GNF - Naturnahe Gestaltung von Firmengeländen als grüne Infrastrukturen
 

Naturnahe Gestaltung von Firmengeländen als Teil grüner Infrastrukturen

 

Europa ist einer der am stärksten zersiedelten Kontinente der Welt. Bis zu 80 % der Fläche werden für Verkehrsinfrastruktur, land- und forstwirtschaftliche Produktion und Industriegebiete sowie Siedlungsflächen genutzt (European Environment Agency). 30 % der Fläche sind aufgrund von Verstädterung, Infrastrukturentwicklungen und Landnutzungsänderungen mäßig bis stark zerschnitten, was sich auf die Vernetzung und Gesundheit von Ökosystemen als Lebensräume für Arten auswirkt. Die zunehmende Urbanisierung wirkt sich auch auf das Wohlbefinden von Menschen aus, da Wohnraum in durchgrünten Wohnquartieren immer weniger erschwinglich wird, die Auswirkungen von Klimawandel, Lärm und Luftverschmutzung aber weiter zunehmen. Hinzu kommen Überforderung und Zeitdruck sowie der Verlust der Naturverbundenheit.

Projektziel

Das Projekt LIFE BooGI-BOP von sieben europäischen Partnern fördert naturnahe Firmengelände als Teil grüner Infrastrukturen und Biotopkorridore – insbesondere in städtischen und stadtnahen Gebieten in Europa – die auch das Wohlbefinden des Einzelnen und der Gesellschaft verbessern können.

Projektmaßnahmen

In ganz Europa wollen die Projektpartner das Bewusstsein und die Motivation von Unternehmen und anderen Wirtschaftsakteuren wecken, Biodiversität als wichtiges Thema in das Management und die Entscheidungsfindung von Unternehmen einzubeziehen. Das Projekt will Verständnis dafür schaffen, dass naturnahe Firmengelände nicht nur Biodiversität auf lokaler Ebene schützen und fördern, sondern auch das Arbeitsklima und das Wohlbefinden der Menschen verbessern können.

 

Durch Erstberatungen erhalten Unternehmen einen individuellen Überblick über das Biodiversitätspotenzial ihrer Flächen oder Immobilien und über die nächsten Schritte zur naturnahen Gestaltung von Firmengeländen (Biodiversity-Oriented Design of Business Premises, BOP). Gemeinsam mit Unternehmen, die viele Standorte im Rahmen eines Liegenschaftsmanagementsystems bewirtschaften, wird ein maßgeschneiderter Biodiversitäts-Werkzeugkasten entwickelt, der Maßnahmen für eine ökologische Flächengestaltung in diese Abläufe pragmatisch integriert.

 

Architekten, Landschaftsplaner und Gärtner spielen eine Schlüsselrolle bei der Planung und Gestaltung von Geländen. Während des Projekts werden sie motiviert und darin geschult, BOP zu etablieren und so die Biodiversität in Europa zu fördern.

 

Im Laufe des Projekts wird ein Monitoring System entwickelt, um die Entwicklung und die Auswirkungen von BOPs auf Unternehmensebene und auf nationaler Ebene zu beobachten und zu bewerten.

 

Ein europaweites Netzwerk, das während des Projekts aufgebaut wird, soll BOP-Gelände und Immobilien in mehr als sechs EU-Ländern auch über die Projektlaufzeit hinaus fördern und begleiten.

Initiativen

Das Projekt basiert auf den Erfahrungen im Projekt „Naturnahe Gestaltung von Firmengeländen", das von 2013 bis 2016 als Modellinitiative in Deutschland durchgeführt wurde. LIFE BooGI-BOP nutzt Synergien aus der Zusammenarbeit in der "European Business and Biodiversity Campaign" und den Erfahrungen mit Biodiversity Checks.

Projekt-Sponsoring

Das Projekt wird durch das LIFE Programm der Europäischen Union gefördert.

Kontakt

 

Dr. Thomas Schaefer

Global Nature Fund (GNF) – Büro Radolfzell

Tel.: +49 7732 9995 89

E-Mail: schaefer@globalnature.org

 

Projektpartner

 
 Bodensee-Stiftung
 Institut für Lebensbezogene Architektur e. V.
 Amt der Vorarlberger Landesregierung Abteilung Umwelt- und Klimaschutz (IVe)
 
 Ecoacsa Reserva de Biodiversidad, S.L.
 Universidad Politécnica de Madrid
 Ekopolis Foundation
 
 

Offizieller Projekttitel:

 

 

Projektzeitraum:

 

Projektländer:

 

Förderer:

 

Projektpartner:

LIFE BooGI-BOP: Grüne Infrastruktur im Siedlungsraum durch naturnahe Gestaltung von Firmengeländen stärken

 

Juli 2018 - Dezember 2021

 

Österreich (Region Vorarlberg), Deutschland, Slowakei, Spanien

 

LIFE Programm der Europäischen Union

 

Bodensee-Stiftung, Deutschland

Institut für Lebensbezogene Architektur e.V., Deutschland

Global Nature Fund, Deutschland

Amt der Vorarlberger Landesregierung, Abteilung Umwelt- und Klimaschutz (IVe), Österreich
Ecoacsa Reserva de Biodiversidad, S.L., Spanien

Universidad Politécnica de Madrid, Spanien
Ekopolis Foundation, Slowakei