GNF - 15. Living Lakes-Konferenz 2019
 

Ergebnisse der 15. internationalen Living Lakes-Konferenz

„Eine Welt ohne Feuchtgebiete ist eine Welt ohne Wasser”

 

Rund 200 Seenschützer, politische Entscheider und Unternehmensvertreter aus über 40 Ländern diskutierten während der 15. Internationalen Living Lakes-Konferenz vom 7. bis 9. Mai in Valencia über aktuelle Herausforderungen und Lösungen für den Schutz von Seen und Feuchtgebieten. Inhaltliche Schwerpunkte der 15. Living Lakes-Konferenz waren Renaturierung und Management von Seen und Feuchtgebieten sowie die Stärkung ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels. Die Konferenz stand außerdem im Zeichen des 20. Jubiläums des Living-Lakes-Netzwerks. Zahlreiche Vertreter des Netzwerks haben an der Konferenz teilgenommen und wertvolle Einblicke in ihre Arbeit vor Ort gegeben.

Datum: 7. - 9. Mai 2019
Ort: Complex Esportiu-Cultural Petxina, València
Konferenzsprachen: Englisch, Spanisch
Motto: "A world without wetlands is a world without water" („Eine Welt ohne Feuchtgebiete ist eine Welt ohne Wasser”)
Konferenzprogramm: Programm der 15. Living Lakes-Konferenz
 Gruppenfoto vor dem Veranstaltungsort in Valencia
 Das interessante und abwechslungsreiche Programm wurde von den Teilnehmern aufmerksam verfolgt.
 Feuchtgebiete und ihre ökologische Bedeutung standen im Fokus der Veranstaltung.
 

Kurz vor Beginn der Konferenz erschien der erste Auszug des „Global Assessment Report on Biodiversity and Ecosystem Services“ des Weltbiodiversitätsrats (IPBES). Dieser warnt vor dem dramatischen und lebensbedrohenden Rückgang der Artenvielfalt und der Ökosysteme. Binnengewässer und Süßwasserökosysteme sind nach Angaben des Reports am stärksten betroffen. „Die jetzt veröffentlichte Zusammenfassung des IPBES-Reports verdeutlicht, dass die Situation noch dramatischer ist als bisher angenommen. Wir haben alle Informationen und kennen die Lösungsansätze. ´Business as usual´ oder eine Politik der kleinen Schritte können wir uns nicht mehr leisten – wir müssen rasch große Fortschritte machen! Bereits seit 20 Jahren setzen sich die Living Lakes-Netzwerkpartner für den Schutz der Seen ein, aber wir brauchen jetzt unbedingt die Unterstützung der Wirtschaft, der Landwirtschaft, der Gemeinden und der Politik,“ sagt Marion Hammerl, Präsidentin des Global Nature Fund.

 

Bei der Konferenz haben zahlreiche Unternehmen wie Nestlé, Sika, Kärcher, Sekisui und Global Omnium ihre Aktivitäten auf der Konferenz präsentiert, sich kritischen Fragen gestellt und ihr Interesse am Dialog und Partnerschaften mit NGOs unterstrichen. Gastgeber der Konferenz waren die spanische NGO Fundación Global Nature und der Global Nature Fund.

 Intakte Ökosysteme sind die Voraussetzung für den Erhalt der Artenvielfalt.
 Beim Natur- und Umweltschutz sitzen alle im selben Boot: NGOs, Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.
 

Neue Ziele für das Living Lakes-Netzwerk

Das 20-jährige Jubiläum nahmen die Mitglieder des Living-Lakes-Netzwerks zum Anlass, auf der Konferenz einen Aktionsplan für die kommenden fünf Jahre zu vereinbaren. Mehr als 280 Ziele, die sich die Partner für den Zeitraum zwischen 2019 und 2025 gesteckt haben, zeigen die vielfältigen Kenntnisse und die Bereitschaft der Partner, zur Lösung der brennenden Probleme beizutragen. In der neuen Veröffentlichung „Living Lakes Achievements and Goals 2019 – 2025“ schauen die Mitglieder auf die letzten sechs Jahre des erfolgreichen Seen- und Feuchtgebietsschutzes zurück und setzen sich neue Ziele für die Zukunft.

Manifest zur Erhaltung und Renaturierung der mediterranen Feuchtgebiete

An einem Konferenztag konnten die Teilnehmer den Naturpark l’Albufera mit dem Albufera-See in der Nähe von Valencia besuchen. Das Gewässer leidet unter der Wasserverschmutzung durch Einträge der Landwirtschaft und Besiedelung an den Grenzen des Naturparks. Die Mitglieder des Living Lakes-Netzwerks haben in diesem Zusammenhang ihre große Besorgnis über die Verschlechterung des Zustands der Feuchtgebiete im Gastgeberland Spanien geäußert. In einem verabschiedeten Manifest fordern sie die zuständigen Behörden auf, konkrete Maßnahmen zur Wiederherstellung und zum Schutz dieser Feuchtgebiete durchzuführen.

 

Manifest zur Erhaltung und Renaturierung der mediterranen Feuchtgebiete der Iberischen Halbinsel

Best Conservation Practice Award

Für besondere Verdienste im Natur- und Seenschutz wurden zwei Preisträger mit dem Best Conservation Practice Award ausgezeichnet. Jordi Sargatal Vicens, Präsident der Association of Friends of the Parc Natural dels Aiguamolls de l'Empordà (APNAE), und die Stadtverwaltung von Torreblanca wurden für ihr Engagement geehrt.

Die Beiträge einzelner Konferenzteilnehmer/innen in englischer und zum Teil in spanischer Sprache finden Sie auf einer separaten Dokumentationsseite:

www.globalnature.org/de/15-living-lakes-konferenz/dokumente

 Seit nun 20 Jahren besteht das internationale Netzwerk Living Lakes.
 Die Broschüre "Living Lakes - Goals 2019 - 2025" in englischer Sprache.
 Die gemeinsame Exkursion führte in den Naturpark l´Albufera in der Nähe von Valencia.
 Die Preisträger des Best Conservation Practice Award zusammen mit Marion Hammerl, Präsidentin des GNF.