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Ein Fest der Freude am Atitlán-See?

Unterm Weihnachtsbaum wünschen sich die Kinder dort einfach eine unzerstörte Natur und bessere Lebensbedingungen.

 
 
 Malerische Kulisse des Atitlán-Sees
Die malerische Kulisse des Vulkansees im Südwesten Guatemalas kann nicht über die gravierenden Umweltprobleme hinwegtäuschen, die Mensch und Natur am See leiden lassen. Ungereinigte Abwässer, „wilde“ Müllhalden und Chemikalieneintrag aus der Landwirtschaft belasten zunehmend die meist arme Bevölkerung am Atitlán-See.
 

Wasserqualität und Artenvielfalt bedroht

Der Atitlán-See ist der drittgrößte Süßwassersee in Guatemala. Eingebettet zwischen einer atemberaubenden Bergkulisse erstreckt sich der See in einem Vulkankrater über eine Fläche von 130 Quadratkilometer. Im See und den Nebelwäldern findet man eine einzigartige biologische Vielfalt. Dazu zählt der Hornguan - Fabelvogel der Mayas - der als stark gefährdet eingestuft ist. Kontinuierlich schrumpfte sein Lebensraum, so dass in ganz Guatemala wahrscheinlich nur noch 1.000 Tiere leben. Der Atitlán-See ist auch wichtiger Trinkwasserspeicher und Fischlieferant. Die ursprünglich gute Wasserqualität des Sees ist durch steigende Umweltbelastungen massiv bedroht.

 

Gesundheit und Umwelt vernachlässigt

Der See zählt zu den touristischen Höhepunkten des Landes, doch die Region ist eine der ärmsten in Guatemala. 74 Prozent der Menschen in Guatemala leben in Armut, 34 Prozent sogar in extremer Armut. Die Einrichtung eines Gesundheitssystems und von Schulen ist dringend erforderlich. Doch überall fehlt es an Geld. So wurde die 2005 durch den Hurrikan „Stan“ zerstörte Kläranlage in der Stadt Panajachel nicht wieder aufgebaut. Seitdem gelangen die Abwässer ungeklärt in den See.

Auch der Müll wird entweder direkt in der Landschaft und im See entsorgt, oder ohne Aufbereitung der giftigen Sickerwässer gelagert. Oft sieht man die Menschen auf „wilden“ Müllhalden nach Nützlichem suchen. 2009 führten die Einträge zu einem - durch Cyanobakterien ausgelösten - Algenteppich, der bis zu 75 Prozent der Wasseroberfläche des Sees bedeckte. Dieses Ereignis hat große Besorgnis ausgelöst.

„Wir hoffen nun, dass unsere Forderungen zur Umsetzung geeigneter Sanierungsmaßnahmen bei der nationalen Regierung endlich Gehör finden“, so Dr. Eduardo Secaira, Leiter der vor Ort tätigen Asociación Vivamos Mejor.

 

Konkrete Pläne umsetzen

Der GNF hat den Atitlán-See zum „Bedrohten See des Jahres 2009“ ausgerufen. Unsere Partner bei Vivamos Mejor erfassen kontinuierlich Umweltdaten, um den Bau bzw. die Inbetriebnahme von funktionierenden Abwasser- und Abfallanlagen voranzutreiben. Die Gründung eines mobilen Labors für regelmäßige Wasseranalysen ist geplant. Seit einigen Monaten werden die Menschen vor Ort darin geschult, organische Abfälle zu sammeln und zu verwerten, um so Regenwurmkompost im ökologischen Landbau zu verwenden.

 

Landesübergreifende Zusammenarbeit

Im Juni 2009 besuchten Experten des GNF unsere Partner, um den Einsatz für bereits erprobte Pflanzenkläranlagen vorzubereiten. Diese „Grünen Filter“ wären ideal für Kaffeeplantagen und andere Betriebe, die eine schwierige Topografie aufweisen und oft verschmutztes Wasser in den See leiten. Am besten eignet sich eine heimische Rohrpflanzenart, „Tul“ genannt, aus der bereits Seesäcke und andere Produkte hergestellt werden.

Begleitend sollen die Bauern bei der Umstellung auf den ökologischen Kaffeeanbau unterstützt werden. Und schließlich kann ein „sanfter Tourismus“ dabei helfen, die Naturschätze am Atitlán-See zu erhalten.

 

Die Weihnachtsaktion der Kinder von San Pedro: Sie helfen der Natur

Bei einem Besuch berichtete uns Dr. Eduardo Secaira, engagierter Leiter von Vivamos Mejor: „Die Kinder von San Pedro haben im Umweltbildungsprojekt einen Kalender gemalt, mit dessen Verkaufserlös sie ihrem See helfen wollen“. Mit großem Engagement halten sie fest, wie sie ihre Natur erleben und sie sie haben wollen.

Helfen auch Sie, den Wunsch der Kinder zu erfüllen: „Ein sauberer See, eine ungestörte Natur und weiterhin Umweltunterricht“.

 
 Ernte der Kaffeeebohnen
 Müllabfuhr auf eine Mülldeponie
 Kinder von San Pedro

So können Sie helfen.

Beispielsweise:

  • Mit 10 Euro helfen Sie, regelmäßige Wasseranalysen zur Sicherung der Trinkwasserqualität durchzuführen.
  • Mit 30 Euro helfen Sie, eine Schulklasse mit Malkästen und Stiften auszustatten.
  • Mit 50 Euro helfen Sie, pro Einwohner gerechnet, eine innovative Pflanzenkläranlage aufzubauen.
 

Bitte helfen auch Sie mit

die einzigartigen Lebensräume am Atitlán-See zu retten.

 

Jede Spende ist wichtig und zählt. Bitte helfen Sie so, wie Sie können. Für Ihre Unterstützung bedanken wir uns ganz herzlich.

 
 

Spendenkonto-Nr.: 80 40 41 60 00, GLS-Bank Frankfurt / Main, BLZ: 430 609 67

 

Der GNF ist eine gemeinnützige Stiftung. Spenden sind steuerlich absetzbar.

 

Global Nature Fund (GNF)

Fritz-Reichle-Ring 4

78315 Radolfzell

Tel.: 0 77 32 - 99 95 - 85

Fax: 0 77 32 - 99 95 - 88

E-Mail: info@globalnature.org

Website: www.globalnature.org

 
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