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Abgeschlossene Projekte
 

Artenschwund in Indonesien – letzte Chance für den Süßwasser-Delfin!

 
 
 

Im größten Feuchtgebiet Borneos, im Mahakam, leben die letzten indonesischen Irrawaddy-Delfine. Ihr Überleben und das anderer bedrohter Arten hängt davon ab, wie schnell und effektiv Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Dafür setzen wir uns gemeinsam mit unseren Living Lakes-Partnern in Indonesien ein.

 

Gefährdete Natur

Die einzigartige Wasserlandschaft in der Mahakam Region auf Borneo (Kalimantan) bietet 4.000 Quadratkilometer Heimat für eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt. Seltene Vogelarten wie Prachtreiher und Graukopfseeadler, Reptilien, Haubenlangur und Langnasenaffe, Indischer Fischotter und nicht zuletzt der äußerst seltene Irrawaddy-Delfin leben hier. Das weit verzweigte Feuchtgebiet ist durch Abholzung, Brandrodung, Ölpalmplantagen, Bergbau, Schiffsverkehr, Überfischung und Wilderei bedroht.

 

Lebensraumschwund

Da der Reisanbau sich immer weniger lohnt, ist die Landbevölkerung fast völlig vom Fischfang abhängig. Jährlich werden bis zu 35.000 Tonnen Fisch gefangen. Doch der 150 Quadratkilometer große und nur drei Meter tiefe Jempang-See trocknet durch den Klimawandel inzwischen alle drei bis vier Jahre fast völlig aus. Deshalb weichen die Fischer auf Aquakulturen aus. Diese bedrohen den Bestand der heimischen Fischarten, von denen Delfine und Fischotter leben. Auch illegale Fangmethoden wie Elektrofischfang und Treibnetze gefährden die Tiere, die sich in Netzen verfangen und verenden. Immer wieder kollidieren Delfine auch  in den durch Sedimentablagerungen verengten Fahrrinnen der Flüsse mit Schiffen.

 
Erste Erfolge 

Unsere Projektarbeit vor Ort zeigt erste Erfolge. Im Juni 2006 hat die Provinzregierung  zugestimmt, im Muara Pahu Gebiet eine Schutzzone für Delfine und andere Wildtiere einzurichten. Unser Partner Yayasan Konservasi RASI hat wichtige Vorarbeiten, wie Datenerhebungen über Vorkommen und Verhalten der Delfine, geleistet. Jetzt muss das geplante Schutzgebiet in der Praxis realisiert werden. 

 
Modell-Lösungen

Das Holz der Auwälder wird von den Fischerfamilien als Brennmaterial genutzt, da die Preise für Diesel und Petroleum um 100 Prozent gestiegen sind. Damit tragen sie ungewollt zur Ufererosion und Verschlammung der Gewässer bei. Das verschmutzte Wasser ist zudem die einzige Trinkwasserquelle der Anwohner. Sie leiden daher häufig an Magen- und Darmerkrankungen.

 

Mit Ihrer Spende können wir den Dörfern ermöglichen, auf nachhaltige Fischfang- und Fischzuchtmethoden umzusteigen. Auch die Nutzung von Solarenergie im häuslichen Bereich hilft,  die Natur zu entlasten. Die Reduzierung der Verschmutzung von Flüssen und Seen ist dringend erforderlich.

 

Wir werden ein Konzept für nachhaltiges Wirtschaften erstellen und umsetzen. Die Sumpf- und Auwälder sollen erhalten, der illegale Fang von Wildtieren verhindert, die Laichplätze der Fischarten geschützt und der Irrawaddy-Delfin vor dem Aussterben bewahrt werden.
 

Mit 20.000 Euro können wir:

 
  • Modellprojekte für nachhaltige Fischerei und Energienutzung durchführen;
  • ein Schutzgebietsmanagement einrichten;

  • konkrete Artenschutzmaßnahmen für den Irrawaddy-Delfin umsetzen.

 
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