Der Global Nature Fund weist mit dieser Ernennung auf die ökologische Bedrohung des größten afrikanischen Sees hin – Überfischung und Armut sind die Hauptgefahren.
Die Ausweisung als „Bedrohter See des Jahres 2005" erhält der ostafrikanische Viktoriasee vom GNF nicht ohne Grund. Er ist akut durch den dramatischen Fischrückgang, die Zerstörung der Ufervegetation sowie durch die wachsende Verarmung der am See lebenden Bevölkerung gefährdet.
„Allein am kenianischen Ufer des Sees ist die Zahl der Fischer wegen der schlechten Wirtschaftslage in den letzten Jahren stark gestiegen und liegt mit 55.000 fast doppelt so hoch wie von Experten empfohlen", so Dr. Obiero Onganga von der Umweltschutzorganisation OSIENALA, einem Partner des GNF im Seenschutznetzwerk Living Lakes. Onganga bezieht sich damit auf die Überfischung. Vor 50 Jahren gab es über 500 verschiedene Fischarten, von denen rund zwei Dutzend auf den Märkten zu finden waren - heute gibt es nur noch drei Arten.