Ideenwettbewerb: Natur barrierefrei erleben
 
 
 

News

Ideenwettbewerb: Natur barrierefrei erleben

Sie vertreten eine Naturschutzeinrichtung in Deutschland und sind im Einsatz für mehr Inklusion? Sie möchten Ihre Angebote in Richtung Barrierefreiheit umgestalten? Bis zum 30. Januar 2023 können sich privat und öffentlich getragene Naturschutzeinrichtungen um eine konkrete Unterstützung für mehr Barrierefreiheit in ihren Angeboten bewerben.

© Dr. Thomas Schaefer
Radolfzell, 23.11.2022: Der Global Nature Fund, das Deutsche Seminar für Tourismus e.V. / Reisen für Alle, Nationale Naturlandschaften e.V. und das Consulting-Büro Dr. Kai Pagenkopf laden ein zum Ideenwettbewerb „Natur barrierefrei erleben" im Rahmen des Projekts „Natur ohne Barrieren!". Teilnehmen können alle privat und öffentlich getragenen Naturschutzeinrichtungen in Deutschland, die ihre Angebote zum Naturerleben für alle öffnen und kommunikative und physische Barrieren abbauen möchten. Insgesamt können zunächst acht Naturschutzeinrichtungen in ganz Deutschland eine Förderung erhalten.
 
Gefragt sind Ihre konkreten Ideen, wie und für wen Sie Ihre Angebote öffnen wollen. Sie können eine ausführliche professionelle Beratung sowie 4.000 € gewinnen, um Ihre Idee(n) in die Tat umzusetzen. Die Gewinner*innen werden ausführlich zu den Möglichkeiten einer barrierefreien Anpassung ihrer Naturschutzeinrichtung beraten und erhalten eine finanzielle Förderung für die Umsetzung erster Maßnahmen. Alle Naturschutzeinrichtungen, die sich am Wettbewerb beteiligen, bekommen außerdem auf Wunsch eine Rückmeldung zu den eingereichten Ideen hinsichtlich Barrierefreiheit.
 
Eine Teilnahme ist einfach: Füllen Sie das Online-Formular aus und teilen Sie Ihre tollen Ideen und Vorschläge mit uns! Der Wettbewerb startet am 23. November 2022. Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 30. Januar 2023.
 
Die Möglichkeiten sind vielfältig: Ob Vorbereitung für eine Zertifizierung gemäß „Reisen für Alle", die technische Umrüstung der Internetseite, barrierefreie Informationen über das Naturerlebnisangebot der Einrichtung (z.B. kurze Videos in Gebärdensprache), Optimierung existierender Naturerlebnisangebote durch barrierefreie Gestaltung, Beschilderungselemente oder Audioguides für Rundwege, professionelles Fotoshooting für die Kommunikation, Fortbildungen für Mitarbeitende oder andere Vorschläge – wir freuen uns auf Ihre Bewerbungen!
 
Weitere Informationen zum Wettbewerb, Anmeldebogen und Teilnahmebedingungen
 
Erfahren Sie mehr über das Projekt „Natur ohne Barrieren!"
 
Hintergrund
 
Das Thema barrierefreies Naturerleben in Naturschutz- und Umweltbildungseinrichtungen sowie bei öffentlichen Führungsangeboten ist nach wie vor wenig etabliert. Die Gründe dafür sind vielfältig. Einer ist, dass es bisher kein ausreichendes Schulungsangebot für die großen Bildungsträger in der Umweltbildung gibt. Entsprechend bleiben auch Maßnahmen für barrierefreies Naturerleben in vielen Naturschutzeinrichtungen in Deutschland weiterhin eher Ausnahmen. Entscheidend ist dabei nach den Erfahrungen der letzten 10 Jahre der erste Schritt, der mögliche Anpassungen und Maßnahmen aufzeigt. Dieser erste Schritt soll im Projekt „Natur ohne Barrieren!" unterstützt werden. Das Projekt verfolgt zwei wesentliche Ziele: Konzeptionierung und Umsetzung von Barrierefreiheit & Naturerleben in den relevanten Bildungssystemen in Deutschland sowie Umsetzung konkreter Maßnahmen für inklusives Naturerleben in Naturschutzeinrichtungen. Gefördert wird das Vorhaben von der Deutschen Postcode Lotterie und der HAKA Stiftung.
 
Kontakt
 
Global Nature Fund (GNF)
Dr. Thomas Schaefer
Leiter Naturschutz
Fritz-Reichle-Ring 4
78315 Radolfzell am Bodensee
Tel.: +49 7732 9995-89
schaefer@globalnature.org
 
Rückfragen zum Wettbewerb:

Katja Weickmann
Tel.: +49 30 2400 867 341
weickmann@globalnature.org
Zurück
 
 

Veranstaltungen

 

Wege zum naturnahen Stadtgrün – artenreiche Wiesen: Anlage, Aufwertung, Pflege und Kostenersparnisse

13. März 2024, 09:00 bis 12:00 Uhr 
 

Link zur Anmeldung

 

ELAN-Unternehmensforum Entwaldungsfreie Lieferketten: Nachhaltig handeln, Wälder schützen

18. März 2024, 10:00 bis 17:00 Uhr im Universitätsclub Bonn

 

Link zur Anmeldung

 

Global Nature Fund gegen Extremismus

Unsere Demokratie ist in Gefahr

Die Unsicherheiten und Bedrohungen um uns herum nehmen zu und das politische Klima in Deutschland und Europa hat sich in dramatischer Weise verändert. Insbesondere die aktuellen, beängstigenden Entwicklungen in Deutschland der vergangenen Wochen erschrecken uns sehr.

 

Deshalb bezieht der GNF Stellung

Der Global Nature Fund (GNF) steht zu Demokratie, Meinungsfreiheit und Grundrechten für alle Menschen und setzt sich für eine freiheitlich weltoffene Gesellschaft ein. Wir lehnen jede Form extremistischer Ideologien als Vorwand für Hass, Ausgrenzung, Intoleranz, Rassismus, Menschenfeindlichkeit und Gewalt kategorisch ab.

In Deutschland und Europa schüren rechtsextreme Gruppen zunehmend und gezielt Ängste – Angst vor Fremden, Veränderungen oder Armut – und hetzen Menschen und gesellschaftliche Gruppen gegeneinander auf. Dagegen müssen wir aktiv werden und uns diesem Angriff auf Demokratie und gesellschaftliche Grundwerte entschlossen und solidarisch entgegenstellen.

Auch das primäre Ziel des GNF - Schutz von Umwelt und Natur und eine nachhaltige Entwicklung und der Bewahrung der Lebensgrundlagen für die Menschen - benötigt klare politische Forderungen und Positionen. Die aktuellen komplexen Krisen, wie Kriege, Klima- und Umweltprobleme und andere Naturkatastrophen, sind nur in einem freiheitlichen, demokratischen gesellschaftlichen Umfeld lösbar.

 

Jetzt handeln

Auch in Deutschland sind die Grundwerte unserer Gesellschaft bedroht. Im Jahr 2024 stehen verschiedene Kommunal-, Landtags- und Europawahlen an. Jetzt sind wir alle gefragt. Alle Menschen, denen Friede, Demokratie, Gerechtigkeit, Toleranz, Selbstbestimmung und Menschenrechte wichtig sind, müssen jetzt handeln und alle demokratischen Instrumente nutzen. Gegen Rassismus, Antisemitismus und jede andere Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit! Für uns und zukünftige Generationen. (GNF, 02.02.2024)