HOMEPROJEKTELIVING LAKESKAMPAGNENVERANSTALTUNGENKOOPERATIONENVERÖFFENTLICHUNGEN
Antrag Mitgliedschaft
Amerika
Netzwerk Kanada
Netzwerk Latino America
Amatitlan
Atitlán
Atotonilco
Chapala See
Columbia River Wetlands
Laguna de Rocha
Laguna Fúquene
Lagunita Komplex
Mar Chiquita
Mono Lake
Pantanal
Rio Gallegos
Titicaca See
Winnipegsee
Europa
Afrika
Asien
Australien
Wostok See
Nationale Netzwerke
Gerhard Thielcke Conservation Award
Welt Seen Vision
 

Winnipegsee

 

Kanada

 
 

Sommer 2010

Das regionale Living Lakes-Netzwerk Kanada wurde von den NGOs Wildsight, Lake Winnipeg Foundation und Global Nature Fund geschaffen.

Weitere Informationen zum Netzwerk Kanada ...

 

Der Winnipegsee liegt in der kanadischen Provinz Manitoba und erstreckt auf einer Fläche von insgesamt 24.400 km², wobei diese Fläche in zwei Becken unterteilt ist. Das nördliche Becken hat eine Breite von 100 km und das südliche eine Breite von 40 km. Beide Becken sind über einen 2,5 km langen und engen Kanal, dem sog. The Narrows, miteinander verbunden. Der Winnipegsee ist der zehntgrößte Frischwassersee (bezogen auf die Fläche) weltweit und hat eine Ausdehnung von Nord nach Süd von 416 km.

 

Der Süßwassersee liegt auf einer Höhe von 218 m über dem Meeresspiegel ziemlich genau in der Mitte von Kanada und ist mit einer durchschnittlichen Tiefe von 12 m relativ flach. Entstanden ist der Winnipegsee aus dem riesigen prähistorischen Agassizsee, der am Ende der letzten Eiszeit durch das Abtauen der Gletscher entstand. Der Agassizsee verlor innerhalb von 3.000 Jahren den größten Teil seiner Wassermengen und hinterließ mehrere Seen, von denen der der Winnipegsee der größte ist.

 

Die wichtigsten Zuflüsse sind The Red River, der Saskatchewan und der Winnipeg River, die insgesamt 70 % des zufließenden Wassers in den See speisen. Der Nelson River fließt aus dem Winnipegsee in die Hudson Bay. Seit den 1970-er Jahren wird der Abfluss über das Wasserkraftwerk Jenpeg reguliert, das am Seeausgang zum Nelson River gebaut wurde. Auch 65 % des zufließendes Wassers gelangen über Wasserkraftanlagen in den Winnipegsee.

 

Neben der Energiegewinnung spielt auch der Fischfang eine wichtige Rolle in der Region. Im Winnipegsee gibt es eine Vielzahl an heimischen Fischen, unter ihnen Glasaugenbarsch (Sander vitreus) und Quappe (Lota lota). Drei Fischarten wurden in den See eingeführt: Arktischer Stint (Osmerus mordax), Karpfen (Cyprinus carpio) und Weißbarsch (Morone chrysops). Ob und welche Auswirkungen sie auf die heimischen Fischpopulationen haben, ist noch nicht eindeutig nachgewiesen.

 

Durch die um den See angesiedelte Landwirtschaft (riesige Getreidefelder) stiegen in den vergangenen Jahrzehnten die Einträge an Phosphaten und Nitraten, was zu einem immensen Algenwachstum mit all seinen negativen Folgen für die Wasserqualität und die biologische Vielfalt im See führte. Riesige Algenteppiche wurden während der Sommermonate an die Ufer gespült.

 

Seit dem Jahr 2002 wurden 60 Messstationen im See eingerichtet, in denen regelmäßig physikalische und chemische Parameter sowie biologische Gemeinschaften erfasst werden. Das Lake Winnipeg Research Consortium arbeitet eng mit Universitäten, Unternehmen, Haus- und Bootbesitzern, Fischern, Ureinwohnern sowie mit den Behörden Kanadas und Manitobas zusammen.

 
 

Partnerorganisation:

 

Lake Winnipeg Foundation

Kontaktperson: Alex Salki

981 Kilkenny Drive

Winnipeg, R3T 4K5

Canada

E-Mail: lwfsecretary@shaw.ca; asalki@shaw.ca

Website: www.lakewinnipegfoundation.org/

 
 Logo Lake Winnipeg Foundation
top
Diese Seite druckenDiese Seite weiterempfehlen
 
add.min CMS - dynamische und funktionale Webportale fuer Internet, Extranet und Intranet