Nachhaltigkeit im Automobilsektor

 
 

Offizieller Projekttitel:

 

 

Projektlaufzeit:

 

Projektpartner:

 

 

Förderer:

Nachhaltiger Rohstoffabbau und Ressourceneffizienz durch nachhaltigen Konsum im Automobilsektor in Deutschland

 

November 2012 – März 2014

 

SÜDWIND (Koordinator), Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP)

 

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), Umweltbundesamt (UBA)

 

Publikationen

 
 

Hintergrund

Aufgrund geringer oder nicht vorhandener eigener Rohstoffvorkommen sind Deutschland und die Europäische Union bei vielen Rohstoffen, die für den Automobilsektor dringend benötigt werden, von Importen abhängig. Während die Nachfrage nach entsprechenden Rohstoffen wächst, werden einschlägigen Prognosen zufolge einige Rohstoffe (z.B. Kupfer, Silber, Zinn, Germanium) in der Zukunft knapp oder aufgrund höherer Erschließungskosten deutlich teurer.

 

In vielen Fördergebieten für metallische und andere Rohstoffe gibt es erhebliche ökologische und soziale Probleme, die oftmals von gewalttätigen Konflikten begleitet werden. Es steht zu befürchten, dass sich diese Probleme noch verschärfen, wenn der Abbau von Rohstoffvorkommen in ökologisch und sozial fragilen Regionen weiter vorangetrieben wird.

 

Gleichzeitig entstehen verschiedene Regelwerke, Initiativen und Zertifizierungsschemata, die darauf abzielen, die Transparenz und Rückverfolgbarkeit von metallischen Rohstoffen zu verbessern und soziale und ökologische Folgeschäden zu verringern.

Projektziele

Mit dem Projekt möchten wir die verarbeitende Industrie im Automobilsektor dazu anregen, existierende Standards für nachhaltigeren Rohstoffabbau und transparente Lieferketten zu unterstützen und fortzuentwickeln sowie die Ressourceneffizienz in der Automobilproduktion weiter zu erhöhen. Außerdem sollen die EndkonsumentInnen für die sozialen und ökologischen Auswirkungen des Rohstoffabbaus sensibilisiert werden. Dies soll den Anteil an „nachhaltigeren“ und zertifizierten Rohstoffen in der Automobilproduktion erhöhen. Bestehenden Ansätze und Erfahrungen aus der Elektronikindustrie möchten wir dabei auf den deutschen Automobilsektor übertragen und einer breiteren Öffentlichkeit bekannt machen.

 

Die gesamte Automobilbranche als ein wichtiger Verbraucher metallischer Rohstoffe soll ihren Beitrag dazu leisten, dass Ressourcen effizienter genutzt, die sozialökologischen Auswirkungen des Ressourcenverbrauchs verringert  und eine nachhaltigere Entwicklung in den Herkunftsländern ermöglicht wird.

Projektmaßnahmen

Entscheidungsträger und VertreterInnen aus dem Automobilsektor wollen wir durch Publikationen, Vorträge und Konferenzen über ökologische und soziale Standards bei Rohstoffabbauprojekten informieren und einen Dialog starten zur Weiterentwicklung existierender Standards und die Erhöhung der Ressourceneffizienz.

 

NGOs und andere zivilgesellschaftlichen Organisationen möchten wir als Multiplikatoren gewinnen. Sie erhalten fundierte Informationen, mit denen sie an der öffentlichen und politischen Diskussion zum Thema Rohstoffabbau, Ressourceneffizienz, Ökosystemschutz und nachhaltige Entwicklung teilnehmen können.

Förderhinweis

Dieses Projekt wird aus Erlösen der 11. Briefmarke mit dem Plus "Für den Umweltschutz" zum Thema "Ressourcenschutz" unter dem Motto "Abfall ist Rohstoff" durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und das Umweltbundesamt (UBA) gefördert.

Kontakt

Stefan Hörmann

Global Nature Fund (GNF) - Büro Bonn

Tel.: +49 (0) 228 - 184 86 94 - 11 

E-Mail: hoermann@globalnature.org

 Rohstoffgewinnung im Tagebau

Foto: © Storm Crypt - Flickr.com

 
 Rohstoffgewinnung im Stollen

Foto: © Phill.D - Flickr.com

 

Projektpartner

Projektförderer

 Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und Umwelt Bundesamt (UBA)