Unter anderem geht es um die Entwicklung eines Ökotourismus, d.h. ein Tourismus, der sich auf das Naturerlebnis konzentriert. Hier hätte die Laguna de Fúquene viel zu bieten: über 200 Vogelarten und eine tolle Andenlandschaft. Dazu eine gute regionale Küche, vielfältiges Kunsthandwerk (Artesanías), geschichtsträchtige Städtchen und freundliche Menschen ..... alle Komponenten, um naturinteressierte Touristen zu einem mehrtägigen Aufenthalt zu motivieren.
In der Provinzhauptstadt Ubaté war ich zu einer Konferenz über die Potentiale des Ökotourismus in der Provinz eingeladen. Es ging um Definitionen und Kriterien, um Qualität und darum, wie die lokale Bevölkerung und insbesondere Landwirte, Fischer und Kunsthandwerker in die touristischen Angebote integriert werden und davon profitieren können.
Kolumbien hat inzwischen seine Potentiale als Ökotourismusland erkannt. Seit 2004 gibt es eine "Politica Nacional del Ecoturismo" und Qualitätskriterien sind gerade in der Erarbeitung. 17 % der kleinen und mittleren touristischen Unternehmen bieten "Ecoturismo" an - bisher überwiegend für den regionalen oder nationalen Markt. Internationale Touristen machen derzeit nur 16 % der Kunden aus.
Nach einer erfrischenden Bootstour auf der Lagune, einem Besuch des Städtchens Cucunuba und dem Genuss von hervorragenden typischen Gerichten wie Ajiaco – ein kräftiger Eintopf mit pápas (heimische Kartoffeln) und Huhn - kann ich die Einschätzung der Fundación Humedales nur unterstützen: die Laguna de Fúquene hat gute Möglichkeiten, ein anerkanntes und bekanntes Ökotourismusziel zu werden - wenn es der Region gelingt, die Lagune zu schützen und die Wasserqualität wieder zu verbessern. Und wenn sich die verschiedenen Interessengruppen auf ein gemeinsames Ziel mit konkreten Vorgaben und Qualitätskriterien einigen und diese dann auch konsequent umsetzen.