Im UN-Jahr des Artenschutzes fördern wir Projekte, die sich besonders dem Erhalt der Artenvielfalt auf unserem Planeten widmen. Das Pantanal im Herzen Südamerikas ist das weltgrößte Süßwasserfeuchtgebiet und gehört zu den artenreichsten Regionen der Erde. Doch dieser Garten Eden ist in Gefahr.
Bedrohter Garten Eden
Das 140.000 km² große Pantanal mit seinen unterschiedlichsten Landschaftsformen und wertvollen Lebensräumen wird von Abholzungen, Bergbau, Flussregulierungen und intensiver Viehwirtschaft bedroht. Immer neue Anbauflächen mit Soja und Zuckerrohr für Bio-Sprit fressen sich unaufhörlich in das Naturparadies. Die Verschmutzung der Flüsse wie des Cuiabá bedroht die Natur zusätzlich. Nur ein kleiner Teil des Pantanals liegt bisher im geschützten Nationalpark.
Stopp dem Artenschwund
Von den vielen Tier- und Pflanzenarten im Pantanal sind Tukan, Hyazinth-Ara, Riesenotter und Jaguar die bekanntesten. Eher unbekannt ist, dass die Vielzahl an Heilpflanzen im Pantanal eine wichtige „Apotheke der Natur“ bildet. Dieser Artenreichtum ist durch Tierschmuggel, illegale Jagd und die dramatische Zerstörung des Lebensraums gefährdet. So können die blauen Hyazinth-Aras ohne ihre Brut- und Futterbäume nicht überleben. Das Verschwinden von Eidechsen, Spinnen und Insekten beeinträchtigt die gesamte Nahrungskette bis hin zum Jaguar.
Pufferzonen vergrößern
Unsere brasilianische Partnerorganisation Ecotrópica besitzt 600 km² private Naturschutzgebiete an der Grenze zum staatlichen Nationalpark. Kontrolle und Management der weitläufigen Pufferzonen kosten viel Zeit und Geld. Neue Schlüsselflächen zu erwerben ist nicht leicht und zu dem teuer. Mut macht, dass sich nun ein Netzwerk kleiner, privater Schutzgebiete etabliert, das von Ecotrópica koordiniert wird. Als nächster Schritt soll eine Schlüsselfläche an strategisch günstiger Stelle gekauft werden, um dort eine kleine Schutzstation aufzubauen.
Waldbrände und Artenschutz
Die Bekämpfung von Waldbränden und deren Vermeidung ist immens wichtig. Für die bevorstehende Trockenzeit würden im Wald verteilte Wassertanks und ein weiteres Boot die Arbeit Ecotrópicas deutlich erleichtern. In den vorhandenen Pufferzonen sollen die in weiten Teilen des Pantanals verschwundenen Hyazinth-Aras wieder angesiedelt werden. Dazu werden spezielle Nistkästen angebracht und überwacht. Die Nutzung von Kamerafallen führte bereits dazu, dass man auch über die Verbreitung von Jaguaren im Gebiet viel mehr weiß.
Ecotrópica benötigt dringend 50.000 Euro:
- Zur Brandbekämpfung, für Wassertanks und ein Boot
- Zum Management des Schutzgebiets und für ein geländegängiges Fahrzeug
- Zum Kauf von fünf Hektar Fläche und den Bau einer Station
- Zur Wiederansiedlung von Hyazinth-Aras in den Pufferzonen
- Zur Umweltbildung der Bevölkerung (Müllsammelaktionen, etc.)
Werden Sie Artenschützer!
Mit 120 Euro im Jahr helfen Sie den Hyazinth-Aras und anderen bedrohten Arten im Pantanal. Übernehmen Sie eine Patenschaft oder spenden Sie für dieses wertvolle Living Lakes-Projekt.