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Förderung nachhaltiger Fischerei und Ökotourismus am Tonle Sap See in Kambodscha

 
 

Projektlaufzeit:

Projektländer:

Förderer:

Projektpartner:

 

Januar - Dezember 2012

Kambodscha

Stiftung Ursula Merz

Fisheries Action Coalition Team (FACT)

 
 

Hintergrund

 

Der Tonle Sap ist der größte See in Südostasien und eine der reichsten Quellen für Süßwasserfische weltweit. Der See zeigt jedes Jahr ein einzigartiges Naturphänomen, bei dem seine Fläche durch das Einsetzen der Regenzeit auf über 300 Prozent vergrößern wird. Ähnlich beeindruckend wie der jahreszeitliche Wandel des Sees ist auch sein großer Artenreichtum: über 200 Arten leben im und am See, darunter eine Vielzahl verschiedener Fisch- und Reptilienarten, wie die Tonle Sap Wassertrugnatter, die nur an diesem See vorkommt. Auch wirtschaftlich wird der Tonle Sap See stark genutzt, etwa durch Fischerei oder Jahrhunderte alte Reiswirtschaft.

 

Durch die Überfischung des Sees gehen die Fangmengen der einzelnen Fischer jedoch seit längerem drastisch zurück. Der Einsatz nicht-nachhaltiger Fischereitechniken, wie das Cyanid- oder das Dynamitfischen, gefährden nicht nur die Fischbestände sondern auch die Wasserqualität gravierend.

 

Projektziele

 

Vorrangiges Ziel des Projektes ist, den Druck auf die Artenvielfalt und die natürlichen Ressourcen zu senken. Dabei spielt das Umweltbewusstsein der Anwohner eine große Rolle: ihr verantwortungsvolleres Handeln kann ihre Lebensgrundlage, den Tonle Sap See, schützen.

 

Durch entsprechende Umweltbildungsmaßnahmen sowie das Aufzeigen von alternativen Fischfangmethoden sollen die Fischer am Tonle Sap See zu einem nachhaltigeren Verhalten angeleitet werden. Gleichzeitig werden Maßnahmen zur Einkommenssteigerung und -umlenkung realisiert, um das Ökosystem langfristig zu entlasten.

 

Projektmaßnahmen

 

Um am Tonle Sap See nachhaltige Fischerei und den schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen zu fördern, sollen nicht-nachhaltige Methoden wie Cynaid- oder Dynamitfischen durch den Einsatz von schonenden Fischkäfigen ersetzt werden, so dass langfristig die Übernutzung des Sees gestoppt wird und die Fischerei wieder eine Lebensgrundlage bilden kann. Hierfür wird eine Demonstrationsfischanlage eingerichtet, in der die Fischer die neue Technik und die Herstellung der Käfige erlernen können. Die Bildung von Fischeraktionsgruppen soll außerdem dazu beitragen, den Verkauf der Fänge zu verbessern und damit das Einkommen der Fischerfamilien zu steigern. Zusätzlich wird die lokale Bevölkerung durch Umweltbildungsmaßnahmen für nachhaltige Fischerei sensibilisiert.

 

In einem weiteren Schritt werden der GNF und FACT Ökotourismusstrategien entwickeln, um die Abhängigkeit von der Fischerei und damit den Druck auf das Ökosystem insgesamt zu senken. Ausgewählte Fischerfamilien erhalten hierbei eine Schulung sowie Unterstützung bei der Gründung ihrer eigenen Klein-Unternehmen.

 

Partner

 

Der Tonle Sap See wird seit 2010 durch die NGO FACT im internationalen Netzwerk Living Lakes vertreten. Weitere Informationen zum Tonle Sap See finden Sie auch auf unserer Webseite.

 

Kontakt

 

Udo Gattenlöhner

Global Nature Fund (GNF)

Tel.: +49 - (0) 77 32 - 99 95 - 80

E-Mail: gattenloehner@globalnature.org

 
 

 
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