am Wasserspeicher
 Die Baustelle bei der Farmerkooperative
 

Förderer:

 Alfred Kärcher SE & Co. KG

Projektpartner:

 Bangladesh Environmental and Development Society (BEDS)
 
 

Projektzeitraum:

 

Projektländer: 

 

Projektpartner:

 

Förderer: 

Dezember 2020 – Juli 2021

 

Bangladesch

  

Bangladesh Environmental and Development Society (BEDS)

 

Alfred Kärcher SE & Co. KG