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Mar Menor - Spanien
 

Das Mar Menor ist mit einer Fläche von ca. 135 km² das größte salzhaltige Binnengewässer in Europa und liegt in der Provinz Murcia im Südosten Spaniens. Das Mar Menor ist vom Mittelmeer durch eine 24 km lange Sandbank, der sogenannten La Manga getrennt. Die Breite dieser Sandbank beträgt stellenweise nur 100 Meter, maximal bis 1.200 Meter. La Manga selbst ist fast vollständig bebaut und zählt zu den Touristenhochburgen in der Region.

 

Die Länge der Küste um das Mar Menor beträgt 73 km. Die maximale Wassertiefe beträgt etwa 7 Meter, die durchschnittliche Tiefe 2 Meter. Innerhalb von Mar Menor liegen fünf Inseln: Perdiguera, Isla Mayor, Rondella, Isla del Ciervo und Isla des Sujeto.

 

Das Mar Menor und das Mittelmeer sind durch zwei Stauwehre in La Torre und El Ventorrillo sowie durch zwei Kanäle El Estacio und Marchamalo miteinander verbunden. Der Salzgehalt des Mar Menor liegt zwischen 42 und 47 g/l, wohingegen der des Mittelmeeres zwischen 36 und 37 g/l liegt.

 

Die durchschnittliche Wassertemperatur beträgt im Winterhalbjahr 12 °C und im Sommerhalbjahr 30 °C. Das milde und trockene Klima spiegelt sich auch in geringen Niederschlagsmengen - maximal 350 mm pro Jahr - und einer durchschnittlichen Lufttemperatur von 18 °C wider.

 

Die Region um das Mar Menor ist ein ideales Brut- und Überwinterungsgebiet für viele Vögel. In den Zeiten der Vögelzüge leben hier bis zu 1.500 Schwarzhalstaucher (Podiceps nigricollis) und bis zu 180 Seidenreiher (Egretta garzetta). Auch einige Schwalbenarten sind vertreten, u.a. die Brandseeschwalbe (Sterna sandvicensis), die Zwergseeschwalbe (Sterna albifrons), die Raubseeschwalbe (Sterna caspia) und die Flussseeschwalbe (Sterna hirundo).

 

Die Vegetation an den Ufern des Mar Menor ist stark durch den Einfluss des Salzwassers und der Trockenheit geprägt. Nur sehr genügsame Pflanzen können hier wachsen: Gliederzypressen (Tetraclinis articulata), Wirrer Bocksdorn (Lycium intricatum), Wacholderarten (Juniperis turbinata) sowie die Baumheide (Erica arborea).

 

Große Umweltprobleme in der Region entstehen durch die Ausbeutung der geringen Wasservorräte. Das Grundwasser wird zur Bewässerung großer Felder und Gewächshäuser sowie zur Versorgung der Anwohner und Touristen hochgepumpt. Als Folge versalzen viele Brunnen. Neben der hohen Bevölkerungsdichte (300 Einwohner pro km²) beeinflusst der Eintrag von Pestiziden aus der intensiven Landwirtschaft die Wasserqualität des Mar Menor negativ.

 

Die im Jahr 2005 neu gegründete Stiftung „Fundación del Mar Menor - CLUSTER" möchte die Umweltschutzaktivitäten vor Ort koordinieren und die verschiedenen Interessengruppen, insbesondere Touristiker, Gemeinden und die lokale Bevölkerung, aktiv mit einbinden.

 
 

Kontakt:

 

Mar Menor Foundation CLUSTER

Kontakt: Eduardo de Miguel

Tel.: +34 - 91 55 - 69 39 0

Fax: +34 - 91 55 - 69 89 5

E-Mail: edemiguel@fundacionglobalnature.org

 
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