GNF - Grünfilter Burundi
 

Grünfilter in Burundi

Behandlung und Reinigung des anfallenden Abwassers einer Internatsschule

 

Idee/Ziel des Projektes

Im Dorf Mutumba wird ein Grünfilter gebaut, um die Behandlung des Abwassers aus einem Internat (mit 500 Schülern) zu gewährleisten, wodurch das Risiko von durch Wasser übertragenen Krankheiten verringert und die Einleitung von kontaminiertem Wasser in den Tanganjikasee verringert wird.

 

Angesichts der zunehmenden Fäkalienbelastung der Gewässer in der Welt soll dieses Pilotprojekt eine realistische, einfache und umweltfreundliche Alternative der Abwasserbehandlung in Burundi bieten. Es ist geplant, in Mutumba in der Nähe des Sees (ca. 2 km entfernt) und in der Nähe von Gitaza (ca. 5 km) eine Grünfilter-Pilotanlage zu bauen, die in der Lage ist, häusliches Abwasser zu behandeln.

 

Grünfilter sind effiziente und kostengünstige Abwasserreinigungssysteme für kleine Dörfer und ländliche Gebiete. Sie bestehen aus einer Vorbehandlungseinheit (Dekanter und Sichter) und einer Vorkläranlage (Fettabscheider und Vorklärbecken), gefolgt von sehr langen, aber flachen und schmalen Kanälen, die als oberflächlich durchströmtes Feuchtgebiet arbeiten. Die Leistung der Behandlung liegt zwischen 85 und 90 % in Bezug auf BSB*1, CSB*2, Fette und Öle sowie Schwebstoffe. Die Elimination von Nährstoffen und Kolibakterien schwankt zwischen 45 und 55 % bzw. 98 und 99 %. Vor kurzem wurde dieses System erfolgreich in Entwicklungsländern in den tropischen Regionen Nord-, Mittel- und Südamerikas installiert und betrieben.

Problembeschreibung

Weltweit nutzen mindestens 1,8 Milliarden Menschen eine durch Fäkalien verseuchte Trinkwasserquelle, und mehr als 80 Prozent des Abwassers aus menschlichen Tätigkeiten werden ohne jegliche Schadstoffbeseitigung in Flüsse oder Meere eingeleitet. Die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung legen fest, dass bis 2030 ein universeller und gerechter Zugang zu sicherem und erschwinglichem Trinkwasser für alle gewährleistet sein soll. Das ist eine enorme Herausforderung, vor allem in ländlichen und abgelegenen Regionen der Entwicklungsländer, wo die Trinkwasserversorgung unzureichend und auffallend knapp ist. Schulen, Kinderheime und sogar Krankenhäuser haben oft keinen zuverlässigen Zugang zu sauberem Wasser. Zudem ist die Abwasserbehandlung in Entwicklungsländern oft teuer und schwierig. Daher ist die Bevölkerung nach wie vor auf die Nutzung von kontaminierten Quellen wie Seen, Flüssen oder verschmutzten Brunnen angewiesen, die häufig chronische und sehr schwere wasserbedingte Krankheiten verursachen. Kontaminiertes Wasser ist auch in Entwicklungsländern eine häufige Todesursache für Säuglinge. Die entscheidende Rolle des Zugangs zu sauberem Wasser bei der Erreichung der erforderlichen sozioökonomischen Entwicklungsziele ist allgemein anerkannt.

Kontakt

Thies Geertz

Global Nature Fund (GNF) - Büro Radolfzell

Tel.: +49 7732 9995 83

E-Mail: geertz@globalnature.org

 

Laura Maeso Velasco

Global Nature Fund (GNF) - Büro Bonn

Tel.: +49 228 184 86 94 16

E-Mail: maeso@globalnature.org

 Die Situation vor Ort
 Begehung des Geländes für den geplanten Grünfilter
 Baumaßnahmen im Rahmen des Projektes
 Map of Lake Tanganyika

BSB*1: Biochemischer Sauerstoffbedarf (BSB, auch Biologischer Sauerstoffbedarf)

 

CSB*2: Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB)

 
 

Projektzeitraum:

 

Projektländer: 

 

Projektpartner:

 

Förderer: 

Oktober 2017 – Dezember 2018

 

Burundi

  

Association Biraturaba

 

Alfred Kärcher SE & Co. KG