Druck auf Wasserökosysteme wächst – starke Partnerschaft zum Schutz von Seen und Feuchtgebieten
 

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Druck auf Wasserökosysteme wächst – starke Partnerschaft zum Schutz von Seen und Feuchtgebieten

200 Delegierte aus über 40 Ländern diskutieren vom 7. bis 9. Mai 2019 bei der 15. Internationalen Living Lakes-Konferenz im spanischen Valencia über aktuelle Herausforderungen und Lösungen für den Schutz von Seen und Feuchtgebieten. Sie fordern verstärkte Maßnahmen von Wirtschaft und Politik zum Schutz dieser einzigartigen Ökosysteme – auch im Kampf gegen den Klimawandel.

Radolfzell, 6. Mai 2019: Seen und Feuchtgebiete versorgen Millionen von Menschen mit Wasser und Nahrung, sichern vielen Menschen ihren Lebensunterhalt, bieten Lebensraum für eine beeindruckende Artenvielfalt und speichern mehr Kohlenstoff als viele andere Ökosysteme. Gerade im Hinblick auf den Klimaschutz erhält der Schutz von Seen und Feuchtgebieten eine immer größere Bedeutung. Deren ökonomischer Wert wird auf rund 70 Milliarden USD jährlich geschätzt. Trotzdem ist seit 1990 weltweit mehr als die Hälfte der Seen verschwunden oder stark degradiert, und ihr immenser Wert bleibt bei Politik und Entscheidern noch weitgehend unberücksichtigt. Alleine in Deutschland sind über 50 Prozent der Gewässer in einem schlechten ökologischen Zustand. Im Jahr des 20-jährigen Bestehens des Netzwerks „Living Lakes" sind die Herausforderungen größer denn je.

Vom 7. bis 9. Mai 2019 treffen sich rund 200 Seenschützer, politische Entscheider und Unternehmensvertreter aus über 40 Ländern in Valencia. Unter anderen werden Francisco Rilla von der Ramsar Convention on Wetlands und Bernd Neukirchen vom Bundesamt für Naturschutz Einblicke in Erfolge und Herausforderungen beim Seenschutz geben. Die Konferenz steht ganz im Zeichen der Partnerschaft der 140 Mitglieder des Living Lakes-Netzwerks, die aktuell 111 Seen vertreten. „Mit der Konferenz in Valencia feiern wir 20 Jahre Living Lakes. Das bedeutet 20 Jahre unermüdlicher Einsatz vieler Organisationen und Freiwilliger auf der ganzen Welt, um unsere wertvollen und einzigartigen Seen und Feuchtgebiete zu schützen. Die Living Lakes-Konferenz ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Projekte auf den Weg zu bringen", sagt Marion Hammerl, Präsidentin des Global Nature Fund.

Staaten und Umweltschutzorganisationen können die zahlreichen Umweltprobleme nicht alleine lösen. Auch Unternehmen tragen große Verantwortung beim Umgang mit knappen Ressourcen und beim Schutz unserer Ökosysteme. Bei der Living Lakes-Konferenz stellen sich Unternehmen wie Kärcher, Sika, Nestlé und Sekisui der Diskussion zur unternehmerischen Verantwortung beim Schutz dieser Ökosysteme und im Umgang mit der kostbaren Ressource Wasser. „Seit 20 Jahren suchen wir den Dialog mit Unternehmen, stellen Forderungen und bieten Unterstützung, um gemeinsam Seen und Feuchtgebiete zu renaturieren, zu schützen und die nachhaltige Nutzung voranzubringen", so Hammerl weiter.

Gastgeber der Konferenz sind die spanische Organisation Fundación Global Nature und der Global Nature Fund (GNF). Das Seenschutznetzwerk Living Lakes wurde 1998 von der Umweltstiftung Global Nature Fund mit Sitz am Bodensee ins Leben gerufen. Mittlerweile ist Living Lakes ein weltumspannendes Netzwerk zum Schutz von Seen, Feuchtgebieten und Süßwasserreserven. In den letzten 20 Jahren ist das Netzwerk auf 111 Seen und 140 Mitglieder angewachsen.

Programm und weitere Informationen: www.livinglakes2019.org

Global Nature Fund und das Living Lakes-Netzwerk
Der Global Nature Fund (GNF) ist eine unabhängige Stiftung für Umwelt- und Naturschutz. Der GNF wurde 1998 gegründet und hat Büros in Radolfzell, Bonn und Berlin. Eine der zentralen Initiativen des GNF ist das Living Lakes-Netzwerk – ein globales Netzwerk von Organisationen, die sich für den Schutz von Seen und Feuchtgebieten einsetzen. Das Netzwerk umfasst derzeit 111 Seen auf der ganzen Welt.

Fundación Global Nature
Die spanische Organisation Fundación Global Nature wurde 1993 mit dem Ziel gegründet, sich für die Erhaltung von Lebensräumen und Arten als auch für die Förderung der nachhaltigen Entwicklung im privaten Sektor einzusetzen. Die Renaturierung und die nachhaltige Bewirtschaftung von Feuchtgebieten war in der Vergangenheit eine der Hauptaufgaben der Stiftung.

Kontakt
Global Nature Fund (GNF)
Julia Gossenberger
Tel.: (+49) 228-1848694-13
gossenberger@globalnature.org
www.globalnature.org
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