Nachhaltige Fischerei und Delfinschutz in Indonesien 

 
 

Offizieller Projekttitel:

 

 

Projektdauer:

 

Projektländer:

 

Förderer:

 

 

 

Projektpartner:

Nachhaltige Fischerei und Delfinschutz im Mahakam-Feuchtgebiet in Indonesien

 

2009 – 2010 

 

Indonesien

 

Bundesamt für Naturschutz (BfN), Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) im Rahmen des Sonderbriefmarken-Programms

 

YK-RASI

 

Hintergrund

Das Mahakam-Feuchtgebiet auf der Insel Borneo in Indonesien dient als Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, u.a. den seltenen Irrawaddy-Delfin. In der Provinz Muara Pahu in Ost-Kalimantan leben nur noch zwischen 70 und 90 Exemplare dieser Delfinart, die vor allem durch die Treibnetz- und Elektrofischerei sowie die Verwendung von Fischgiften stark bedroht ist. Das Interesse vieler Fischer an naturverträglichen Fischfangmethoden ist zwar groß, es fehlt jedoch an Wissen, der notwendigen Ausrüstung und dem dafür notwendigen Geld, um die Fischereimethoden in größerem Maße umzustellen. Das Ziel dieses Projekts ist der Schutz der Artenvielfalt sowie der natürlichen Fischbestände im Mahakam-Feuchtgebiet. Das Projekt soll negative Auswirkungen auf die Artenvielfalt in der Mahakam-Region verringern und umweltfreundliche Aquakultur mit Fischkörben einführen. Dies trägt zur Regeneration der Fischbestände und dem Schutz der Irrawaddy-Delfine bei.

Projektdurchführung

Zunächst werden Fischer verschiedener Fischerkooperationen besucht und interviewt. Mit 36 ausgesuchten Fischern wurden Vereinbarungen zur Unterstützung umweltfreundlicher Fischereimethoden getroffen. Ab Ende Mai 2009 wurde mit der Fischaufzucht in Fischkörben (2 x 2 x 1 m groß) begonnen. In der ersten Phase wurden insgesamt über 30.000 Brutfische eingesetzt. Es wurden vor allem Buntbarsche und Karpfen verwendet. Ein erfahrener Fischer, der seit 15 Jahren Aquakultur betreibt, leistet wichtige Beratung der Fischer zu Themen wie Haltung, Fischgesundheit und Fütterung.  

 

Ausblick

Neben dem regelmäßigen Monitoring im Drei-Monatsrhythmus werden ein Abschlussbericht sowie eine Präsentation für die erste Gruppe von Fischern, die ihre Fischkörbe abgezahlt haben, erstellt. Nach dem 3. bis 4. Fischertragszyklus werden auch die Frauen, die sich mit der Fischverarbeitung beschäftigen, in das Monitoring eingebunden. Dafür muss jedoch zunächst anhand der ersten Fischerträge gewährleistet werden, dass die Erträge stabil sind und eine konstante Belieferung mit den Fischen möglich ist. Buntbarsche und Karpfen wurden bisher nicht zu Fischkräckern verarbeitet, was aber ein neues Produkt auf dem Markt liefern würde und somit neue Einkommensmöglichkeiten schüfe.

 Schwimmende Dörfer bei Tanjung Isuy
 Jungfischzuchtanlage
 

Weitere Informationen über das Mahakam-Feuchtgebiet finden Sie auf unserer Webseite.

 

Dieses Projekt wird vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) sowie vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) im Rahmen des Sonderbriefmarken-Programms gefördert.

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