GNF - Sonfon-See
 

Lake Sonfon – Sierra Leone

 

Der Sonfon-See, oder auch Confon-See genannt, ist ein Binnensee im Sula-Gebirge, der auf einer Höhe von 549 Meter über dem Meeresspigel liegt. Durch seine Fläche von 8,2 km², gilt der Sonfon-See als größter See auf dem Landgebiet von Sierra Leone. Der See besitzt sieben kleinere Zuflüsse. Der Pampane River ist der einzige abströmende Fluss am südlichen Ende des Sees. Das nächstgelegene Dorf ist Kabala, welches rund 60 km nördlich des Sees liegt.

 

Seltene und bedrohte Arten

Das Gebiet rund um den See bietet laut einer 1994 durchgeführten Studie einen einzigartigen Lebensraum für bis zu 115 Vogelarten. Dazu gehören einige seltene Arten wie der Schillerglanzstar (Lamprotornis iris), der Dybowskiastrild (Euschistospiza dybowskii), der Rotbauch-Nektarvogel (Cinnyris coccinigastrus), Rotmaskenastrild (Pytilia hypogrammica) und die Scheckflügelschwalbe (Hirundo leucosoma). Darüber hinaus ist der See ein wichtiger Lebensraum für einige gefährdete Säugetiere wie das Zwergflusspferd (Choeropsis liberiensis oder Hexaprotodon liberiensis) und die beiden Antilopen-Gattungen, Schwarzducker (Cephalophus niger) und Maxwell-Ducker (Philantomba maxwellii). Rund um den See wurden 2.000 verschiedene Pflanzenarten gezählt, 47 davon sind endemisch.

 

Während der Regenzeit steigt der Wasserspiegel an und der See bedeckt eine größere Fläche. In der Trockenzeit ist der See hingegen vollständig mit Vegetation bedeckt. Die hügelige Umgebung des Sees besteht aus Wäldern, Savannen, Weide- und Strauchland. Der See ist ein wichtiges Rückzugsgebiet und ein vorgeschlagenes Schutzgebiet, jedoch können seit dem Jahr 2011 keine funktionierenden Schutzmaßnahmen umgesetzt werden.

 

Bedrohliche Einflüsse auf den See

Im Jahr 1926 wurden in der Seeregion Goldvorkommen entdeckt. Seither gelten Goldminen und Bergbauaktivitäten als wichtiges Einkommen für rund 15.000 Menschen vor Ort. Da die Bergbauaktivitäten mithilfe von Wasserströmen durchgeführt werden, fließen Chemikalien aus dem Bergbau oft über die zufließenden Flüsse in den See. Seit vielen Jahren nimmt der Zustrom in den See wetterbedingt zu, was die Gefährdungslage weiter verschärft.

 

Eine weitere große Bedrohung für die Biodiversität des Sees gehen von Jagdaktivitäten, Neuentstehung von Wohnsiedlungen, Industrie und Landwirtschaft aus.

 

Seit dem Jahr 2009 setzt sich die gemeinnützige Organisation Friends of the Environment and Culture (FOTEC) für den Schutz dieses einzigartigen Ökosystems sowie der Flora und Fauna der Region ein.

 

Friends of the Environment and Culture (FOTEC)

Kontakt: Mr. Michael James

109 Campbell Street

Freetown

Sierra Leone, West Africa

Tel.: 00232 76 635 937 / 76 719 996

Fax: 00232 22 44 39

E-Mail: fotec2010@yahoo.com

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