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Aufforstung von Sanddornbüschen entlang des Flusses Onggi im Norden der Mongolei

 
 

Projektlaufzeit:

Projektländer:

Förderer:

 

Projektpartner:

 
Mai 2010 – Dezember 2011

Mongolei

Deutsche Umwelthilfe e.V. und Rapunzel Naturkost aus Mitteln des Hand in Hand-Fonds,

Stiftung Ursula Merz

NGO Onggi River Movement, United Movement of Mongolian Rivers and Lakes (UMMRL)

 
 
 

Hintergrund

Der Fluss Onggi und der von ihm gespeiste See Ulaan sind Schlüssel des ökologischen Gleichgewichtes der Gobi Wüste im Zentrum der Mongolei. In den letzten Jahren führte der Fluss Onggi immer weniger Wasser, so dass auch der Ulaan See zunehmend austrocknet mit den Folgen einer stärkeren Wüstenbildung in der Region. Verantwortlich für das Ausbleiben des Wassers im Onggi Fluss ist das zeitgleiche Auftreten mehrerer negativer Einflüsse wie Klimawandel, unverantwortliche Minenarbeiten und falsches Wassermanagement. Die Länge des Flusses reduzierte sich seither von ursprünglich 470 Kilometern auf nur noch 100 Kilometer. Vor diesem Grund startete das Onggi River Movement ein Projekt zur Aufforstung einheimischer Pflanzen entlang der Ufer des Onggi. Trotz des rauen Klimas in der Region wachsen diese Pflanzen sehr gut. Durch ihre Wasserspeicherfunktion tragen sie dazu bei die Wüstenbildung zu reduzieren. Der vorliegende Projektvorschlag soll im Rahmen eines größeren Umweltprogramms, das im Jahr 2004 startete, umgesetzt werden. Langfristig ist geplant das komplette Ufer des Flusses Onggi mit verschiedenen einheimischen Pflanzen wieder vollständig aufzuforsten. Am Ufer des Flusses Onggi sollen in diesem Projekt Sanddornbäume gepflanzt werden.

 

Projektziel

Ziel des Projektes ist es, die zunehmende Wüstenbildung in der Region zu mildern und die Entwicklung der Region zu fördern, indem Sanddornbeeren geerntet und verkauft werden können. Die Sanddornpflanze wächst in ihrer natürlichen Umgebung in sandigem Boden auf einer Höhe von 1.200 bis 4.500 Metern in kalten Gebieten, kann aber auch in niedrigeren Höhen und Zonen mit milderen Temperaturen angebaut werden. In letzter Zeit wurden Sanddornbäume in der Mongolei und anderen Ländern großflächig gepflanzt, um Bodenerosion zu vermeiden und sie zur Ernährung und für medizinische Produkte zu verwenden. Die Früchte haben einen hohen Vitamingehalt und sind daher sehr wertvoll in der Mongolei, einem Land, in dem fast kein Obst wächst. Der Verkauf der Früchte würde die wirtschaftliche Situation der Region und die Einkommensverhältnisse der Bauern verbessern. Vergleichbare Projekte des Onggi River Movements in anderen Regionen der Mongolei waren sehr erfolgreich.

 

Projektmaßnahmen

Das Projekt sieht die Schulung von Bauern und die Anpflanzung von mindestens 6.200 Sanddornbäumen vor. Die ersten 1.200 Sanddornbäume konnten als Pilotprojekt dank einer Förderung durch den Hand in Hand-Fonds finanziert werden. Seit diesem Jahr geht das Projekt in die nächste Phase und die restlichen ca. 5.000 Sanddornbäume sowie weitere Nutzpflanzen werden bis Dezember 2011 an den Ufern des Onggi Flusses gepflanzt.

Je zwei Gärtner sind für einen Hektar Land und Bäume verantwortlich. Insgesamt werden 5 Hektar Fläche bepflanzt. Dafür wählten die GNF-Partner zu Beginn des Jahres zehn geeignete Gärtner aus. Die neuen Gärtner wurden für die Schutz- und Pflegemaßnahmen der Setzlinge durch zwei Workshops ausgebildet und von der NGO Onggi River Movement fachkundig begleitet. Im Monat April kauften die Mitarbeiter der lokalen GNF-Partnerorganisation UMMRL Zäune, Maschendraht und Nägel für die Einzäunung der neuen Flächen. Die Gärtner stellten im gleichen Monat die Zäune zum Schutz der Jungpflanzen vor Tierverbiss auf und bereiteten den Boden für das Einpflanzen von 5.000 Sanddornsetzlingen vor.

 

Die Koordination des Projektes erfolgt durch den GNF in enger Zusammenarbeit mit der mongolischen Naturschutzorganisation United Movement of Mongolian Rivers and Lakes (UMMRL), die für die Umsetzung zuständig ist. UMMRL besteht aus sechs Vereinigungen und NGOs, deren gemeinsames Ziel der Schutz der Flüsse und Seen innerhalb der Mongolei ist. In diesem Projekt ist die NGO Onggi River Movement für die Umsetzung der Projektmaßnahmen mit verantwortlich.

 

Weitere Informationen über die mongolischen Seen und die NGOs finden Sie auf unserer Webseite.

 
 

 
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