GNF-Petition an die Ampelkoalition: Für ein Insektenschutzgesetz, das diesen Namen verdient

GNF-Petition an die Ampelkoalition: Für ein Insektenschutzgesetz, das diesen Namen verdient

Die neue Bundesregierung tritt an, um vieles besser zu machen, auch in Bezug auf den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Eines der letzten Ziele der Großen Koalition war ein umfassendes Insektenschutzgesetz. Von den begrüßenswerten Plänen blieb im fertigen Text nicht mehr viel übrig. Anlass für den Global Nature Fund (GNF), mit einer Petition auf Nachbesserungen zu drängen, die Bienen, Bestäuber und Biodiversität in Deutschland effektiv bewahren.

Foto © HeungSoon / Pixabay
Radolfzell, 16.12.2021: Drei Viertel der Menge an Fluginsekten sind in den letzten 30 Jahren in Deutschland verlorengegangen und auch um die Vielfalt der Arten steht es schlecht: 17 Prozent der heimischen Schmetterlinge sind in ihrem Bestand gefährdet oder bereits ausgestorben, bei den Wildbienen ist es mehr als die Hälfte. Schuld ist vor allem die intensive Landwirtschaft mit ungebremstem Pestizideinsatz und ausgeräumten Flächen. Agrar- und Lebensmittelsektor schneiden sich damit sehenden Auges ins eigene Fleisch: Die allermeisten Nahrungsmittelpflanzen sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Ohne Bestäuber ist nicht nur die Biodiversität bedroht, sondern langfristig auch die Lebensmittelversorgung in Gefahr.


Ein Katalog klarer Forderungen

 
Mit dem 2019 von der damaligen Bundesregierung beschlossenen „Aktionsprogramm Insektenschutz" formulierten CDU/CSU und SPD ambitionierte Ziele – von denen im Mitte 2021 verabschiedeten Insektenschutzgesetz leider wenig Konkretes übriggeblieben ist. Mit einer aktuellen Petition, lanciert mit Hilfe des Portals change.org, benennt der Global Nature Fund (GNF) die Defizite des Gesetzes und fordert Nachbesserungen von der neuen Ampelkoalition.

Um den wirksamen Schutz von Bestäubern und Biologischer Vielfalt legislativ zu verankern und in Wald und Flur Realität werden zu lassen, braucht es laut GNF rasches Handeln in den Bereichen Verbot von Glyphosat und biodiversitätsschädigender Pestizide, Schutz von Gewässerrandstreifen, Bekämpfung von Lichtverschmutzung, Insektenschutz in der Fläche und Einrichtung effektiver Förderprogramme.

Unterzeichnen Sie hier die Petition für ein wirksames Insektenschutzgesetz


Projektengagement für Insektenschutz auf Landschaftsebene

 
Der GNF engagiert sich auch im Rahmen verschiedenster Projekte für Insekten und Biodiversität: Als Partner der von der EU-Kommission geförderten Initiative „LIFE Insektenfördernde Regionen" arbeitet der GNF gemeinsam mit der Bodensee-Stiftung, dem Netzwerk Blühende Landschaft, der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch-Hall und weiteren Partnern an Lösungen, die auf Landschaftsebene wirksam werden.

In sieben deutschen Pilotregionen entwickeln die Projektpartner von „LIFE Insektenfördernde Regionen" in enger Zusammenarbeit mit Landwirt*innen, Verantwortlichen der Lebensmittelbranche und der Regionen sowie Vertreter*innen von NGOs maßgeschneiderte Biodiversitäts-Aktionspläne zur Schaffung von Lebensräumen und Förderung sehr guter landwirtschaftlicher Praxis, die negative Einflüsse auf Insekten dauerhaft mindert.

Erfahren Sie mehr über das Projekt „LIFE Insektenfördernde Regionen"

Kontakt

Global Nature Fund (GNF)
Dr. Viktor Konitzer
Kommunikationsmanager
Fritz-Reichle-Ring 4
78315 Radolfzell am Bodensee
Tel.: +49 7732 9995-874
E-Mail: konitzer@globalnature.org
Website: www.globalnature.org
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