Gesundheit und Umwelt vernachlässigt
Der See zählt zu den touristischen Höhepunkten des Landes, doch die Region ist eine der ärmsten in Guatemala. 74 Prozent der Menschen in Guatemala leben in Armut, 34 Prozent sogar in extremer Armut. Die Einrichtung eines Gesundheitssystems und von Schulen ist dringend erforderlich. Doch überall fehlt es an Geld. So wurde die 2005 durch den Hurrikan „Stan“ zerstörte Kläranlage in der Stadt Panajachel nicht wieder aufgebaut. Seitdem gelangen die Abwässer ungeklärt in den See.
Auch der Müll wird entweder direkt in der Landschaft und im See entsorgt, oder ohne Aufbereitung der giftigen Sickerwässer gelagert. Oft sieht man die Menschen auf „wilden“ Müllhalden nach Nützlichem suchen. 2009 führten die Einträge zu einem - durch Cyanobakterien ausgelösten - Algenteppich, der bis zu 75 Prozent der Wasseroberfläche des Sees bedeckte. Dieses Ereignis hat große Besorgnis ausgelöst.
„Wir hoffen nun, dass unsere Forderungen zur Umsetzung geeigneter Sanierungsmaßnahmen bei der nationalen Regierung endlich Gehör finden“, so Dr. Eduardo Secaira, Leiter der vor Ort tätigen Asociación Vivamos Mejor.