Erste Solar Lakes-Konferenz

"Einsatz erneuerbarer Energien in europäischen Seenregionen in Einklang mit dem Naturschutz"

 
 

Der Einsatz erneuerbarer Energien in europäischen Seenregionen war das Schwerpunkthema der ersten Solar Lakes-Konferenz, die vom Global Nature Fund (GNF) vom 24. bis 27. September 2006 in Friedrichshafen organisiert wurde. Dabei stand der Ausbau von alternativen Energien unter Berücksichtigung von Naturschutzaspekten im Vordergrund. Experten aus ganz Europa referierten zu den Themen Energieeffizienz in Seengemeinden als Beitrag zum Klimaschutz, den Einsatz erneuerbarer Energien in Unternehmen, intelligente Energienutzung im Tourismusbereich und Finanzierungsinstrumente für nachhaltige Energiesysteme. Herausragende Praxisbeispiele und eine Exkursion in die Bodenseeregion rundeten das Programm ab. Rund 80 Tourismusexperten, Gemeindevertreter, Experten aus dem Energiebereich sowie dem Natur- und Umweltschutzsektor nahmen an dieser Fachtagung teil.

 

In den kommenden Jahren werden sich Klimaveränderungen in Seenregionen weltweit bemerkbar machen. Schwankungen des Wasserspiegels und Auswirkungen auf die Wasserqualität sind nur einige der erwarteten Effekte. Durch das Ansteigen der Umgebungstemperatur wird sich langfristig die Biodiversität verändern und Einfluss auf die Fischerei und andere wirtschaftliche Aktivitäten rund um die Seen haben. Mit der Solar Lakes-Konferenz wurden Ansätze für nachhaltige und klimafreundliche Lösungen für die zukünftige Energieversorgung in Seenregionen vorgestellt. 

 

Im Rahmend der Konferenz veröffentlichte der GNF ein Thesenpapier, in dem die Ziele für die Nutzung von erneuerbaren Energien in Seeregionen unter Beachtung von Naturschutzaspekten dargelegt und entsprechende Lösungsmöglichkeiten vorgestellt werden.

 
 
 

Konferenzhintergrund und Ziele

 

Möglicherweise werden in den nächsten Jahrzehnten unsere Energieressourcen zur Neige gehen, was erhöhte Energieimporte zur Folge hat. Momentan werden etwas 95 % des Energiebedarfs von fossilen Brennstoffen gedeckt. Jedoch setzt die Verbrennung fossiler Brennstoffe auch klimaschädliche Abgase frei, weswegen die Europäische Union eine Verbreitung und Verbesserung von erneuerbaren Energiesystemen anstrebt.

 

Die Entwicklung von Alternativen kann aber auch zu Konflikten mit dem Umweltschutz und zur Beeinträchtigung der  Biodiversität führen. Daher müssen Umweltschutzmaßnahmen auch bei der Planung und Entwicklung von erneuerbaren Energiesystemen vorrangig berücksichtigt werden. Der Klimawandel wird einen zunehmenden Einfluss auf Seeregionen weltweit ausüben. Es ist zu erwarten, dass Pegelschwankungen und Veränderungen in der Wasserqualität auftreten werden. Globale Temperaturänderungen werden außerdem Auswirkungen auf die Artenvielfalt von Seen und Feuchtgebieten haben. 

 

Ziele der Konferenz waren das Zusammenbringen verschiedener Interessensgruppen, um die Herausforderungen und Potenziale des Einsatzes von erneuerbarer Energien in Seenregionen zu diskutieren, das Vorstellen von erfolgreichen Praxisbeispielen aus diesem Bereich und die Bewusstseinsbildung bei Entscheidungsträgern für die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von innovativen Technologien. 

 

 

Konferenzthemen

 

Die Konferenz war in drei Themenfelder unterteilt:

 

„Richtung Sonne: Erneuerbare Energien in Seeregionen"

„Nachhaltiger Tourismus und solare Mobilität an euröpäischen Seen"

„Instrumente zur Finanzierung und Akzeptanzsteigerung erneuerbarer Energietechnologien"

 

Jedes Thema war nochmals in Unterbereiche aufgeteilt.

 

Die Konferenzdokumentation enthält alle auf der Konferenz gehaltenen Präsentationen sowie das oben genannte Thesenpapier.

 

 

Ergebnisse und Perspektiven

 

Fossile Ressourcen sind begrenzt und beeinflussen unser Klima durch die Freisetzung von Emissionen bei der Verbrennung. Daher muss der Anteil an erneuerbaren Energien ausgebaut und die Energienutzung effizienter werden. Die Kombination beider Ziele könnte dazu beitragen, die Abhängigkeit von Energieimporten zu reduzieren und eine Stabilität der Energiepreise zu gewährleisten. Erneuerbare Energien sind nicht nur eine Jobmaschine, sondern auch ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor.

 

Die auf der Konferenz vorgestellten Beispiele haben gezeigt, dass der Einsatz erneuerbarer Energien auf kommunaler Ebene und im wirtschaftlichen Bereich durchaus finanzielle Einsparungen bringt und dass Beiträge zum Klimaschutz eine Vorbildsfunktion zur Folge haben können. Im Tourismus gibt es auch unzählige Möglichkeiten zur Anwendung von alternativen Technologien, z.B. auf Campingplätzen, im Verkehrsbereich oder in Naturschutzgebieten. Um Konflikte zwischen erneuerbaren Energien und Umweltschutzzielen zu vermeiden, muss ein Dialog zwischen den verschiedenen Interessensgruppen von Anfang geführt werden. Die Praxisbeispiele müssen in Gebiete mit ähnlichen Problemen übertragen werden, womit zur Reduzierung von CO2-Emissionen und zur Verbesserung der ökologischen Gesamtsituation beigetragen werden kann. Da Klima- und Umweltschutz fachübergreifendes Know-how erfordert, ist eine effektive Kommunikation zwischen den einzelnen Interessensvertretern unabdingbar. Umweltschutzmaßnahmen müssen bei der Entwicklung von neuen Technologien berücksichtigt werden. Zu dieser Bewusstseinsbildung hat die Solar Lakes-Konferenz einen Beitrag geleistet.

 
 

Nachfolgend finden Sie die detaillierte Dokumentation der Solar Lakes-Konferenz, das Thesenpapier zu Erneuerbaren Energien und Naturschutz in Seenregionen Europas, den Informationsflyer und das Programm der Solar Lakes-Konferenz. In englischer Sprache finden Sie außerdem als Download-Dateien den Bericht sowie die Zusammenfassung zur Solar Lakes-Konferenz.

 
 
 
 
 
 
 
 

Partner der Konferenz waren die Deutsche Umwelthilfe, die Bodensee-Stiftung, die Stadt Friedrichshafen und das mittelständische Unternehmen Kärcher GmbH und Co. KG.

 

Die Konferenz wurde durch Intelligent Energy Europe sowie durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und das Umweltbundesamt (UBA) aus Mitteln des 8. Sonderpostwertzeichens "Klimaschutz geht alle an" unterstützt.

 
 
 Logo IEE
 Logo BMU
 Logo UBA
 

Veranstaltungszeitraum:

 

Veranstaltungsort:

 

24. - 27. September 2006

 

Friedrichshafen am Bodensee, Deutschland,

Messe INTERBOOT

 
 

Gastgeber:

Global Nature Fund (GNF)

Fritz-Reichle-Ring 4, 78315 Radolfzell, Deutschland

Tel.: + 49 - (0) 77 32 - 99 95 - 0

Fax: + 49 - (0) 77 32 - 99 95 - 88

E-Mail: info@globalnature.org

 

Konferenzabwicklung:

DUH Umweltschutz-Service GmbH

Fritz-Reichle-Ring 4, 78315 Radolfzell, Deutschland

Tel.: + 49 - (0) 77 32 - 99 95 - 0

Fax: + 49 - (0) 77 32 - 99 95 - 77

E-Mail: info@duh.de