Weitere Wasserbrunnen in der Elfenbeinküste in Betrieb genommen
Ende September 2011 haben wir mit unseren Partnern in der Elfenbeinküste vier weitere defekte Brunnenpumpen in der Region N’zi Comoé im Osten der Elfenbeinküste repariert. Die Menschen in den Dörfern Bouaffoukro, Koumanbo 1 und 2 sowie Ténékro müssen nun nicht mehr weite Wege gehen, um aus Flüssen oder Seen - häufig verschmutztes - Wasser zu schöpfen. Bis zu 8 km legten die Bewohner der Dörfer hierfür zurück. Manche der Gewässer beheimaten einen tropischen Fadenwurm, der der Erreger der Flussblindheit ist. In einzelnen Dörfern haben bis zu 30 % der Bevölkerung ihr Augenlicht verloren.
Auch im Projektgebiet Man konnten im Februar 2012 acht Brunnenanlagen dank der aktiven Mithilfe der Einwohner in den Dörfern Kpangouin (Bofesso), Déoulé, Gbatongouin, Glopeuloule, Gouétemba, Kricouma und Mompleu wieder in Betrieb genommen werden. In dieser Region profitieren insgesamt über 6.000 Einwohner von dem Trinkwasserangebot.
Im April 2012 folgten sieben Anlagen in der Region N’zi Comoé in den Dörfern Assemiankro, Fronobo, Kouakro und N´drikro. Die fast 2.000 Bewohner haben nun Zugang zu sauberem Trinkwasser.
Die Bewohner aller Dörfer haben sich aktiv an der Herrichtung der Brunnen beteiligt. Sie verwalten nun in Eigenregie die Wasserverteilung in den Gemeinden. Sie haben Wasserkomitees gegründet, denen Frauen und Männer angehören; alle mit bestimmten Funktionen und Aufgabenbereichen. Einige sind für die Instandhaltung der Brunnen zuständig. Sie erhielten zu Beginn des Projekts einen Kurs in der technischen Wartung der Pumpen. Andere kümmern sich um die Hygieneaufklärung im Dorf und wieder andere um die Finanzverwaltung. In den Dörfern haben sich die Bewohner nämlich darauf geeinigt, dass jeder Pumpennutzer einen Betrag von umgerechnet rund 2,50 € pro Jahr entrichtet. Damit wird die zukünftige Wartung der Pumpen und Instandhaltung der Brunnen bezahlt.
Insgesamt also eine gute Entwicklung und schöne Bilanz. Nach den drei, bereits im Frühjahr 2011 gestellten Brunnen im Westen der Elfenbeinküste versorgen nun insgesamt 22 Reservoirs die Menschen mit kostbarem Nass. Dank der Hilfe der H96-Fans schöpfen momentan mehr als 16.000 Ivorer wieder frisches Wasser und damit neue Hoffnung für eine lebenswerte Zukunft.