HOMEPROJEKTELIVING LAKESKAMPAGNENVERANSTALTUNGENKOOPERATIONENVERÖFFENTLICHUNGEN
Naturschutz / Biodiversität
Biodiversitätsmärkte
Naturwert
Ressourcenschonung
Umweltmanagement
Waldinvestments
Weinbau
Wert von Seen
EU Business & Biodiversity Kampagne
Kulturlandschaften
Artenschutz
Baikalrobbe
Masterplan Jordan
Energie / Klima
Nachhaltige Entwicklung
Umweltbildung
Netzwerke
Spendenprojekte
Abgeschlossene Projekte
 

Masterplan: Eine Vision für das Untere Jordantal

 
 

Projektlaufzeit:

Projektländer:

Förderer:

 

Projektpartner:

 

Februar 2012 - Februar 2015

Palästinensische Gebiete, Jordanien, Israel

Europäische Kommission im Rahmen des Programms SWIM (Sustainable Water Integrated Management)

Friends of the Earth Middle East (FoEME) / Water and Environment Development Agency (WEDO); Stockholm International Water Institute (SIWI)

 
 
 

Artikel zum Projekt in englischer Sprache (Deutsche Welle, 27. August 2012)

Author Vanessa O'Brien / hc,  Editor Saroja Coelho

 

Hintergrund

 

Der Untere Jordan ist für den Nahen Osten von enormer kultureller, politischer, wirtschaftlicher und ökologischer Bedeutung. Obwohl der Fluss für die halbe Menschheit heilig ist und mitten durch die israelische-palästinensische Konfliktzone fließt, besteht der Fluss nur noch aus Abwasser aus der Landwirtschaft, unbehandeltem Klärwasser und Salzwasser. Im Unteren Jordan fließt nur noch 2 % der Menge Wasser, die unter natürlichen Umständen im Fluss enthalten wäre. Die Umleitung des Großteils des Wassers hat dem Fluss, dem Ökosystem und den 500 Millionen Zugvögeln, die zwei Mal im Jahr hier Rast machen, unermesslichen Schaden zugefügt. Das Tote Meer ist auf das Wasser, das im Unteren Jordan fließt, angewiesen. Der fast vollständige Ausfall von Frischwasser führt dazu, dass das Tote Meer einen kritischen Punkt an Zerstörung erreicht. Die Europäische Union und der Senat der Vereinigten Staaten von Amerika haben bereits Resolutionen verabschiedet, die Bedenken über die Zerstörung des Flusses ausdrücken und die israelische, jordanische und palästinensische Regierungen auffordern, die Wiederherstellung des Unteren Jordan zu einer Priorität zu machen.

 

Seit ihrer Gründung im Jahre 1994 ist die Wiederherstellung des Unteren Jordan eines der zentralen Ziele von Friends of the Earth Middle East (FoEME). Durch Aufklärungskampagnen sowie wissenschaftlichen und regionalen Maßnahmen wurden schon wesentliche Fortschritte gemacht. Zum Beispiel werden in Israel, Jordanien und in den Palästinensischen Gebieten neue Kläranlagen geplant oder schon gebaut. Die Kläranlagen werden die größten Verschmutzungsquellen beseitigen. In einer Studie von FoEME fand die Organisation heraus, dass der Jordan 400 bis 600 Million Kubikmeter unbehandeltes Wasser benötigt, um ein akzeptables Maß zu erreichen. Zudem stellte sich heraus, dass durch die Umsetzung von spezifischen Wassersparmaßnahmen über eine Milliarde Kubikmeter Wasser gespart oder produziert werden könnten. Des Weiteren brachte FoEME Regierungsvertreter aus Israel, Jordanien und den Palästinensischen Gebieten zusammen, um das regionale Beratungsgremium zur Wiederherstellung des Jordan zu gründen.

 

Ziele

 

Das erste Ziel des Projektes ist die Konzeption eines Grenzen überschreitenden integrierten regionalen Masterplans für den Unteren Jordan. Ein weiteres Ziel ist es, den politischen Willen der Entscheidungsträger aller drei Länder für einen regionalen Ansatz im integrierten Wasserressourcenmanagement am Unteren Jordan zu steigern.

 

Das Projekt kommt zugleich dem Ökosystem des Jordan sowie einer Vielzahl von Menschen am Jordan und im Ausland zu gute. Mehr als 300.000 Israelis, Jordanier und Palästinenser leben an beiden Ufern des Jordan. Für Juden, Christen und Muslime aus aller Welt ist der Fluss heilig und ist deswegen weltweit von religiöser und historischer Bedeutung. Die im Projekt vorgesehenen Kooperationsbemühungen könnten ebenfalls dazu beitragen, Lösungen für den israelisch-palästinensischen Konflikt zu liefern.

 

Maßnahmen

 

Das Projekt besteht aus fünf Maßnahmen, die am Ende des Projektes zu einem grenzüberschreitenden integrierten regionalen Masterplans für den Unteren Jordan führen und die regionale Kooperation und den Dialog zwischen den Entscheidungsträgern stärken sollen.

  • Herstellung der nötigen technischen, kartografischen und wissenschaftlichen Studien für den Masterplan.
  • Veranstaltung nationaler und regionaler Treffen für Vertreter aus Politik und für andere Entscheidungsträger.
  • Veranstaltung von sechs großen Konferenzen und Seminaren.
  • Veröffentlichung eines nationalen jordanischen, palästinensischen und israelischen Masterplans für den Unteren Jordan und eines integrierten grenzüberschreitenden regionalen Masterplans.
  • Durchführung von gezielten Bewusstseins- und Bildungskampagnen sowie politische Lobbyarbeit, um den politischen Willen für den Masterplan zu stärken.
 

Als Projektpartner wird der GNF das Projekt mit seinem Wissen und seiner Fachkompetenz im Bereich des internationalen Wassermanagements unterstützen. Der GNF bringt in das Projekt seine Erfahrungen mit der europäischen Wasserrahmenrichtlinie ein und liefert für die Erstellung der nationalen Masterpläne sowie des grenzüberschreitenden regionalen Masterplans „Best Practices“.

 

Kontakt

 

Alain Maasri

Global Nature Fund (GNF)

Tel.: +49 - (0) 77 32 - 99 95 - 82

E-Mail: maasri@globalnature.org

 

Greta Link

Global Nature Fund (GNF)

Tel.: +49 - (0) 77 32 - 99 95 - 83

E-Mail: link@globalnature.org

 
 Der Jordan Fluss schlängelt sich durch die karge Landschaft.
 Messung der Wasserqualität bei Allenby 
(Foto: Eddie Gerald)
 Taufen im Jordan bei Kaser el Yehud
 Wasserentnahme zur Bewässerung
 Jordan Fluss bei Bethany
 Probenentnahme bei Allenby Bridge
 

Förderer

 

Das Projekt wird von der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms SWIM (Sustainable Water Integrated Management) gefördert.

 
 

 
 Europäische Union
top
Diese Seite druckenDiese Seite weiterempfehlen
 
add.min CMS - dynamische und funktionale Webportale fuer Internet, Extranet und Intranet