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Quelle: http://www.oeko-fair.de/  

 

Living Lakes-Netzwerk ist Initiative des Monats August 2007

 

Netzwerk für lebendige Seen: Living Lakes

 

Wasser bedeutet Leben. Seen, Gewässer und Feuchtgebiete sind unverzichtbarer Lebensraum für zahllose Tier- und Pflanzenarten. Sie liefern Menschen überall auf der Welt sauberes Trinkwasser, Nahrung und eine wirtschaftliche Lebensgrundlage. Das Netzwerk Living Lakes setzt sich dafür ein, dass das auch in Zukunft so bleibt.

 

Die Seen und Feuchtgebiete der Erde führen Salz- oder Süßwasser, liegen in Hügeln, Savannen, Wüsten, Eismassen, Gebirgen oder Ebenen, sind wirtschaftlich erschlossen oder weitgehend unberührt und auch in jeder anderen Hinsicht jeweils einzigartig. Doch intensive Landwirtschaft und Fischerei, Industrie und Umweltschadstoffe bedrohen Gewässer in aller Welt. Stauungen, Begradigungen und regelrechtes Trockenlegen lassen Gewässer und Feuchtgebiete nicht selten von den Landkarten verschwinden. Das gefährdet nicht nur die Lebensräume zahlloser Tier- und Pflanzenarten sondern ist eine Gefahr für ganze Ökosysteme. Seen, Gewässer und Feuchtgebiete sind zudem für Millionen Menschen Trinkwasser- und Nahrungsquelle sowie Grundlage ihrer wirtschaftlichen Existenz. Der weltweite Schutz und Erhalt von Seen als intakte, lebendige Ökosysteme ist deshalb von enormer Bedeutung.

 

Im Jahr 1998 rief die Internationale Stiftung für Umwelt und Natur (Global Nature Fund/GNF) das Seen-Netzwerk Living Lakes ins Leben, das sich weltweit für den Schutz und Erhalt von See-Ökosystemen einsetzt. Aus anfangs vier Seen auf vier Kontinenten wurde durch die Zusammenarbeit der verschiedenen Umweltorganisationen ein internationales Netzwerk aus heute 45 Seen. Das Netzwerk ermöglicht es den Nichtregierungsorganisationen, ihre Erfahrungen und ihr Wissen untereinander auszutauschen und so voneinander zu lernen. Auf diese

Weise ist eine Struktur entstanden, die den weltweit wirksamen Schutz von Seen, Gewässern und Feuchtgebieten fördert und den Mitgliedern zugleich neue Wege zur Zusammenarbeit erschließt. So entstand etwa innerhalb des Netzwerks Living Lakes in Sri Lanka das Projekt „Bäume retten Leben". In einer Region, die im Jahr 2004 von der Tsunami-Katastrophe heimgesucht wurde, werden innerhalb dieses Projektes Mangroven aufgeforstet und Maßnahmen zur Wiederherstellung der wirtschaftlichen Existenzen der lokalen Bevölkerung durchgeführt.

 

Innerhalb des weltweiten Seen-Netzwerks Living Lakes engagieren sich Umweltverbände, die sich in den verschiedenen Gebieten der Erde für einzelne Seen, Gewässer oder Feuchtgebiete einsetzen, gemeinsam für:

  • den Erhalt und Schutz der Biodiversität von Seen, Feuchtgebieten und Gewässern,
  • die Renaturierung von veränderten oder bedrohten Feuchtgebieten und Seen-Ökosystemen,
  • die Verbesserung der Lebensbedingungen für die an den Seen und Feuchtgebieten ansässige Bevölkerung,
  • die Verpflichtung von Landwirtschaft, Fischerei, Tourismus, Siedlungen, Energie und Wassernutzung, die Ökosysteme nachhaltig zu nutzen und zu entwickeln und
  • Bildungsprogramme und Aufklärungsarbeit zur Information und Motivation der jeweiligen Nutzergruppe der Seen-Ökosysteme.

Zur Anerkennung von Organisationen und Menschen, die sich überall auf der Welt für den Natur- und Umweltschutz einsetzen, verleiht GNF jedes Jahr den Living Lakes-Preis für herausragende Naturschutzpraxis.

 

Weitere Informationen über OEKO-FAIR.DE:

www.oeko-fair.de

 
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