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Lebendige Zäune an der Laguna de Fúquene in Kolumbien

 
 

Projektlaufzeit:

Projektländer:

Projektförderer:

 

2009 - 2010

Kolumbien

Deutsche Umwelthilfe e.V. und Rapunzel Naturkost AG aus Mitteln des Hand in Hand-Fonds sowie Sika AG

 

Hintergrund

Das Pilotprojekt „Lebendige Zäune an der Laguna de Fúquene“ diente der Landschaftspflege in Kolumbien. Einbezogen wurden Flächen aus der Land- und Viehwirtschaft im Umkreis der Lagune. Die neu gepflanzten Hecken bestehen aus einheimischen Baum- und Straucharten und verbessern dauerhaft die Qualität des Bodens. Die lebendigen Zäune bieten Lebensräume für Pflanzen und Tiere und liefern ferner Holz für die nachhaltige Verwendung.

Die Laguna de Fúquene ist seit dem Jahr 2000 Partnersee im Living Lakes-Netzwerk und wird durch die Organisation Fundación Humedales vertreten. Über Jahre hinweg wurde die Lagune von ungeklärten Abwässern und Düngemitteleinträgen stark belastet, was das Wachstum von Wasserhyazinthen zur Folge hatte. In riesigen Teppichen breiteten sich diese Sauerstoffzehrenden Pflanzen rasant aus und verringerten die freien Wasserflächen.

 

Projektdurchführung

Die Partnerorganisation Fundación Humedales koordinierte alle Projektmaßnahmen in Zusammenarbeit mit den Landwirten vor Ort. In zwei Zonen (Zona Ganadera La Maria und Zona de Ladera El Gaque) wurden an den Rändern entlang von Ackerland und Weiden Hecken neu angepflanzt.

Die Aussaat und Aufzucht der Pflanzen erfolgte in zwei neu eingerichteten Baumschulen mit Gewächshaus, das mit einem ausgeklügelten Speicher- und Bewässerungssystem ausgestattet wurde. Weiterhin spielte Biodünger eine zentrale Rolle, der aus den wuchernden Wasserhyazinthen der Lagune gewonnen wurde.Hierzu wurden die Sauerstoffzehrenden Pflanzen aus der Lagune entfernt und anschließend als Biodünger den Jungpflanzen beigefügt. Das Entfernen dieser Wasserpflanzen trug maßgeblich zur Verbesserung der Wasserqualität in der Lagune bei, da der Gehalt an gelöstem Sauerstoff im Wasser wieder anstieg.

 

Ausblick

Die lebendigen Zäune schufen Verbindungen zwischen isolierten Waldflächen und förderten die Artenvielfalt und die Aufforstung des nativen Pflanzenbestandes. Die eingerichteten Demonstrationsparzellen könnten langfristig auf das gesamte Becken der Laguna de Fúquene ausgedehnt werden.

Die örtlichen Landwirte und Viehzüchter erfuhren in Workshops von den kolumbianischen Projektkoordinatoren, wie der Nährstoffkreislauf einer Hecke die Bodenbeschaffenheit langfristig verbessert, wie die neu gepflanzten Büsche und Bäume als Windschutz dienen, und wie die Vielfalt an Pflanzen und Tieren auch Schädlinge auf den bewirtschafteten Flächen reduziert. Insekten, Vögel und kleine Säugetiere besiedelten die Hecken und machten sie so lebendig.

 

Dieses Projekt wurde von der Deutschen Umwelthilfe e.V. und Rapunzel Naturkost AG aus Mitteln des Hand in Hand-Fonds sowie von Sika AG gefördert.

 

Weitere Informationen über die Laguna de Fúquene finden Sie auf unserer Webseite.

 
 Lebendige Zäune
 Polylepis-Art
 Neu angepflanzte Hecke mit Schutzzäunen

Fotos: Fundación Humedales

 
 

Weitere Fotos zum Projekt Lebendige Zäune an der Laguna de Fúquene

 
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