Lebendiger See des Jahres 2016: Bodensee

 Foto: Manuel Schönfeld - Fotolia.com

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Der Bodensee ist mit einer Gesamtfläche von 536 km² der drittgrößte Binnensee Mitteleuropas. Deutschland, Schweiz und Österreich grenzen an den See. Diese Länder kümmern sich gemeinsam mit dem Fürstentum Liechtenstein im Rahmen der Internationalen Bodenseekonferenz und weiterer Kommissionen um den Schutz des Gewässers.

 

Der Bodensee ist der größte Trinkwasserspeicher Mitteleuropas und versorgt 4,5 Millionen Menschen mit Trinkwasser. Der See fördert mit seinem Mikroklima die Landwirtschaft – insbesondere den Obstanbau – und ist die wichtigste Attraktion der gesamten Urlaubsregion.

 

Nach der letzten Eiszeit vor etwa 14.000 Jahren war der See etwa doppelt so groß wie heute. Dank der immensen Sedimentfracht, die der Rhein aus den Alpen noch heute anschwemmt, schrumpfte der Bodensee innerhalb von etwa 4.000 Jahren auf seine heutige Größe. Im 9. Jahrhundert wurde der kleine Ort Bodman zum Namenspaten. In anderen Sprachen heißt der See nach seiner größten Stadt: „Lake Constance“ oder „Lac de Constance“.

 

Wasserqualität, Schifffahrt und Fischerei am See sind gute Beispiele für eine erfolgreiche internationale Zusammenarbeit. Noch in den 80er Jahren war der Bodensee durch die Überdüngung als „stark verschmutztes" Gewässer klassifiziert. Mehr als 3,5 Milliarden Euro wurden in den Bau von Kläranlagen investiert und eine konsequente Politik zur Verbesserung der Wasserqualität umgesetzt. Grenzüberschreitende Raumplanung und Reduzierung der Flächeninanspruchnahme in der dicht besiedelten Region, Naturschutz und umweltfreundliche Mobilität mit wachsendem Tourismus und Zuzug stellen neue Herausforderungen für die Zukunft dar.

 

Die Bodensee-Stiftung (BoSti) koordiniert den Umweltrat Bodensee mit 20 lokalen Naturschutzverbänden aus der Schweiz, Österreich und Deutschland. Die NGOs verabschieden gemeinsame Positionspapiere für die Region als Hotspot für die Biodiversität. Die Aktivitäten der Stiftung sind breit gefächert: Förderung der umweltverträglichen Landwirtschaft und erneuerbarer Energien, das Netzwerk Blühender Bodensee mit Kommunen, Landwirten und Unternehmen, die Blühflächen für Wildbienen und andere Insekten anlegen. Die BoSti  hat gemeinsam mit Partnern die Marke „Gutes vom See“ entwickelt und das Netzwerk Ecocamping ins Leben gerufen.

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Weitere Informationen zum Bodensee

DUHwelt 2/2016 (Juni 2016)

Die Helden vom Bodensee

 Blick über den Bodensee

© Sven Schulz, Bodensee-Stiftung

 Ufer am Bodensee
 Über 50.000 Boote sind auf dem Bodensee zugelassen.
 Blühflächen für Insekten sind das zentrale Anliegen des Netzwerkes Blühender Bodensee.
 Haubentaucher

© Sven Schulz, Bodensee-Stiftung

 Frühlingsblüten auf der Insel Mainau
 Alpenkulisse im Hintergrund am Bodensee
 

Seenpartner

Bodensee-Stiftung
Internationale Stiftung für Natur und Kultur
Marion Hammerl
Fritz-Reichle-Ring 4
78315 Radolfzell, Deutschland
Tel.: + 49 - (0) 77 32 - 99 95 - 40
E-Mail: marion.hammerl@bodensee-stiftung.org
Website: www.bodensee-stiftung.org

 Logo der Bodensee-Stiftung
 

Verkehrsanbindung

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: mit IC bis Konstanz, ÖPNV bis Radolfzell, Friedrichshafen oder Lindau. Die meisten Städte dem Ufer entlang sind über Eisenbahnstrecken verbunden.

 

Auf dem Wasserweg: im regelmäßigen Takt verkehren auf dem Bodensee Katamarane, Fähren und im Sommer auch Ausflugsschiffe. Infos unter www.bodenseeschifffahrt.de.