GNF - Seen-Beobachtungsprogramm des Kreises Plön
 

Das Seen-Beobachtungsprogramm des Kreises Plön

 

Das Programm gibt den Bürgern vor Ort eine einmalige Möglichkeit, eigenständig  die Gewässer in ihrer Region zu kontrollieren und positive oder negative Veränderungen und den Erfolg von durchgeführten Maßnahmen feststellen zu können. Das Programm startete im März 1991 und feierte in 2011 sein 20-jähriges Bestehen. In diesem Zeitraum haben ein Team von freiwilligen Helfern wertvolle Daten zu 44 Gewässer mit insgesamt 60 Mess-Stellen, einschließlich der beiden größten Gewässer Schleswig-Holsteins, Großer Plöner See und Selenter See, gesammelt. Im Jahr 2012 startet die nächste Phase des Projekts – Digitalisierung aller vorhandenen Daten.

 

Das Seen-Beobachtungsprogramm des Kreises Plön  hat Vorbildcharakter für andere Seenlandschaften. Mit einer kontinuierlichen Laufzeit von 20 Jahren hat es eindeutig den Beweis angetreten, dass ein solches Programm mit ehrenamtlichen Akteuren  in Kooperation mit der lokalen Bevölkerung und Nutzungsgruppen wie Angel- und Wassersportvereinen sowie einer Schule realisierbar ist. Mit Eintritt in die digitale Version wird das Programm noch transparenter und aktueller für alle am Gewässerzustand interessierten Bürger und dient der öffentlichen Teilhabe und ermöglicht eine Einbindung in Veröffentlichungen. Umweltbildung kann durch SchülerInnen konkret an Seen-Messstellen durchgeführt werden und z.B. eigene Messergebnisse mit früheren Daten verglichen werden.

 

Kontakt und Koordination:

Dr. Edith Reck-Mieth

Kreisverwaltung Plön, Amt für Umwelt

Hamburgerstr. 17/18

24306 Plön

Tel.: +49 -  (0) 45 22  - 743 - 461

E-Mail: edith.reck-mieth@kreisploen.de

 Broschüre zum Seenbeobachtungsprogramm
 

Zum Internet-Start des digitalen und interaktiven KENNENLERN-Programms im Mai 2012

 

 „Seen der Holsteinischen Schweiz rund um Plön“

 

Wasser ist das wesentliche Landschaftselement der Holsteinischen Schweiz. Mit dem Großen Plöner See und dem Selenter See befinden sich hier die beiden größten Seen Schleswig-Holsteins. Im Kreis Plön wird bereits seit 20 Jahren kontinuierlich und erfolgreich ein Seen-Beobachtungsprogramm durchgeführt mit dem Ziel, die individuelle Entwicklung der Gewässer zu verfolgen. Das Seen-Programm umfasst 44 Gewässer mit 60 Messstellen und beruht auf einer engen Zusammenarbeit von Ehrenamt und Wissenschaft mit dem Umweltamt der Kreisverwaltung Plön. Zwei Ergebnisberichte wurden veröffentlicht.

 

Basierend auf dem Seen-Beobachtungsprogramms wurde das neu ins Internet eingestellte digitale KENNENLERN-Programm  „Seen der Holsteinischen Schweiz rund um Plön“ entwickelt. Aufbauend auf einer digitalen Karte wird durch Anklicken eines Gewässers dieses in einem ersten Schritt steckbriefartig mit Namen, Flächengröße, maximale und mittlere Tiefe, Größe des Einzugsgebietes, Schichtungscharakteristika usw. vorgestellt. Zudem besteht durch Unterlegung einer Datenbank auch die Möglichkeit, durch Weiterklicken über Parameter wie Nährstoffe, vertikale Sauerstoff/Temperaturverteilung und Sichttiefen die Entwicklung des Gewässers seit 1991 sowie auch den aktuellen Zustand nachzuvollziehen. Diagramme zu den Parametern werden dynamisch erzeugt und können für  jedes Gewässer einzeln als auch für mehrere Gewässer in Gegenüberstellung erzeugt werden. Somit kann der digitale „historische Datensatz seit 1991“, Stichwort  „Umweltgedächnis“ auch zukünftig als Vergleichsbasis für den Gewässerzustand dienen und z.B. im Rahmen des Schulunterrichts oder eines „Seen-Projektes“ eingebunden werden.

 

Die digitale Version ermöglicht es auch, die aktiven Messstellen-BetreuerInnen interaktiv einzubinden. Jeder aktive Teilnehmer bekommt einen eigenen Zugriff auf seine Messstelle und stellt nach Freigabe durch den Administrator seine aktuellen Sichttiefen-Daten ins Netz, sodass eine eigenständige Kontrolle des Gewässerzustandes möglich wird. Hintergrund-Wissen zu charakteristischen chemisch-physikalischen Vorgängen in den Gewässern  wird in Form von Kurztexten abrufbar sein und somit die Optionen KENNENLERNEN und LERNEN anbieten.

 Sichttiefen-Messung