Chapala See – Mexiko

 

Der Chapala See ist mit einer maximalen Kapazität von 8 Milliarden m³ der größte Süßwassersee Mexikos. Der Wasserstand variiert während des Jahres bedingt durch saisonale Regenfälle, längere Perioden von Trockenheit, starke Regenfälle und durch Dämme ausgelösten Wasseranstieg. Im November 2009 erstreckte sich die Wasserfläche über 1.147 km², mit einer durchschnittlichen Tiefe von 8 Metern, was einem Wasservolumen von etwa 5,5 Milliarden m³ oder einer Kapazität von 68 % entsprach. Die staatliche Wasserbehörde von Jalisco zeichnet die Informationen über die Wasserstände auf, die auf der Webseite veröffentlicht sind. http://www.ceajalisco.gob.mx/chapala.html .

Dieser hoch gelegene Flachwassersee befindet sich in einem der geologisch jüngsten Gebiete des amerikanischen Kontinents. Der See entstand während des späten Pleistozän-Zeitalters vor ungefähr 38.000 Jahren. Weitere Informationen über die geologische Geschichte des Chapala Sees finden Sie unter: http://www.mexconnect.com/articles/2591-the-geology-and-geography-of-lake-chapala-and-western-mexico .

Der See spielt für die Zugvögel Nordamerikas eine wichtige Rolle, z.B. für den Nashornpelikan (Pelecanus erythrorhynchos) aus Zentralkanada, der von November bis März am Chapala See überwintert. Es gibt zudem eine große und vielfältige Population von heimischen Vögeln rund um den See. Weitere Informationen über die Vogelarten sowie örtliche Vogelbeobachtungen finden Sie unter: http://www.avesajijic.com/.

 

Der Chapala See ist extrem gefährdet. 11 Millionen Menschen leben im Einzugsgebiet des Sees, das sind etwa 10 % der Gesamtbevölkerung Mexikos. Das Konfliktpotential über die Nutzung der regionalen Wasservorkommen ist durch Raubbau und Verschmutzung bedingt sehr hoch. Rund 81 % der Fläche des gesamten Einzugsgebietes werden agrarwirtschaftlich genutzt und der Anteil bewässerter Flächen verfünffachte sich in den letzten 50 Jahren.

Die Hauptzufluss an Wasser in den Chapala See erfolgt durch den Lerma Fluss, der nahe Toluca im Bundesland Mexiko entspringt und durch die Bundesländer Michoacán und Guanajuato fließt, bevor er Jalisco erreicht. Das Wasser, das über den Fluss in den Chapala See fließt, ist aufgrund unzureichender Abwasserreinigung stark  mit Schwermetallen und anderen giftigen Substanzen verschmutzt. Zusätzlich leiten viele Städte rund um den See ihr Schmutz- und Abwasser ungeklärt in den See. Die angeordnete „Föderale Zone“ um den See herum, wo die Bebauung verboten ist, leidet unter zunehmendem Eindringen von Landbesitzern. 

 

Elf große Dämme wurden flussaufwärts am Lerma errichtet, um Wasser für die Industrie, Trinkwasser und zur Bewässerung abzuleiten. 70 % des Trinkwassers gehen nach Guadalajara und 25 % nach Mexiko Stadt. In den 1970er Jahren hatte der Chapala See noch ein Volumen von 8,1 Milliarden Kubikmetern, 3,3 Milliarden Kubikmeter werden als kritischer Wert angesehen. Bis Mitte 2003 betrug das Volumen nur ca. 1,2 Milliarden Kubikmeter. Dank starker Regenfälle stieg das Volumen bis Ende 2003 auf ca. 4 Milliarden Kubikmeter. Im November 2009 lag das Wasservolumen bei 5,5 Milliarden m³.

 

Bis heute ist der See international nur wenig bekannt. Sogar die meisten Mexikaner scheinen keine genaueren Kenntnisse über seine Bedeutung und Umweltsituation zu haben. Die Feuchtgebiete des Lerma Deltas sind sehr wertvoll und sollten unter nationalem Recht geschützt werden. Ein erster Schritt von internationaler Bedeutung erfolgte im Februar 2009 durch die Ausweisung des Chapala Sees als Ramsar-Schutzgebiet.

Die Living Lakes-Partnerorganisationen sind die Fundación Cuenca Lerma Lago Chapala und die Sociedad de Amigos del Lago de Chapala.

Am 4. Februar 2009 wurde der Chapala See zum Ramsar Schutzgebiet erklärt und erhielt somit ddddeinen dringend notwendigen Schutzstatus.

 

Im März 2010 fand die 13. internationale Living Lakes-Konferenz unter dem Titel „Management von Seen und Feuchtgebieten - Herausforderungen in einer sich verändernden Welt“ in Guadalajara am Chapala See statt. Weitere Informationen über Ergebnisse und Konferenz-Dokumentation ... 

 Fischer im Chapala See
 Dichte Vegetation an den Berghängen
 Ufervegetation
 Reiher auf einem Fischerboot am Chapala See
 

Kontakt

Fundación de la Cuenca Lerma Lago Chapala-Santiago, A.C.
Manuel Villagomez Rodriguez

Av. Lazaro Cárdenas 2089

ZP 44920, Guadalajara Jalisco, México

Tel.: + 52 - 33 38 12 99 21

Fax: + 52 - 33 38 10 38 17

E-Mail: mvrfundacion@gpovillamex.com

 Logo Fundación de la Cuenca Lerma Lago Chapala-Santiago, A.C.
 

Sociedad Amigos del Lago de Chapala A. C.

Kontakt: Antonio Flores (Präsident), Azucena Bateman Campos

Zaragoza 23

45920 Ajijic, Jalisco

México

Tel.: + 52 - 376 - 766 - 02 82

Fax: + 52 - 376 - 766 - 02 82

E-Mail : info@amigosdelago.org; antonioajijic@hotmail.com

 Logo Sociedad Amigos del Lago de Chapala A. C.
 

Weitere Informationen über den Chapala See

Datenübersicht

Chapala See – Bedrohter See des Jahres 2004