Ein GNF-Projekt für ökologischen Tee-Anbau im Biosphärenreservat Mbaracayu in Paraguay

 

Das dreijährige Projekt wird durch den GNF und Moises Bertoni in Paraguay durchgeführt und hat einen Umfang von 386.000 Euro. Der GNF und sein Projektpartner müssen im Projekt mindestens 25 % Eigenanteile über Spenden aufbringen. Nur wenn uns dies gelingt, werden die restlichen 75 % vom Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) gefördert.

Unsere Partner vor Ort brauchen Unterstützung beim Aufbau des ökologischen Mate-Anbaus.

 

Beispiele, wie Sie helfen können

  • Mit 25 € ermöglichen Sie das Pflanzen eines Mate-Baums
  • Mit 50 € helfen Sie bei der jährlichen Ernte
  • Mit 150 € beteiligen Sie sich am Bau eines Mate-Trockners

Zerstörung der Urwälder

Paraguay ist einer der größten Soja- und Rindfleisch Exporteure der Welt. Für die landwirtschaftlichen Flächen wird extrem viel Wald geopfert. Auch das noch junge Mbaracayu Biosphärenreservat ist stark durch illegale Rodungen, Wilderei und den Anbau von Drogen bedroht.

Gefährdete Artenvielfalt

Stark gefährdete Tierarten wie Jaguar, Tapir und die sehr seltene Weißflügel-Nachtschwalbe (Eleothreptus candicans) kommen hier noch gemeinsam vor. Große Brände und das Verschwinden der Lebensräume gefährden diese Artenvielfalt jedoch dramatisch. 

Mate-Anbau hilft dem Wald

Auch das Volk der einheimischen Aché kann sich mit Eigenbedarfs-Landwirtschaft kaum ernähren. Eine Chance bietet nun der ökologische Anbau von traditionellem Mate-Tee und von Heilkräutern. Direkt zwischen den Waldbäumen gepflanzt, brauchen die Schattengewächse keinen Dünger und keine Pestizide. Es entstehen Lebensräume für Wildtiere, Böden können sich erholen, Wälder bleiben bestehen. 

Nachhaltig wirtschaften

Durch die Schaffung nachhaltiger Strukturen für Anbau, Verarbeitung und Vermarktung von Mate, ermöglichen wir sowohl den Schutz des Gebietes, als auch die langfristige Einkommenssicherung der lokalen Bevölkerung.

Steckbrief Mate

Mate gehört zu den Stechpalmen und wächst wie ein Baum. Von Natur aus widerstandsfähig, ist er pflegeleicht. Seine Blätter sind Grundlage für einen stimulierenden Tee. Er hilft gegen Hunger und macht wach. Er kann warm (cocido) oder kalt (tereré) getrunken werden. Traditionell wird Mate in Südamerika von allen sozialen Schichten und Berufen getrunken.

Global Nature Fund (GNF)

Fritz-Reichle-Ring 4

78315 Radolfzell, Deutschland

Tel.: +49 - (0) 77 32 - 99 95 - 85

Fax: +49 - (0) 77 32 - 99 95 - 88

E-Mail: uhde@globalnature.org

Website: www.globalnature.org

 
 Wasserfall Salto Karapa
 In eigenen Baumschulen werden von der Bevölkerung die jungen Mate-Pflanzen gezogen.
 Jaguar
Foto: Ranveig Eckhoff
 Dorfbewohner
 Die primitiven Tee-Trocknungsanlagen sollen durch feste Gebäude ersetzt werden.
 Mate-Pflanze im Wald