Ressourcenschonung als CSR-Aufgabe im Mittelstand

 
 

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Projektzeitraum:

 

Projektpartner:

 

 

Förderer: 

Ressourcenschonung als CSR-Aufgabe im Mittelstand, Deutschland

 

März 2012 – Februar 2014

 

Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) der Fachhochschule Trier, adelphi

 

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im Rahmen des Programms "CSR - Gesellschaftliche Verantwortung im Mittelstand" und Europäischer Sozialfonds für Deutschland (ESF)

 

Publikationen

Biologische Vielfalt in kleinen und mittleren Unternehmen - Leitfaden zur Umsetzung von CSR (März 2015)

 

Die Broschüre will kleinen und mittleren Unternehmen einen direkten Zugang zu betrieblichen Maßnahmen ermöglichen. Kurze Texte fassen auf nur 24 Seiten die wichtigsten Hintergründe, nach betrieblichen Handlungsfeldern gegliedert, knapp zusammen und geben zahlreiche Hinweise für die Umsetzung im Betrieb. Rund 30 Beispiele aus ebenso vielen Branchen zeigen sehr praktisch an kleinen Projekten die zahllosen Handlungsmöglichkeiten, die sich KMUs bieten.

Gesellschaftliche Verantwortung im Mittelstand

Von Thomas Schaefer (Juli 2014)

 

CSR @ KMU - Ökologisches Wirtschaften im Mittelstand

Von Sascha Liese und Thomas Schaefer (Oktober 2012)

 

Hintergrund

Wirtschaften im Einklang mit der Natur ist eines der Hauptziele, die es mit der Nationalen Biodiversitätsstrategie zu erreiche gilt. In der Wirtschaft setzt sich dieser Ansatz allerdings erst langsam durch, obwohl Unternehmen von einer intakten Natur profitieren. Dies belegt auch eine zwischen November 2010 und Februar 2011 durchgeführte Umfrage der FH Birkenfeld zur Biodiversität unter 91 Unternehmen (davon 3/4 KMUs) aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Obwohl die Mehrheit (63 %) der befragten Führungskräfte angab, den Begriff Biodiversität bereits seit längerem zu kennen, konnten nur wenige (18 %) beschreiben, was Biodiversität beinhaltet. Fazit der Studie: Das Thema Biodiversität ist noch nicht auf der unternehmerischen Agenda der KMUs, speziell aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland, verankert.

 

Führungskräfte, die den Begriff Biodiversität mit Inhalt füllen können, nehmen Chancen für die nachhaltige Weiterentwicklung des eigenen Unternehmens eher wahr. KMUs können in ihrer direkten Umgebung einen konkreten und leicht umzusetzenden Beitrag zum Naturschutz leisten. Dazu zählen etwa die naturnahe Gestaltung von Firmengeländen oder der Einsatz von Mitarbeitern bei Naturschutzaktivitäten.

 

Weiterhin können entlang der Wertschöpfungskette zahlreiche Maßnahmen zum Erhalt von Artenvielfalt umgesetzt werden, die sich häufig auch werbewirksam und in bestimmten Fällen absatzfördernd darstellen lassen.

 

Besondere Bedeutung hat die Optimierung des Rohstoffverbrauchs. Seine deutliche Verringerung ist eine zentrale Voraussetzung, um nicht nur in Deutschland, sondern global die Verfügbarkeit von lebenswichtigen Ressourcen zu wahren und die Biodiversität zu erhalten. Gleichzeitig ist der Schutz von Biodiversität in einem erweiterten Ressourcenverständnis nichts anderes als ein  Einzelaspekt im Ressourcenschutz. Beide Aspekte, Ressourcenschutz und Biodiversität, sind daher mehrfach miteinander verknüpft. Das Vorhaben wird dieser Situation m dadurch gerecht, dass es beide Aspekte parallel und eng miteinander verknüpft behandelt. Für die beteiligten KMUs hat dies den Vorteil, dass sie hier auch erhebliche Kosteneinsparpotentiale erschließen können. Schätzungen der deutschen Materialeffizienzagentur (demea 2008) gehen von 100 Milliarden Euro an Einsparpotential bei Materialkosten in der deutschen Wirtschaft aus.

Ziele

Das Projekt berät und unterstützt KMUs im Saarland und Rheinland-Pfalz sich systematisch mit den Themen Rohstoffeffizienz und Biodiversitätsschutz auseinanderzusetzen sowie konkrete Maßnahmen zu ergreifen und Strategien zur Verbesserung der unternehmerischen Aktivitäten hinsichtlich der genannten Themen zu entwickeln. Ziel ist es, die KMUs für diese Themen zu sensibilisieren und Entwicklungen voranzubringen. Die Ergebnisse und vorgeschlagenen Maßnahmen werden in einem Leitfaden festgeschrieben und stehen somit für alle weiteren, interessierten KMUs als Hilfsmittel zur Verfügung.

Maßnahmen

In den KMUs werden Führungskräfte (Geschäftsführung, Qualitäts-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsbeauftragte) und Beschäftigte über die Bedeutung von Biodiversität (Natur, Arten) und Rohstoffen und deren Nutzen für das Unternehmen informiert. Mittels Beratungsseminaren und konkreter, individueller Ressourcen-Biodiversitäts-Check für die KMUs werden unternehmerische Risiken und Chancen von Biodiversität und Ressourcen ermittelt und dargestellt. Mit der Führungsebene werden konkrete Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt und zur Ressourceneffizienzsteigerung entwickelt und umgesetzt. Mit Hilfe einer individuell entwickelten CSR-Strategie, die die Themen Biodiversität und Ressourcen berücksichtigt, können die Unternehmen sich für den Erhalt von Rohstoffen und Natur als ist einen wichtigen CSR-Bestandteil engagieren und gegebenenfalls auch noch weiterreichend Einfluss nehmen (Zulieferer, Dienstleister). Die Ergebnisse und Maßnahmen können auf andere Unternehmen und Branchen übertragen werden, wodurch eine nachhaltige Projektwirkung langfristig gewährleistet ist. 

Förderer

Das Projekt "Ressourcenschonung als CSR-Aufgabe im Mittelstand" wird im Rahmen des Programms "CSR - Gesellschaftliche Verantwortung im Mittelstand" durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Kontakt

Dr. Thomas Schaefer

Global Nature Fund - Büro Radolfzell

Tel.: +49 - (0) 77 32 - 99 95 - 89

E-Mail: schaefer@globalnature.org

 Biologische Vielfalt in kleinen und mittleren Unternehmen
Leitfaden zur Umsetzung von CSR
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