Das GNF-Kooperationsprojekt Ökoweinbau an der Mosel, in Rheinhessen und am Kaiserstuhl

 

Die praktische Erfahrung der Winzer und das Fachwissen der Naturschützer ergänzen sich gut. Bio-Checks stellen den Weinbau auf den ökologischen Prüfstand. Dabei wird von Düngung, Pflanzenschutz, Maschineneinsatz, über das Kelterverfahren, Energie- und Wasserverbrauch, Behandlung von Abwässern und Müllaufkommen, bis hin zum Einsatz von Recyclingmaterial alles beachtet. Das umfassende Projekt wird im ESF-Bundesprogramm „Gesellschaftliche Verantwortung im Mittelstand“ durchgeführt.

Wein(berg)-Freunde gesucht!

Mit ihren Naturschutzleistungen sind die Winzer allein überfordert. Sie brauchen Unterstützung – fachlich und finanziell – damit wieder mehr Leben in die Weinberge kommt. Mit zusätzlichen 25.000 Euro können wir:

  • Aktionspläne für mehr Artenschutz im Weinberg erarbeiten
  • wichtige Flächen für den Naturschutz sichern
  • Kunden und die Öffentlichkeit aufmerksam machen
  • mit ECOVIN weitere Zerstörungen verhindern
  • mehr Winzer für die Mitarbeit gewinnen

Beispiele, wie Sie helfen können

  • Für 20 Euro können wir einen Nistkasten aufhängen.
  • Für 50 Euro pflanzen wir einen neuen Obstbaum.
  • Für 200 Euro lassen sich 10 m Trockenmauer instand setzen.

Ortolan, Mauereidechse und Wilde Tulpe brauchen unsere Hilfe

Weinberge gehörten einst zu den artenreichsten Lebensräumen. Doch dann wurden Trockenmauern, Hecken und Brachflächen entfernt und mit ihnen verschwanden die typischen Tier- und Pflanzenarten der Weinberge. Der ökologische Weinbau kann nun helfen, diese bedrohten Arten wieder anzusiedeln.

Traurige Wahrheit im Wein

Wer denkt beim Weingenuss an die faszinierende Artengemeinschaft, die im Weinberg lebt und die Reben schützt? Doch vielerorts hat die Flurbereinigung das ökologische Gleichgewicht der Weinberge zerstört. Denn danach folgte die intensive Bewirtschaftung mit Hilfe von Maschinen sowie Pflanzen- und Pilzgiften.

Weinbau contra Artenvielfalt?

Wer heute durch Deutschlands große Weinlandschaften fährt, sieht meist keine lebendigen Weinberge, sondern karge Rebenäcker in einer traurig leblosen Landschaft. Und noch immer werden Terrassen beseitigt, Felsen gesprengt, Kuppen und Senken für den Maschineneinsatz planiert, Hecken und Raine beseitigt.

Ecovin für Lebendige Weinberge

Weinberge als Horte besonderer Artenvielfalt – das geht auch heute noch. Mit etwas gutem Willen können Winzer die Weinberge lebendig gestalten. Wilde Tulpe oder Ackergoldstern, Ortolan und Neuntöter, aber auch die harmlose Schlingnatter und viele Laufkäfer- und Heuschreckenarten hätten dann wieder eine Heimat. Die Nützlinge im Weinberg würden unterstützt und Schädlinge ohne Gift dezimiert.

 

Der Bundesverband Ökologischer Weinbau – ECOVIN – produziert schon seit 1985 ökologischen Wein. Die bisher angeschlossenen Winzer setzen auf 1.600 Hektar eine nachhaltige Bewirtschaftung um. Nun wollen wir gemeinsam mit den Winzern die Maßnahmen verbessern und ausdehnen.

Gemeinsamer Artenschutz

Die monotone Reblandschaft muss mit Trockenmauern, Steinriegeln, Gras- und Kräuterstreifen und kleinen Gehölzen „möbliert“ werden. Vegetationsarme Bereiche zwischen Weinbergen und angrenzenden Flächen sind ebenso wichtig. Diese sind Rückzugsräume für die Mauereidechse und andere bedrohte Weinbergarten.

 Blühender Weinberg
 Steinmauern bieten vielen Tieren einen geschützten Lebensraum.
 Distelgewächse sind nützliche Pflanzen des Weinberges.
 Insektenhotels helfen dem Weinberg.
 Ecovin setzt Nachhaltigkeit im Weinbau um.
 Blühender Unterstockbereich