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Hintergrund: Menschen und Umwelt am Viktoriasee


Menschen und Umwelt am Viktoriasee
Der Viktoriasee ist mit einer Fläche von 68.800 km² der größte See Afrikas und der zweitgrößte Süßwassersee weltweit. Rund 6 % des Gewässers und gut ein Fünftel des Einzugsgebietes gehören zu Kenia, die übrigen Flächen sind im Besitz von Uganda und Tansania.

 

In den Fischerdörfern am Viktoriasee nutzt die Bevölkerung zur Energieerzeugung überwiegend Biomasse. In den einzelnen Haushalten wird Holz zum Kochen, zur Ziegelherstellung und zum Töpfern verwendet. Die Folge ist starke Übernutzung und Entwaldung weiter Gebiete auf dem Festland und auf den bewohnten Inseln des Viktoriasees. Eine weitere Beeinträchtigung der Umwelt ist die Belastung der Wasserqualität des Sees durch den Gebrauch von Kerosinlampen beim nächtlichen Fischfang.

 

Die überwiegende Zahl der Bevölkerung lebt direkt oder indirekt vom Fischfang in meist ärmlichen Verhältnissen. Das jährliche Pro-Kopf-Einkommen wird auf US $ 250 - 350 geschätzt. Lediglich 2 % der ländlichen Bevölkerung um den See sind an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Es herrscht allerdings schon seit Jahren eine große Nachfrage nach Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) zur Stromgewinnung.

 
Der Absatz ist seit den 80-er Jahren um jährlich 17 % gestiegen, was auf die Zahl der Einwohner umgelegt, bedeutet, dass das Land zum größten Markt für Solaranlagen außerhalb der industrialisierten Welt zählt. Betrachtet man das niedrige Durchschnittseinkommen, wird deutlich, dass innerhalb Afrikas die Kenianer Vorreiter für Investitionen in Solarstrom sind. So wird dort beispielsweise das größte Geothermiekraftwerk des Kontinents betrieben.
 
 
 
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