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Schweriner Seen – Mecklenburg-Vorpommern

 

Die Schweriner Seen liegen im Westen von Mecklenburg-Vorpommern zwischen Schwerin und Bad Kleinen. Sie entstanden als Gletscherzungenseen in der Weichsel-Eiszeit und bilden den sog. Schweriner Innensee und Außensee. Die gesamte Fläche erstreckt sich über 61,54 km², sie sind der zweitgrößte norddeutsche See nach der Müritz sowie der viertgrößte See Deutschlands. Die durchschnittliche Tiefe liegt bei 12,8 m.

 

Die Schweriner Seen sind für den Arten- und Biotopschutz von großer Bedeutung. Zu den Brutvögeln gehören See- und Fischadler, auch Fischotter sind an den Ufern heimisch. Im Moment bestehen fünf Naturschutzgebiete innerhalb der Schweriner Seen, die für zahlreiche Wat- und Wasservögel ein wichtiger Rast- und Überwinterungsplatz sind. Die Schweriner Seen gehören außerdem zu den bedeutendsten Brutgebieten Mecklenburg-Vorpommerns. Es großer Teil des Gebietes ist als Vogelschutzgebiet ausgewiesen.

 

Die Pflanzen- und Tierwelt ist sehr artenreich. Nachfolgende Vogelarten können u.a. an den Seen beobachtet werden: Singschwan, Zwergschwan, Reiherente, Seeadler, Eisvogel, Neuntöter, Wespenbussard, Rohrweihe und Sperbergrasmücke. Es kommen einige Fischarten vor, unter ihnen der heimische Flussbarsch, Hecht, Zander, Barsch und Aal sowie die dominierenden Weißfischarten Brasse, Rotfeder, Rotauge und Laube.

 

Exkursion  in die ehemalige Kiesgrube Schwerin-Wüstmark

Am 12.06.2010, dem Tag der Artenvielfalt, hat die Naturschutzstation Zippendorf eine Wanderung in die ehemalige Kiesgrube mit angrenzenden Waldbereichen in Schwerin-Wüstmark organisiert. Unter Leitung von Klaus Schlüter und Dr. Hauke Behr haben die Teilnehmer einen städtischen Lebensraum begutachtet, der zu den artenreichsten im Stadtgebiet gehört. Hier konnten viele Lebensraumtypen auf relativ kleiner Fläche erkundet werden. Neben neu angelegten Kleingewässern existieren auf diesem ehemaligen militärischen Übungsgelände noch naturnahe Wald-, Moor-  und offene Brachebereiche, die andernorts im Stadtgebiet nicht mehr zu finden sind. Hier gelingen bei gutem Wetter z.B. besonders viele Schmetterlingsbeobachtungen. Am relativ kalten Exkursionstag konnte die Wandergruppe leider nur wenige Arten erleben, darunter aber immerhin zahlreich den attraktiven und in Mecklenburg-Vorpommern gefährdeten Wegerich-Scheckenfalter.

 
 
 Seeblick
 Wegerich-Scheckenfalter (Foto: H. Behr)
 

Ansprechpartner:

Naturschutzstation Zippendorf e.V. 

Kontakt: Dr. Birgitta Tremel

Am Strand 9

19063 Schwerin

Tel.: + 49 - (0) 385 - 20 13 052

E-Mail: naturschutzstation.zippendorf@t-online.de

Webseite: www.naturschutzstation-schwerin.de/

 
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