Aktualisierter Leitfaden „EMAS und Biodiversität"
 
 
 

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Aktualisierter Leitfaden „EMAS und Biodiversität"


Der Schutz der Biologischen Vielfalt sichert unsere Lebens- und Wirtschaftsgrundlagen. Diese Erkenntnis setzt sich auch bei den Akteuren der Wirtschaft immer stärker durch. Bisher stand der Klimaschutz im Mittelpunkt betrieblicher Umweltmaßnahmen, jetzt wird der Schutz der biologischen Vielfalt zu einem immer wichtigeren Handlungsfeld. Doch wie können Unternehmen ihrer Verantwortung für die Biodiversität gerecht werden? Wo fangen sie an? Und welche Aspekte sollten sie berücksichtigen? Der Leitfaden „EMAS und Biodiversität" spricht alle Unternehmen an, die im Handlungsfeld Biodiversität weiterkommen wollen. Das EU Umweltmanagement-System EMAS bietet hierzu einen ausgezeichneten Rahmen, aber die Informationen und Hinweise sind auch hilfreich für Unternehmen mit einem anderen Managementsystem – oder ohne.

03.05.2023: Unternehmen erfahren im aktualisierten Leitfaden „EMAS und Biodiversität", warum sie sich mit biologischer Vielfalt befassen sollten: Neue und geplante Gesetze und EU Richtlinien, die steigende Sensibilisierung der Verbraucher:innen, die strengeren Anforderungen von Finanzinstitutionen und /oder Geschäftspartner:innen gehören zu den wichtigen Gründen.
 
Der Leitfaden erläutert, wie dieses komplexe Thema für die verschiedenen Unternehmensbereiche operationalisiert werden kann: vom Firmengelände über Einkauf und Gewinnung von Rohstoffen bis hin zu Produktentwicklung, Transport und Logistik. Marketing und Kommunikation gehören dazu, ebenso wie die Einbindung von Interessengruppen. Zu allen Bereichen werden die Bezüge zur Biodiversität, die Herausforderungen sowie mögliche Ziele und Maßnahmen beschrieben. Vorschläge für Indikatoren für das Monitoring und positive Beispiele vervollständigen den Input für ein verbessertes Management von Biodiversität.
 
Bundesumweltministerin Steffi Lemke unterstreicht in ihrem Vorwort: „Ich würde es sehr begrüßen, wenn auch andere Unternehmen und Organisationen, die etwas für den Schutz der biologischen Vielfalt tun wollen, den Leitfaden als Anregung und Hilfestellung nutzen. Denn wir brauchen noch viel mehr aktives Engagement der Wirtschaft, um beim Erhalt unserer Lebensgrundlagen voran zu kommen." 
 
Herausgeber des Leitfadens sind der Global Nature Fund und die Bodensee-Stiftung – zwei der fünf Partnerorganisationen, die für die Umsetzung des Projekts „Unternehmen Biologische Vielfalt (UBi)" verantwortlich sind. UBi ist eine langfristig angelegte Dialog- und Aktionsplattform, initiiert und unterstützt vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucher-schutz (BMUV) zusammen mit weiteren Bundesbehörden, Wirtschaftsverbänden und Naturschutz-organisationen. Das Projekt wird gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des BMUV.
 
 
Der Leitfaden steht zum Download auf Deutsch und auf Englisch zur Verfügung unter:
 
www.unternehmen-biologische-vielfalt.de/standards/#emas
www.unternehmen-biologische-vielfalt.de/fuer-unternehmen/umweltmanagement/
www.business-biodiversity.eu/de/emas-leitfaden
www.business-biodiversity.eu/en/emas-guidance
 
Übrigens: Die Bodensee-Stiftung gibt einen Überblick über die Inhalte des Leitfadens im Rahmen eines Webinars. Interessierte können sich zu einem der drei Termine anmelden:

Montag, 15. Mai von 15 – 16:30 Uhr
Montag, 12. Juni von 15 – 16:30 Uhr
Dienstag, 27. Juni von 11 – 12:30 Uhr

Senden Sie einfach eine formlose Anmeldung per E-Mail an Michael Scholz (michael.scholz@bodensee-stiftung.org).

Weitere Informationen: marion.hammerl@bodensee-stiftung.org
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Veranstaltungen

 

 

 

UBi-Dialogforum in Berlin

Nationale Jahreskonferenz für Biodiversität in der Wirtschaft

11. Juni 2024, 09:00 bis 16:40 Uhr 
 

Link zur Anmeldung

  


 

 

Living Lakes-Webinar zum Thema:

"Nachhaltiger Tourismus als Verbündeter im Schutzgebietsmanagement" 

18. Juni 2024, 14:00 Uhr 
 

Link zur Anmeldung

  


 

 

#FairWearWorks-Webseminar

"Ein Blick in die Zukunft: Möglichkeiten und Herausforderungen des Textile-to-Textile-Recyclings"

4. Juli 2024, 16:00 bis 17:00 Uhr

 

Link zur Anmeldung

 

 

Global Nature Fund gegen Extremismus

Unsere Demokratie ist in Gefahr

Die Unsicherheiten und Bedrohungen um uns herum nehmen zu und das politische Klima in Deutschland und Europa hat sich in dramatischer Weise verändert. Insbesondere die aktuellen, beängstigenden Entwicklungen in Deutschland der vergangenen Wochen erschrecken uns sehr.

 

Deshalb bezieht der GNF Stellung

Der Global Nature Fund (GNF) steht zu Demokratie, Meinungsfreiheit und Grundrechten für alle Menschen und setzt sich für eine freiheitlich weltoffene Gesellschaft ein. Wir lehnen jede Form extremistischer Ideologien als Vorwand für Hass, Ausgrenzung, Intoleranz, Rassismus, Menschenfeindlichkeit und Gewalt kategorisch ab.

In Deutschland und Europa schüren rechtsextreme Gruppen zunehmend und gezielt Ängste – Angst vor Fremden, Veränderungen oder Armut – und hetzen Menschen und gesellschaftliche Gruppen gegeneinander auf. Dagegen müssen wir aktiv werden und uns diesem Angriff auf Demokratie und gesellschaftliche Grundwerte entschlossen und solidarisch entgegenstellen.

Auch das primäre Ziel des GNF - Schutz von Umwelt und Natur und eine nachhaltige Entwicklung und der Bewahrung der Lebensgrundlagen für die Menschen - benötigt klare politische Forderungen und Positionen. Die aktuellen komplexen Krisen, wie Kriege, Klima- und Umweltprobleme und andere Naturkatastrophen, sind nur in einem freiheitlichen, demokratischen gesellschaftlichen Umfeld lösbar.

 

Jetzt handeln

Auch in Deutschland sind die Grundwerte unserer Gesellschaft bedroht. Im Jahr 2024 stehen verschiedene Kommunal-, Landtags- und Europawahlen an. Jetzt sind wir alle gefragt. Alle Menschen, denen Friede, Demokratie, Gerechtigkeit, Toleranz, Selbstbestimmung und Menschenrechte wichtig sind, müssen jetzt handeln und alle demokratischen Instrumente nutzen. Gegen Rassismus, Antisemitismus und jede andere Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit! Für uns und zukünftige Generationen. (GNF, 02.02.2024)