La Mancha Feuchtgebiete – Spanien

 

Linsenanbau im spanischen Feuchtgebiet La Mancha

Der ökologische und nachhaltige Anbau von zwei traditionellen Linsensorten, den Pardina- und den Troja-Linsen, sichert zum einen die Grundversorgung der im Feuchtgebiet lebenden, überwinternden oder rastenden Vögel. Zum anderen wird die Erhaltung und Wiederbelebung traditioneller Anbaukulturen von Hülsenfrüchten durch das Projekt der Fundación Global Nature sichergestellt. Zudem wird die Fruchtbarkeit der Böden durch den Linsenanbau gesteigert, weil bei allen Hülsenfrüchtlern (Leguminosen) sogenannte Knöllchenbakterien Luftstickstoff im Boden binden.

 

Derzeit werden auf einer Fläche von 375 Hektar Troja-Linsen angebaut. Und seit 2011 werden Pardina-Linsen kultiviert – im Moment auf einer Fläche von 114 Hektar. Der „Linsen-Überschuss“, den die Vögel nicht benötigen, wird vermarktet, somit wird das Projekt finanziert und erhalten.

 

Die La Mancha Feuchtgebiete (spanisch: Humedales de la Mancha) liegen im Regierungsbezirk Castilla - La Mancha in Spanien. Die Feuchtgebiete bedecken eine Fläche von 40 km² und sind unterteilt in 27 Feuchtgebiete, die im La Mancha Wetlands Nature 2000 Sites liegen, 15 Feuchtgebiete im Ruidera Natural Park und ein Feuchtgebiet im Daimiel National Park.

 

Das Wasser der Feuchtgebiete hat zum einen Trinkwasserqualität, kann aber auch einen salzigen bis stark salzigen Charakter aufweisen, die elektrische Leitfähigkeit liegt zwischen 500 und 50.000 µS/cm. Die Feuchtgebiete sind flache Seen mit einer Tiefe zwischen 1,5 und 2 Metern. Nur die Feuchtgebiete innerhalb des Ruidera Natural Park haben Tiefen bis zu 20 Metern.

 

Die La Mancha Feuchtgebiete bilden einen einzigartigen Lebensraum für hoch spezialisierte Flora und Fauna. Einige endemische Arten sind bedroht, wie das Helianthemum polygonoides. Viele Vögel nutzen die Feuchtgebiete zum Überwintern, wie Krickente (Anas crecca), Pfeifente (Anas penelope), Schnatterente (Anas strepera), Löffelente (Anas clypeata), Weißkopfruderente (Oxyura leucocephala), Rohrdommel (Botaurus stellaris) und Schwarzhalstaucher (Podiceps nigricollis).

 

Die Feuchtgebiete sind von mediteranem Wald, saisonalem Weideland und Feldern (Getreide, Weinberge und Olivenbäume) umgeben. Diese landwirtschaftlichen Aktivitäten haben den größten negativen Einfluss auf die Erhaltung des Grundwassers und der Feuchtgebiete. Immense Wassermengen werden für die Bewässerung der Felder benötigt. Auch der Einsatz von Nitraten und Phosphaten hat negative Auswirkungen auf die Biologie der Feuchtgebiete.

 

1980 erklärte die UNESCO die La Mancha Feuchtgebiete zum Biosphärenreservat, weil sie für Wasservögel sehr bedeutend sind und eine reiche biologische Vielfalt besitzen. Der Feuchtgebietskomplex zählt zu den artenreichsten Feuchtgebieten im westlichen Europa.

 La Mancha Feuchtgebiete
 Flamingos
 Salzlagune
 

Auszeichnung durch die Fundación Daniel y Nina Carasso

Die Fundación Global Nature wurde durch einen Preis für ihre Innovationsprojekte der nachhaltigen Landwirtschaft ausgezeichnet. Die Organisation und ihr Projekt „Differenziertes Marketing basierend auf dem Nutzen für die biologische Vielfalt" waren der Gewinner in der Kategorie „Nahrung, von der Mensch und Umwelt profitiert" der Daniel und Nina Carasso Stiftung. Die Preisverleihung fand am 3. November 2015 im spanischen Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt in Madrid statt.

Weitere Informationen (in spanischer Sprache) ...

 Gruppenbild bei der Preisverleihung in Madrid im  November 2015
 

Partnerorganisationen

Fundación Global Nature (FGN)

Eduardo de Miguel

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28231 Las Rozas de Madrid (Madrid), Spanien

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E-Mail: edemiguel@fundacionglobalnature.org

Website: www.fundacionglobalnature.org

 

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Mariano Velasco Lizcano

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Fax: + 34 - 926 545 793

E-Mail: mvelasco@altoguadiana.es

Website: www.altoguadiana.es

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