Wer kennt sie nicht? Die Redensart „Über den Jordan gehen“. Tatsächlich droht dem Fluss bald dieses Schicksal. Der Fluss droht auszutrocknen. Was ihn noch am Leben hält sind Abwässer, Düngemitteleinträge aus der Landwirtschaft und Salzwasser. Eine traurige Entwicklung für diesen einst so voluminösen und immer noch kulturell und historisch bedeutenden Fluss, der die Grenze von Israel, Jordanien und den Palästinensischen Autonomiegebieten bildet.
Der Global Nature Fund (GNF) und die Friends of the Earth Middle East (FoEME) präsentieren im Rahmen des Projektes Renaturierung des Unteren Jordan die Fotoausstellung „Jordan Fluss“ des Fotographen Eddie Gerald. Mit der Ausstellung, die durch verschiedene Städte Europas tourt, soll die Öffentlichkeit auf das bedrohte Natur- und Kulturerbe Jordan aufmerksam gemacht werden.
Die eindrücklichen schwarz-weiß Fotos dokumentieren kulturelle, religiöse, politische und ökologische Situationen am Jordan Fluss. Zusätzlich geben Informationstafeln Auskunft über die Bedeutung des Jordan für Natur, Kultur und Mensch. Der Fotograph Eddie Gerald ist in Peru geboren und wuchs in Israel auf. Für seine Dokumentarfotographie erhielt er bereits zahlreiche Auszeichnungen und wurde mehrfach in der Presse erwähnt.
Die Ausstellung wird ermöglicht dank der Unterstützung der Internationalen Schwedischen Entwicklungsagentur (SIDA), der Richard und Rhoda Goldman Stiftung, dem Global Nature Fund, der Stiftung Ursula Merz und der Osprey Stiftung.
Hintergrund zur Ausstellung
Die langjährige GNF-Partnerorganisation FoEME hat sich der Rettung des Jordans verschrieben. „Der Jordan ist eine Natur- und Kulturstätte von weltweit wichtiger Bedeutung. Wir holen Israelis, Jordanier und Palästinenser an einen Tisch, um Lösungen im Bereich eines effizienten und gerechten Wassermanagements zu finden“, sagt Nader Khateeb, palästinensischer Direktor von FoEME. Für ihr Engagement erhielten die „Freunde der Erde Mittlerer Osten“ schon zahlreiche internationale Friedens- und Umweltpreise. „Die Unterstützung aus Europa ist sehr wichtig für unsere Mission. Mit der Fotoausstellung möchten wir die Aufmerksamkeit der europäischen Medien und somit der Bevölkerung, der Politiker und auch der religiösen Gemeinschaften auf die Situation des Jordan lenken“, ergänzt Gidon Bromberg, israelischer Direktor von FoEME.
Mehr Informationen zum Jordan Fluss unter: www.globalnature.org/Jordan
Mehr Informationen zur Kooperation von FoEME und GNF unter: www.globalnature.org/TotesMeer
Ansprechpartnerin für die Ausstellung
Silvia Jablonski
Global Nature Fund (GNF)
Fritz-Reichle-Ring 4
78315 Radolfzell, Deutschland
Tel.: 0 77 32 - 99 95 - 84
Fax: 0 77 32 - 99 95 - 88
E-Mail: jablonski@globalnature.org
Website: www.globalnature.org