Warum Nerpa weint

 
 

Projektlaufzeit:

 

Projektgebiet:

 

Projektpartner:

 

Förderer:  

Mai 2013 – April 2014

 

Russland

 

Baikal Information Center GRAN

 

EthikBank

 

Hintergrund

Die Baikalrobbe, auch Nerpa genannt, ist das Symbol des Baikalsees sowie eine der bekanntesten endemischen Tierarten. Trotz des offiziellen Jagdverbots werden insbesondere junge Tiere immer noch oft genug zu Opfern von Wilderei. Den Besuchern, aber auch den Einheimischen fehlen oft die einfachsten Kenntnisse über diese seltene Tierart.

 

Auf den Fotos scheint die Baikalrobbe immer Tränen in den Augen zu haben – „Warum Nerpa weint“, wird im Rahmen des Projekts erklärt, das die Baikalrobbe als Sympathieträger am Baikalsee in den Mittelpunkt stellt. Neben Seminaren für Pädagogen und Schüler sowie einem Wettbewerb für Jugendliche beinhalten die geplanten Maßnahmen Einrichtung einer modernen interaktiven Ausstellung im Burjatischen Naturmuseum in Ulan-Ude. Hier bekommen Klein und Groß die Möglichkeit, sich in die junge Robbe Kuma zu verwandeln und im Spiel „unter Wasser zu tauchen“, um die Wasserwelt mit ihren Augen zu erkunden. Ermöglicht wurde die Umsetzung des Vorhabens durch die Unterstützung der EthikBank.

Projektziele

Zu den übergeordneten Projektzielen gehören einerseits Information und Sensibilisierung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus Ulan-Ude und Umgebung sowie andererseits Besucher der Region über die Natur- und Kulturwerte des Baikalsees und die Notwendigkeit, den See zu schützen, zu informieren.

 

Konkrete Ziele

  • Schutz der Baikalrobbe durch Umweltbildung und Stärkung des ökologischen Bewusstseins;
  • Einrichtung einer interaktiven Museumsexposition;
  • Erläuterung der Rolle der Baikalrobbe im Ökosystem des Baikalsees;
  • Beitrag zur Bereicherung vorhandener Kenntnisse über die Natur der Baikalregion;
  • Förderung des Respekts gegenüber dem Baikalsee und den Werten der Natur im Allgemeinen und Bildung zur nachhaltigen Nutzung von natürlichen Ressourcen;
  • Förderung der Handfertigkeiten bei den Kindern bei der Arbeit mit verschiedenen Materialien.

Projektmaßnahmen

1. Einrichtung der Museumsexposition. In der Ausstellung wird ein realitätsnaher „Lagerplatz der Robben“ mit echtem Robbenbalg und „Winterhöhle“ mit dem Robbenjungtier dargestellt. Die Ausstellung wird ausführlich über die Lebensweise, Ernährung, Vermehrung und den Schutz der Tiere erzählen.

 

2. Ausarbeitung und Umsetzung interaktiver Begegnungen mit den Besuchern. Die Mitarbeiter des Museums zusammen mit GRAN-Experten erarbeiten eine Reihe interaktiver Technologien, um die Bekanntschaft mit der Baikalrobbe für die Kinder attraktiv und eindrücklich zu gestalten. Junge Museumsbesucher bekommen die Möglichkeit, sich in die junge Robbe Kuma zu verwandeln, „unter Wasser zu tauchen“ und sich die Wasserwelt mit ihren Augen anzuschauen. Junge Gäste nehmen an verschiedenen Bastelworkshops teil sowie an kreativen Spielen und Wettbewerben. Auch Filme über die Robbe werden angeboten. Der Spielplatz  der jungen Robbe Kuma erfüllt die Träume vieler Kinder – den Wundersee – den Baikalsee – zu besuchen.

 

3. Durchführung eines Bildungsseminars für Pädagogen und Workshops für die Schüler. In die Erarbeitung des Inhaltes von Bildungsseminaren werden Fachleute der Museumspädagogik aus Moskau, Experten von GRAN und die Mitarbeiter des Naturmuseums in Ulan-Ude einbezogen.

 

4. Zusammenstellung und Veröffentlichung einer Broschüre über die Baikalrobbe. Es sind drei Broschüren für kleine Kinder geplant: „Wo wohnt die Robbe?“, „Was isst eine Robbe gern?“, „Warum wechsele ich meine Farbe?“. Außerdem sollen zwei Infoflyer für den Schutz der Baikalrobbe verteilt werden.

 

5. Analytischer Teil – Zusammenfassung, Bewertung, Monitoring der Auswirkungen auf das Umweltbewusstsein der Museumsbesucher. 

 

Die Ausstellung über die Robbe wird einen signifikanten Beitrag der Bildung und Verbreitung einer Werteideologie von Natur, Umweltschutz und Umweltbildung leisten. Pro Jahr werden ca. 20.000 Besucher erwartet, ca. 35.000 Kinder und Jugendliche nehmen an den geplanten Aktivitäten teil.

 

Die Exposition kann für verschiedene Bildungsmaßnahmen zum Thema Baikalsee eingesetzt werden: ökologische Festtage – Tag des Wassers, Tag des Baikalsees, den Umweltschutztag, Vorlesungen und themenbezogene Exkursionen.

 

Projektpartner

Baikal Information Center GRAN

Dr. Nina Dagbaeva

Office 1, 9 Borsoeva St.

Ulan-Ude, Buryatia, Russia 670000

Tel. / Fax: + 7 - 30 12 - 21 70 73

E-Mail: gran.baikal@mail.ru

Kontakt beim GNF

Dr. Thomas Schaefer

Global Nature Fund (GNF) - Büro Radolfzell

Tel.: +49 (0) 77 32 -  99 95 - 89

E-Mail: schaefer@globalnature.org

 Baikal Information Center GRAN