Artenschutz hat oberste Priorität

CITES-Konferenz beschließt weitgreifende Maßnahmen

 

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks zieht eine positive Bilanz der Weltartenschutzkonferenz in Johannesburg, die vom 24. September bis 5. Oktober 2016 in Südafrika stattfand. Ein wichtiger Rückenwind für Projekte des Global Nature Fund: Strengere Auflagen und Handelsverbote sollen in Zukunft stark bedrohte Arten, wie z.B. Elefanten und Nashörner, besser schützen. Hierbei konnte insbesondere Deutschland die Aufrechterhaltung des Handelsverbotes von Elfenbein und Nashornhorn durchsetzen. Auch der zunehmende Handel mit Löwenknochen und Export von Jagdtrophäen wird eingedämmt. Zudem verpflichten sich die Länder mit Löwenpopulationen, eine gemeinsame Strategie zum besseren Schutz zu vereinbaren.

 

Im Vorfeld der Konferenz besuchte Frau Hendricks Projektgebiete des GNF in Kenia und Südafrika, in denen Maßnahmen zur Bekämpfung der Wilderei vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziell unterstützt und in Kooperation mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GIZ umgesetzt werden. Ihre Reise führte Frau Hendricks zuerst in das Somkhanda Game Reserve im nördlichen Teil der Provinz KwaZulu-Natal, wo der Global Nature Fund mit seiner südafrikanischen Partnerorganisation Wildlands Conservation Trust (WCT) Projekte zum Arten- und insbesondere zum Nashornschutz durchführt. Auch Hendricks anschließender Besuch in der Nähe des kenianischen Amboseli Nationalpark stand im Zeichen der Wildereibekämpfung. In dieser Region kooperiert der GNF mit der African Wildlife Foundation (AWF).

 

In den Projektmaßnahmen steht steht die lokale Bevölkerung als wichtiger Partner in Sachen Natur- und Artenschutz im Vordergrund. Einerseits profitieren die Einwohner im Somkhanda Wildreservat durch die Schaffung alternativer Einkommensquellen durch sanften Tourismus, und andererseits wird die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Wildhütern und der Anrainerbevölkerung gefördert. Dadurch wird die Bedeutung des Nashornschutzes unterstrichen und von der Bevölkerung mitgetragen.

 

Die Ergebnisse und neuen Vorgaben der CITES-Konferenz und der Rückhalt durch Regierungen, NGOs und Einwohner sind ein positives Signal für den Populationserhalt seltener und bedrohter Arten und motivieren uns, uns weiterhin gegen die Wilderei stark zu machen.

 Frau Hendricks im Amboseli Nationalpark, Kenia
 Ranger zeigen der Ministerin den Nationalpark
 Frau Hendricks im Gespräch mit der Bevölkerung
 Beim Projektbesuch in Südafrika
 Grenzüberschreitender Workshop für Ranger