Nachhaltige Landwirtschaft zur Armutsbekämpfung

 
 

Offizieller Projekttitel:

 

Projektlaufzeit:

 

Projektländer:

 

Förderer:

 

Projektpartner:

Nachhaltige Landwirtschaft zur Armutsbekämpfung in Ostafrika

 

Dezember 2009 – April 2012

 

Uganda, Kenia, Tansania, Burundi und Ruanda

 

Stiftung Ursula Merz

 

OSIENALA (Friends of Lake Victoria)

 

Hintergrund

Die Living Lakes-Partnerorganisation am Viktoriasee OSIENALA ist Koordinator des regionalen Living Lakes-Netzwerks Ostafrika (EALLN). Das Ziel des Netzwerks ist der Schutz und die Wiederherstellung von Seen und ihrer Einzugsgebiete in Ostafrika. Im Netzwerk sind führende Umweltschutzorganisationen aus den Ländern Kenia, Uganda, Tansania, Burundi und Ruanda vertreten. Neben dem Schutz der Ökosysteme steht die Sicherung des Einkommens der einheimischen Bevölkerung im Vordergrund. Das Projekt will nachhaltige Nutzungsmöglichkeiten entwickeln, zur Ernährungssicherheit der Bevölkerung beitragen und gleichzeitig die Ressourcen schützen. Konkrete Maßnahmen sind die Förderung von ökologischem Gemüsebau und Bienenhaltung in Schulen und Gemeinden, der Aufbau von Gemeindenetzwerken für die nachhaltige Nutzung und den Schutz der Wasserreserven und die Erhöhung des Bewusstseins für den Schutz natürlicher Ressourcen wie Wasser und Boden. Die Zielgruppen des Projekts sind Familien und Frauen, Gemeinden und Schulkinder ausgewählter Gemeinden in Ostafrika. Ein Fokus wird dabei auf Gemeinden in Seenregionen gelegt: Lake Victoria, Lake Nabugabo, Lake Wamala, Lake Bogoria, Lake Chala, Lake Tanganyika, Lake Kanyaboli, Lake Jipe und Lake Kivu.

 

Maßnahmen

Nachhaltige Landwirtschaft soll einerseits langfristig die Ernährung sowie das Einkommen der Bevölkerung sichern, andererseits die Ressourcen, wie Boden und Wasser, sowie letztendlich das gesamte Ökosystem nachhaltig schützen. Unter Einbindung von ausgewählten Gemeinden in Ostafrika sollen Frauen und Schulkinder, aber auch ganze Familien und Gemeinden, mit zur Verbesserung ihrer eigenen Nahrungsmittelversorgung beitragen.

 

Mit dem ökologischen Anbau von Gemüse, wie zum Beispiel Zwiebeln, Tomaten, Spinat, Koriander, Kohl, Paprika und Managu (Solanum nigrum) wird die Eigenversorgung mit landwirtschaftlichen Produkten verbessert und die lebensnotwendigen Ressourcen Wasser und Boden nachhaltig genutzt und somit auch geschützt. Derzeit werden in allen fünf Ländern Modellgärten zum Gemüseanbau mit etwa je 5.000 Pflanzen pro Jahr angelegt. Hierbei werden zehn Gemeinden und fünf Schulen mit eingebunden. Eine verbesserte Haltung von Bienenvölkern soll ebenfalls umgesetzt werden, hier sind fünf Modellprojekte vorgesehen. In Kenia sind die Projektpartner unter anderem die Tonga Boys School in der Nähe von Nyandiwa am Viktoriasee und die Frauengruppe „Yaw-pachi“ in Umena am Kanyabolisee.

 

Die koordinierte Projektumsetzung im Bereich der nachhaltigen Landwirtschaft dient langfristig dem Schutz der Artenvielfalt in der Region Ostafrika, der Verbesserung der Wasser- und Bodenqualität. Ergebnisse werden innerhalb des Netzwerkes weitergegeben und -entwickelt.

 

Partner 

OSIENALA vertritt seit 2002 den Viktoriasee im internationalen Netzwerk Living Lakes und setzt sich auch im regionalen Netzwerk zusammen mit den anderen Umweltschutzverbänden an weiteren zwölf Seen in Ostafrika für den Schutz und den Erhalt der Seen-Ökosysteme ein.

 

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 Bepflanzen von "Growbags"
 "Growbags" ermöglichen zwei Ernten im Jahr.
 Bienenkörbe