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Abgeschlossene Projekte
 
 

Hilfe für die bedrohte Tierwelt am Issyk-Kul See!

 

Der Issyk-Kul in Kirgisistan ist Heimat einer faszinierenden Tierwelt. Dort leben Sakerfalke, Marco-Polo-Schaf und Schneeleopard. Intensive Jagd, Wilderei und Lebensraumzerstörung gefährden ihr Überleben.

 

Helfen Sie, die Natur am Issyk-Kul See zu schützen!

 
Heiliger See Issyk-Kul

Auf einer Höhe von 1.600 Metern, inmitten der Hochgebirgsregion „Tien-Shan", auch Himmelsgebirge genannt, liegt der Issyk-Kul. Er gilt als heiliger See der Kirgisen. Er ist zehnmal größer als der Bodensee, und nach dem Titicaca in Südamerika der zweitgrößte Hochgebirgssee der Welt. Eine Tiefe von 700 m, ein geringer Salzgehalt und warme Quellen verhindern, dass der See im Winter zufriert. Die vielfältigen Landschaftsformen wie Steppenwüsten, blumenreiche Hochebenen und die längsten Gletscher außerhalb von Polarregionen, bieten eine Heimat für die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt. 4.000 Pflanzenarten, Braunbär, Luchs, Schraubenziege und das seltene Marco-Polo-Schaf leben hier. Der Fischreichtum des Sees und die ausgedehnten Orchideenwiesen am Ufer bieten vielen Brut- und Zugvögeln gleichermaßen Schutz und Nahrung. Bis zu 90.000 Wasservögel überwintern hier. Zu den Brutvögeln gehören Bartgeier, Steppenadler, Sakerfalke, Schwarzstorch und Rostgans. 

 
Gefährdete Lebensräume

Das Issyk-Kul-Gebiet in Kirgisistan gehört zu den unberührtesten Landschaften Zentralasiens. Trotzdem ist die Tierwelt dort sehr bedroht. So werden beispielsweise Schneeleopard und Sakerfalke gewildert, weil auf dem Schwarzmarkt hohe Preise zu erzielen sind. Wildschaf, Steinbock, Murmeltier und Pfeifhase sind ebenfalls durch intensive Bejagung gefährdet. Kein Wunder bei einem durchschnittlichen Monatslohn von etwa 30 Euro. Zwar konfiszieren die Wildhüter gefangene Tiere, wie 127 Sakerfalken im Jahr 2004, doch kann das riesige Gebiet nicht vollständig kontrolliert werden. Auch der Klimawandel macht sich hier bereits bemerkbar. Zugvögel kommen in deutlich geringerer Zahl, die Gletscher schmelzen ab und das Zurückweichen des Permafrosts verursacht Erosion.

 
Den Schutz verstärken

1998 wurde das "Issyk-Kul-Biosphärenreservat" ausgewiesen. Mit einer Größe von über 43.000 km² entspricht es etwa der Fläche der Schweiz und ist das größte Biosphärenreservat auf der Nordhalbkugel. Leider liegen die Schutzzonen oft weit auseinander, verbindende Korridore fehlen. Mit privaten Schutzgebieten können solche Lücken geschlossen werden. Damit werden Wildtiermanagement, Auswilderungen, ökologischer Tourismus und alternative Einkommenschancen für die  arme Bevölkerung möglich. Damit der See auch weiter als Lebensraum für Mensch und Tier genutzt werden kann, müssen schädliche Industrieansiedlungen verhindert und nachhaltige Wirtschaftsformen gefördert werden. Unser Partner vor Ort ist der NABU Kirgistan.

 

Wir benötigen 20.000 Euro für:

  • den Flächenkauf  für ein privates Schutzgebiet;
  • die Kontrolle von illegaler Jagd und Tierhandel;
  • die Erstellung eines Managementskonzepts und die Aufklärung der Bevölkerung.
 
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