Herausforderung Praxis – Naturschutz in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft

Herausforderung Praxis – Naturschutz in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft

Wie lassen sich Naturschutz und Wirtschaftlichkeit in kleinbäuerlichen Strukturen im globalen Süden vereinbaren? Dieses Thema steht im Mittelpunkt einer Veranstaltung am 9. Oktober 2019 im Auditorium des Kunstmuseum Bonn, zu der die Entwicklungsgenossenschaft Oikocredit, die Stadt Bonn, die Tropenwaldstiftung OroVerde und der Global Nature Fund gemeinsam einladen. Athanas Matheka, Geschäftsführer der Oikocredit-Partnerorgansiation Greenforest Foods in Kenia, und Anique Hillbrand von OroVerde werden aus ihren je unterschiedlichen Perspektiven berichten.

Kleinbäuerin in Kenia
Kleinbäuerliche Landwirtschaft ist in vielen Ländern des globalen Südens maßgeblich für die Ernährungssicherheit. Existenzsicherung steht für viele Bäuer*innen dabei an erster Stelle, zumal sie zunehmend mit den deutlich spürbaren Folgen des Klimawandels zu kämpfen haben. Für Naturschutz muss geworben werden. Welche Lösungsansätze es für diesen Interessenkonflikt gibt, wird Athanas Matheka näher beleuchten.

Matheka ist Geschäftsführer von Greenforest Foods. Das kenianische Unternehmen fördert die einheimische Produktion von Erdnüssen, Naturhonig und Bienenwachs, indem es die Produkte hauptsächlich von lokalen Erzeuger*innen bezieht. Dadurch stärkt es nachhaltige Wertschöpfungsketten. „Wir freuen uns, im Gespräch mit Herrn Matheka mehr über die Wechselwirkungen von Wirtschaftlichkeit und Naturschutz und geeigneten Maßnahmen vor Ort zu erfahren", so Helmut Pojunke, Geschäftsführer des Westdeutschen Förderkreises von Oikocredit in Bonn.

Wie sich Naturschutz auch mit privaten Geldern finanziert und mit verbesserten Lebensbedingungen der einheimischen Bevölkerung verbinden lässt, berichtet Anique Hillbrand, Projektleiterin der Tropenwaldstiftung OroVerde. Gemeinsam mit dem Global Nature Fund hat sie eine Studie verfasst, die sich mit Lösungsansätzen und Herausforderungen in der Praxis von Kleinbäuer*innen in Kenia und Peru auseinandersetzt. Im Anschluss an die beiden Vorträge diskutieren die beiden Referent*innen mit Christian Großheim vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (angefragt) und Irene Knoke vom Südwind Institut über das Zusammenspiel von Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit.

Die Veranstaltung findet am 9. Oktober 2019 um 17 Uhr im Auditorium des Kunstmuseum Bonn statt. Im Anschluss sind alle Besucher*innen zu einem Empfang im Foyer des Kunstmuseum Bonn eingeladen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, um Anmeldung wird bis zum 2. Oktober 2019 unter Event-Office-International@Bonn.de gebeten.
 
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter:
https://www.business-biodiversity.eu/de/veranstaltungen/naturschutz-in-der-kleinbaeuerlichen-landwirtschaft

Kontakte
Andrea Reuter, Projekt-Managerin
Global Nature Fund (GNF) – Büro Bonn
E-Mail: reuter@globalnature.org
Tel.: + 49 228 184 86 94 12
www.globalnature.org

Nina Burkhardt, Spenderbetreuung & Information
OroVerde – Die Tropenwaldstiftung
E-Mail: nburkhardt@oroverde.de
Tel.: +49 228 24290 36
www.regenwald-schuetzen.org

Karen Zwissler, Referentin Öffentlichkeitsarbeit und Marketing
Oikocredit Westdeutscher Förderverein e.V.
E-Mail: kzwissler@oikocredit.de
Tel.: +49 228 6880 285
www.westdeutsch.oikocredit.de

Global Nature Fund (GNF) ist eine unabhängige Stiftung für Umwelt- und Naturschutz. Seit 2010 unterstützt die Stiftung Unternehmen aus allen Branchen bei der Integration der Biodiversität in ihre Unternehmensführung. Zudem untersucht der Global Nature Fund in verschiedenen Projekten innovative Finanzierungsmechanismen für den Wald- und Biodiversitätsschutz und entwickelt Handlungsempfehlungen für die verschiedenen beteiligten Akteure.

OroVerde - aus dem Spanischen übersetzt bedeutet das „Grünes Gold". Gemeint sind die tropischen Regenwälder. Sie erstrecken sich als grünes, lebendiges Band entlang des Äquators. Seit 30 Jahren setzt sich OroVerde für den Schutz dieses besonderen Schatzes ein: Wir entwickeln, finanzieren und erproben innovative Tropenwald-Schutzprojekte in Asien, Mittel- und Südamerika. OroVerde kombiniert Tropenwaldschutz mit Entwicklungshilfe, genau das macht unsere Arbeit so erfolgreich. Denn Armut ist einer der wichtigsten Treiber der Waldzerstörung. Gemeinsam mit den Menschen vor Ort forsten wir Regenwald auf, richten Schutzgebiete ein und entwickeln alternative und waldschonende Einkommensquellen. Auch in Europa ist OroVerde aktiv: Umweltbildung in Schulen und Verbraucherinformationen schärfen das Bewusstsein für die Zusammenhänge zwischen Konsum und Regenwald. Wir gehen verantwortungsvoll mit Ihren Spenden um: Als eine der ersten Umweltorganisationen in Deutschland trägt OroVerde seit 2015 das DZI-Spendensiegel.

Oikocredit: Die internationale Genossenschaft engagiert sich für weltweite Solidarität und soziale Gerechtigkeit, indem sie Menschen und Organisationen die Möglichkeit bietet, ihr Geld verantwortlich anzulegen und damit nachhaltig Entwicklung in Ländern des globalen Südens fördert. In den drei Schwerpunktbereichen inklusives Finanzwesen, Landwirtschaft und fairer Handel sowie erneuerbare Energien vergibt Oikocredit Kredite und Kapitalbeteiligungen an rund 700 Partnerorganisationen weltweit. Anleger*innen bei Oikocredit geht es um die soziale Wirkung ihres Geldes, nicht um kurzfristige Profite und hohe Renditen.
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