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Abgeschlossene Projekte
 
Neue Gefahren am Baikalsee – Hilfe für das heilige Meer Sibiriens
 
 
 

Giftige Abwässer, Wilderei und Ölförderung gefährden den einzigartigen Baikalsee. Das Weltnaturerbe der UNESCO wird durch Konzerne, Regierung und durch die Nöte der Landbevölkerung bedroht. Um den Baikalsee und seine artenreiche Tierwelt zu schützen, müssen wir jetzt aktiv werden.

 

Bitte helfen Sie uns dabei!

 
Weltnaturerbe Baikalsee
Der sibirische Baikalsee speichert über 20 % der freien Süßwasserreserven der Erde. Aufgrund seiner Größe und seines hohen Alters hat der See eine unschätzbare Naturvielfalt: über 2.600 Tierarten leben hier. Seit Jahrmillionen ist der Baikalsee Lebensraum für die seltenen süßwasserangepassten Baikalrobben und urzeitliche Fischarten wie den Golomjanka. Der Raubbau der vergangenen Jahre führte dazu, dass das heilige Meer Sibiriens und seine Tierarten heute stark gefährdet sind.
 
Giftige Abwässer und illegale Jagd
Neben anderen Verschmutzern am Baikalsee ist die größte „Dreckschleuder" das 40 Jahre alte Zellulose- und Papierkombinat in Baikalsk. Trotz internationaler Proteste wurde es bis heute nicht auf den erforderlichen Stand der Technik gebracht. Die Selbstreinigungskräfte des Baikalsees sind überfordert. In manchen Buchten um Baikalsk ist das Wasser nur noch eine schmutzige Brühe. Im Jahr 2004 gelangte die unvorstellbare Menge von 350 Millionen Kubikmetern giftiger Abwässer in den See. Schon harmlose Virusinfektionen können dann zum Tod der Robbenbabys führen.
Zudem werden noch immer zu viele Robben, vor allem Jungtiere, getötet. Die Felle werden auf dem Schwarzmarkt verkauft. Vier der fünf Uferlagerplätze der Baikalrobben sind mittlerweile durch Störungen wie die Jagd verschwunden. Über 3.000 Abschusslizenzen werden jährlich vergeben, die illegale Zahl ist mindestens doppelt so hoch.
 
Profitgier gegen Naturschutz
Die russische Regierung möchte eine 4.000 km lange Ölpipeline durch Sibirien an den Pazifik bauen, um Öl nach Ost-Asien verschiffen zu können. Die Gefahren für den Baikalsee und seine Anwohner sind unübersehbar. Der Konzern Transneft hat bereits eine 800 km lange Schneise im Wald abgeholzt und ist bis auf 1,5 km an den See herangerückt. Proteste der Umweltschützer führten zu einem vorläufigen Stopp der Bauarbeiten und einer Umweltverträglichkeitsprüfung. Die Pipeline darf nicht durch das Einzugsgebiet des Baikalsees führen.
 
Konkrete Projekte helfen
Alternative Einkommensmöglichkeiten für die einheimische Bevölkerung sind ein wichtiger Ansatz für den Naturschutz. In den kommenden Monaten werden unter der Devise „Kameras statt Gewehre" Jäger zu Naturführern ausgebildet. Eine Ausstellung und eine Medienkampagne begleiten das Projekt. Die Renovierung der Ranger-Station sowie die Eröffnung eines Informationszentrums sind weitere Aktionen unserer Partner. 
 

20.000 Euro helfen uns bei:

 
  • dem effektiven Schutz der Robben und ihrer Ruheplätze,
  • der Schaffung alternativer Einkommensquellen wie Ökotourismus und traditionelle Rentierzucht,
  • dem Kampf gegen die Ölpipeline und gegen giftige Einleitungen in den Baikalsee.
 
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