Regionalpark Labanoras – Litauen

 

Am 7. Mai 2004 wurde der Regionalpark Labanoras in Litauen Assoziiertes Mitglied im Seen-Netzwerk Lebendige Seen / Living Lakes des Global Nature Fund. Dieser Park wird von einer Verwaltung mit zehn Personen betreut. Der Regionalpark Labanoras liegt 80 Kilometer nordöstlich der litauischen Hauptstadt Vilnius (Wilna).

Daten zum Regionalpark Labanoras

Der Park wurde 1992 gegründet. Er ist 553 Quadratkilometer groß. In dem Park liegen 70 Seen, die eine Größe von 260 Quadratkilometern haben (41 % der Gesamtfläche). Auf 30 Quadratkilometern befinden sich Hochmoore und andere Feuchtgebiete. Im Regionalpark Labanoras fließen 30 Bäche und 3 Flüsse. Auf 400 Quadratkilometern wächst Wald (80 % der Landfläche). Der besteht zu 81 % aus Kiefern.

Im Park leben an Tierarten: 54 Säugetiere, 172 Vögel, 5 Reptilien und 11 Amphibien. Eine große Kostbarkeit ist der Lachs. Er laicht in Bächen, die selbst bei - 30 °C im Winter nicht vollständig zufrieren, weil sie von warmen Quellen gespeist werden.

Zu den Säugetieren des Parks gehören Biber, Fischotter und Elche. Biber machen sich ökologisch verdient, indem sie zum Beispiel einen Entwässerungskanal aufstauen und damit neue Feuchtgebiete schaffen. Brutvögel sind im Park unter anderem (in Paaren): 5 Prachttaucher, 10 Alpenstrandläufer, 15 Fischadler, 5 - 7 rufende Rohrdommeln, 50 Kraniche, 1 - 2 Schwarzstörche, 20 Eisvögel, 10 rufende Tüpfelsumpfhühner und 100 Individuen des Birkhuhns. Nirgends brüten in Europa so viele Weißstörche pro Quadratkilometer wie in Litauen.

 

Ähnlich reichhaltig wie die Tierwelt ist die Pflanzenwelt im Regionalpark Labanoras. So zählten Botaniker 120 Büsche der Heidelbeerweide, 300 Blütenstengel des Blauen Tarants, 80.000 des Fuchsschen Knabenkrauts, 2.300 der Wasser-Lobelie und 200 Blüten der Zwerg-Teichrose.

Probleme

Größtes Problem sind die 300.000 Erholungssuchenden, die jedes Jahr an Wochenenden und in den Ferien in das Gebiet kommen. Als Lösung bietet sich die Entflechtung von Naturschutz und Erholung an. Da es in unmittelbarer Nähe viele Seen gibt, die nicht in Schutzgebieten liegen, sollte dies möglich sein.

Die Hochmoore im Regionalpark werden immer trockener, weil es aufgrund der Klimaerwärmung weniger regnet. Das führt zum Eindringen von Kiefern und Birken.

 

Da viele Landwirte die Bewirtschaftung ihrer Wiesen und Äcker aufgeben, verbracht das Offenland und wird schließlich zu Wald. Das muß zwangsläufig zum Rückgang des Bestands von Weißstorch und anderen Arten führen. Eine Lösung dieses Problems wäre die extensive Beweidung zum Beispiel mit robusten Rindern, die das ganze Jahr auf der Weide bleiben.

 Einer von 70 Seen im Labanora Regionalpark.
 In diesem Bach laichen Lachse.
 Andrejus mit einer Ringelnatter. Sie lebt in einem von Bibern aufgestauten Entwässerungskanal.
 Aufgrund der Klimaerwärmung trocknen die Hochmoore im Regionalpark aus.
 

Kontakt

Labanoro regioninio parko direkcija

Labanoro mstl.

18235 Švenčionių raj., Luthuania

Tel.: +370 - 8 - 387 47142

Fax: +370 - 8 - 387 47142

E-Mail: info@labanoroparkas.lt

Website: www.labanoroparkas.lt

 Labanoro parka