Westghats Indien
 

Gemeindebasierte ökologische Wiederherstellung von degradierten Wäldern in den Westghats in Indien

 

Hintergrund

Die Westghats in Indien sind ein bewaldetes Gebirge, das aufgrund seiner außerordentlichen Artenvielfalt als globaler Hotspot der Biodiversität eingestuft wird. Der Wald besitzt einen unschätzbaren Wert als Wasserspeicher, reguliert das großräumige Klima und stellt eine Vielzahl von Ökosystemleistungen zur Verfügung, auf denen der Lebensunterhalt der lokalen Bewohner*innen gründet. Durch die Zunahme des Bevölkerungsdruckes und Änderungen in der Landnutzung ist das Waldökosystem jedoch in den letzten Jahrzehnten stark unter Druck geraten.

 

Die indigenen Bevölkerungsgruppen sind durch die Abhängigkeit von der Nutzung der Waldressourcen besonders vulnerabel und von den negativen Folgen der Landnutzungsänderung stark betroffen. Diese Folgen werden durch den globalen Klimawandel noch verstärkt. Darüber hinaus hat die Rodung der Wälder auch negative Folgen für die Wasserversorgung der Millionenstädte Mumbai und Pune, in denen sich der bereits existierende Wassermangel zukünftig noch dramatisch zuspitzen dürfte.

 

Projektziele

Das Programm leistet einen Beitrag zur Wiederherstellung und zum Erhalt der artenreichen Wälder der nördlichen Westghats als Kohlenstoffsenke, Wasserspeicher und Quelle der biologischen Vielfalt sowie als Lebensgrundlage der ortansässigen Stammesgemeinschaften (scheduled tribes) (SDG 13 u. 15).

 

Projektmaßnahmen

1. Bau von 4 lokalen Baumschulen und Betrieb durch geschulte Selbsthilfegruppen


2. Bildung einer Verarbeitungskooperative zur gewinnbringenden Vermarktung verschiedener Nichtholz-Waldprodukte sowie zur Produktion von Baumsetzlingen


3. Errichtung eines Stammeszentrums als Versammlungszentrum und Schulungsort, in welchem die traditionelle Ressourcennutzung sowie die ökologische Bedeutung des Waldes vermittelt werden


4. Erstellung eines Aktionsplanes für nachhaltige Ressourcennutzung und Dokumentation der biologischen Vielfalt und des Kohlenstoff-Speicherpotenzials der Aufforstungsflächen

 Frauen einer Self-Help-Group kümmern sich 
um das Pflanzen und Wässern der Bäume
 Lata und Tara mit den Setzlingen 
aus ihrer Baumschule

Förderer

 Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Unterstützer:

 Wilo Foundation
 

Projektpartner

Der Shashwat Trust ist eine indische NGO und arbeitet seit ihrer Gründung im Bundesstaat Maharashtra in der Gegend des Bimashankar Wildlife Sanctuary zu Themen der Verbesserung der Lebensbedingungen (Einkommensschaffung, Bildung, Trinkwasser) und zur Stärkung der Landnutzungsrechte der Stammesgemeinschaften (scheduled tribes).


TERRE Policy Centre ist eine indische NGO mit Sitz in Pune, welche sich zur Aufgabe gemacht hat, glaubwürdige Informationen, klare Antworten und innovative Lösungen für globale Umweltprobleme wie Klimawandel, Schutz der Ozonschicht, giftige Chemikalien und biologische Vielfalt zu liefern. Seit 11 Jahren ist Terre im Bereich Naturschutz in Westindien tätig und hat über 40 Projekte mit den Schwerpunkten Umweltbildung und Wald-Wiederaufforstung.

Projektpartner

 Shashwat Trust

  

 

 Terre Policy Centre
 

Kontakt

Thies Geertz & Katharina Gehrig

Global Nature Fund (GNF) - Büro Radolfzell

Tel.: +49 7732 9995 83

E-Mail: geertz@globalnature.org

E-Mail: gehrig@globalnature.org 

 
 

Projektzeitraum:

 

Projektland: 

 

Projektpartner:

 

Förderer: 

 

Unterstützer: 

 

1. Juli 2022 - 30. April 2025

 

Indien

Terre Policy Centre, Shashwat Trust

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

 

Stiftung Ursula Merz, Wilo Foundation, EvoBus

 

 

Beitrag zu den Nachhaltigen Entwicklungszielen der UN

Das Projekt soll einen konkreten Beitrag zu den Sustainable Development Goals (SDGs) leisten:

 Ziel 1: Armut in jeder Form und überall beenden
 Ziel 8: Dauerhaftes, inklusives und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern
 Ziel 17: Umsetzungsmittel stärken und die globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung wiederbeleben