Kolindsund Feuchtgebiete – Dänemark

 

Seit April 2011

Kooperation zwischen Friends of Kolindsund und Aaarhus School of Architecture

 

Die Kolindsund Feuchtgebiete sind Teil einer Meerenge (Djursland). Sie liegen inmitten von Jutland in Dänemark und sind in eine landwirtschaftlich genutzte Umgebung eingebettet. Djursland erstreckt sich entlang einer der drei wichtigsten Routen für Zugvögel an der Küste Dänemarks. Man findet dort Moore, Wiesen, kleine Seen und Teiche. Das Gebiet Kolindsund liegt unter Meereshöhe und der tiefste Punkt befindet sich etwa vier Meter unter DNN (Dänisch Normal Null). Im Sommer 1874 wurde entschieden, dass der See zu agrarwirtschaftlichen Zwecken vollständig trockengelegt werden soll. Ein Hauptentwässerungskanal wurde gebaut und die Trockenlegung begann.

Seither hat das Gebiet keinen Schutzstatus. Der See ist komplett entwässert und wird unter hohen Pumpkosten trocken gehalten. Die Flächen werden landwirtschaftlich genutzt, doch mehr und mehr davon werden aufgegeben, da sich organische Substanzen am Grunde des Seebeckens immer weiter absenken. Etwa ein Viertel der Flächen wurden aufgegeben, da sie für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung nicht trocken genug gehalten werden können.

 

Das Ziel der Organisation Kolindsunds Venner (Freunde des Kolindsund) ist die Renaturierung der Riedsümpfe und der Wiederherstellung des Sees. Auf einer Fläche von 100 Hektar bildeten sich seit 1967 die Riedsümpfe zurück und diese Entwicklung setzt sich mit steigender Geschwindigkeit fort. Sobald die Kolindsund Feuchtgebiete wieder hergestellt sind, werden sie schnell zu einem der wichtigsten Brutplätze für Zugvögel in Dänemark werden.

Die Lobbyarbeit der Organisation in den vergangenen Jahren hat das Bewusstsein der Politiker und auch der Bevölkerung gestärkt, den Kolindsund See sowie seine umliegenden Feuchtgebiete zu renaturieren. In der Zwischenzeit funktioniert eine zufriedenstellende Abwasserbehandlung und auch die Wasserentnahme konnte gesenkt werden. Einzig die Nitrat-Konzentration liegt noch über dem geforderten Grenzwert.

 

Ziel ist es, den Kolindsund See in den nächsten zehn Jahren wieder zu renaturieren und in einen neu zu schaffenden Nationalpark zu integrieren.

Bisherige Probleme

Neben dem Absinken des Wasserspiegels in den umgebenden Gebieten belasteten die Nitrat-Konzentration, der Anstieg des salzhaltigen Grundwassers unterhalb des Sees sowie ungeklärte Abwässer die Qualität und Menge des Wassers in den überschwemmten Gebieten.

 

Biodiversität

Die Kolindsund Feuchtgebiete sind Heimat für eine Vielzahl von Vögeln und Fischen. 178 Vogelarten kommen dort vor, wie Feldlerche, Goldregenpfeifer, Zwergschwan, Lachmöwe, Rothalstaucher und Seeadler.

 

In der nachfolgenden pdf-Datei finden Sie eine vollständige Auflistung der Vogelarten, die in den Kolindsund Feuchtgebieten zu finden sind.

 
 Überflutete Gebiete
 Nördlicher Kanal
 Zufluss
 Pumpenstation
 Landschaft
 Feldlerche
 Weidenmeise
 Rotschenkel
 Uferschnepfe
Alle Fotos von Jesper Nielsen.
 

Partnerorganisation

Kolindsunds Venner – Freunde des Kolindsund

Jesper Nielsen, Vorsitzender

Laerkevej 2; Ryomgaard, Dänemark

Tel: + 45 - 86 39 - 43 18

E-Mail: jini@fiber.dk  

Website: www.kolindsund.dk 

Diese Nichtregierungsorganisation wurde im März 1999 gegründet. Ihr Ziel ist die Renaturierung der Kolindsund Feuchtgebiete und die Wiederherstellung des Sees.

 Kolindsund Venner