Umweltzerstörung geht weiter
Die Tierwelt wie Baikalrobben, Fischotter und Rentiere ist durch Industrie-Abwässer, die Jagd und die Zerstörung ihres Lebensraums immer noch bedroht. Eine umweltschädliche Zellulosefabrik in Baikalsk wurde kürzlich geschlossen; es gibt aber Gerüchte über ihre Wiedereröffnung. Außerdem soll nur 95 km vom See entfernt – in einem erdbebengefährdeten Gebiet – ein Atommüll-Endlager eingerichtet werden.
Zudem beeinträchtigt die globale Klimaerwärmung die für die Selbstreinigungskräfte des Baikal unverzichtbaren Kieselalgen (Diatomeen). Im nahen Kotokel-See gibt es bereits ein großes Fischsterben.