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Water-Energy Hubs für Kenia - Erfolgreiches Solarprojekt wird ausgeweitet

 

Projektdauer: 

Projektland:

Förderer:

Projektpartner:

 

Juli 2011 bis Dezember 2014

Kenia

EU EuropeAid ACP Energy Facility und Siemens Stiftung

Osram; Thames Electricals Ltd. Kenia; Light for Life Kenia

 
 

10. März 2014

 

Fünf neue Solarstationen für Menschen ohne Stromzugang in Kenia

 

Osram und der Global Nature Fund weiten gemeinsam mit ihrem lokalen Partner Light for Life das 2008 ins Leben gerufene Off-Grid Projekt in Kenia für Menschen ohne Stromzugang erheblich aus. Künftig werden betroffene Bewohner im Westen des Landes an insgesamt acht solarbetriebenen Energiestationen, sogenannten „WE!Hubs“, Zugang zu umweltschonender Beleuchtung, Computern und sauberem Trinkwasser bekommen. Drei ähnliche Einrichtungen bestehen bereits. Die erste Station der Erweiterungsphase wurde am Montag in Honge am Ufer des Viktoriasees feierlich eröffnet. „Die Erweiterung unterstreicht die Akzeptanz unseres innovativen Ansatzes für Regionen, in denen Menschen ohne Zugang zum Stromnetz leben. Das Projekt verbindet soziales Engagement, Umweltbewusstsein und Wirtschaftlichkeit auf einzigartige Weise“, sagte Peter Laier, Technikvorstand der OSRAM Licht AG.

 

Das Projekt wird nun um fünf weitere auf insgesamt acht Energiestationen erweitert. Vier davon befinden sich erneut am Viktoriasee, eine weitere im Landesinneren auf einer Teeplantage in Kericho. Anwohner können sich bei diesen „Water-Energy-Hubs“ (WE!Hubs) akkubetriebene Leuchten sowie LED-Laternen gegen eine geringe Gebühr ausleihen. Zudem können sie gereinigtes Trinkwasser beziehen, im Internet surfen oder an Trainings- und Mentoring-Programmen zu Unternehmertum teilnehmen. Ziel dieser Weiterbildungsprogramme ist es, jungen Kenianern eigene wirtschaftliche und soziale Perspektiven zu eröffnen.

 

Hintergrund

Bereits seit vielen Jahren arbeitet der Global Nature Fund mit verschiedenen Partnern und in mehreren Ländern an Lösungen, die umwelt- und gesundheitsschädlichen Kerosinlampen durch umweltfreundliche Solarlampen zu ersetzen. Vor dem Hintergrund eines erfolgreichen Pilotprojektes, welches das deutsche Unternehmen Osram mit Unterstützung durch den Global Nature Fund in den letzten Jahren am Viktoriasee in Kenia realisiert hat, hat die Europäische Union einem Projektantrag des GNF zum Bau fünf weiterer sogenannter "Water-Energy Hubs" (WE! Hubs) in Kenia im Rahmen des ACP-EU Energy Facility Programms zugestimmt. Zusätzlich zu drei bereits bestehenden "Hubs" sollen Solar-Tankstellen noch mehr Menschen in entlegenen Regionen Kenias mit Strom und sauberem Trinkwasser versorgen.

 

Ziele 

Ziel des Projektes ist es, Menschen in Regionen mit unzureichender Infrastruktur mit umweltfreundlich und nachhaltig erzeugter Energie und Trinkwasser zu versorgen. Außerdem rechnet sich die Solarenergie für die Nutzer in Kenia, da die Solarleuchten deutlich kostengünstiger Licht erzeugen als die bisher benutzten Kerosinlampen. Ein weiterer entscheidender Vorteil des innovativen Projektes ist, dass die Nutzer die Lampen und Batterien nicht kaufen müssen, sondern gegen eine geringe Pfandgebühr leihen können. Die Kerosinpreise sind in den vergangenen Jahren dramatisch gestiegen. Die Solarlampen helfen aber nicht nur Geld zu sparen, sie schonen auch die Umwelt, schützen das Klima, eröffnen neue Möglichkeiten zur Bildung und vermeiden gesundheitliche Risiken wie Rauchvergiftungen und Brände. Über den Zugang zu Strom und Wasser hinaus möchten die Projektpartner das Unternehmertum vor Ort stärken und Möglichkeiten für Einkommen und Beschäftigung schaffen.

 

Maßnahmen 

Die WE! Hubs bieten Lampen, Batterien sowie Ladestationen für Handys an. Letzteres ist insofern von großer Bedeutung, da Mobiltelefone im ländlichen Kenia seit einigen Jahren eine zentrale Rolle für alle Bankgeschäfte übernommen haben (Mpesa System). Die Lampen werden in der Fischerei auf dem Viktoriasee, in privaten Haushalten und kleineren Geschäften eingesetzt. Die Hubs verfügen außerdem über eine Trinkwasseraufbereitungsanlage, um die Versorgung mit sauberem Wasser zu ermöglichen, somit kann auch die solare Energie in Spitzenzeiten optimal genutzt werden. Darüber hinaus sollen Internet-Cafés entstehen, um der lokalen Bevölkerung den Zugang zur Kommunikation zu ermöglichen. Drei der fünf neuen Hubs sollen am Viktoriasee entstehen, zwei weitere werden im Inland von Kenia gebaut.

 

Aktivitäten

Im Juli 2011 wurde das Projekt offiziell gestartet. Projektpartner und Förderer besichtigten die bereits bestehenden Hubs und besuchten die Standorte der neuen WE! Hubs, deren Planung bereits in vollem Gange ist. Parallel dazu werden die drei bereits existierenden Solarstationen in Mbita, Sindo und Nyandiwa renoviert und mit neuester Batterie- und Lichttechnik ausgestattet.

 

Projektpartner

Das neue Projekt ist zunächst auf drei Jahre angelegt und wird durch die Siemens Stiftung, die sich für Social Entrepreneurship und die Grundversorgung mit Wasser und Energie engagiert, unterstützt. Die technische Umsetzung des Projektes wird durch zwei kenianische Unternehmen, Thames Electricals und seiner Tochtergesellschaft Light for Life, erfolgen. Osram bringt als weiterer Projektpartner technisches Know-How ein. Der GNF koordiniert das Vorhaben. Die Unternehmen verfolgen dabei einen sozialunternehmerischen Ansatz, d.h. dass zum Beispiel alle Gewinne in das Projekt reinvestiert werden. Ein Sozialunternehmen ist jedoch nicht nur auf die Reinvestition von Gewinnen begrenzt, auch die Unterstützung weiterer sozialer Projekte zur Verbesserung der Lebenssituationen vor Ort rund um das eigentliche Kerngeschäft herum ist ein wichtiger Bestandteil des Ansatzes. Die Siemens Stiftung wird diese Entwicklungen begleiten, um weitere Sozialunternehmer zu fördern und potentielle Projekte in den Bereichen Bildung, Kultur und Grundversorgung anschieben.

 
 Logo GNF
 Logo Osram
 

 

Förderer

 

Das Projekt wird von der EU im Rahmen des EuropeAid Energy Facilty Programms finanziell gefördert. Ein weiterer Förderer ist die Siemens Stiftung.

 
 
 EU ACP EuropeAid Energy Facility
 Siemens Stiftung
 

EU EuropeAid ACP Energy Facility

"Energy Facility" ist ein Finanzierungsinstrument der Europäischen Kommission das im Jahr 2005 ins Leben gerufen wurde. Das Förderprogramm unterstützt Projekte, die effiziente Lösungen und nachhaltige Energiestrategien für benachteiligte Gesellschaftsschichten in ländlichen Regionen Afrikas, der Karibik und des Pazifikraumes (ACP) entwickeln und aufzeigen. Weitere Informationen unter:

http://ec.europa.eu/europeaid/where/acp/regional-cooperation/energy/

 

Siemens Stiftung

Encourage. Empowering People. Die Siemens Stiftung will Menschen in die Lage versetzen, sich aktiv gesellschaftlichen Herausforderungen zu stellen und bezieht sich dabei ideell auf die Werte von Werner von Siemens. Sie engagiert sich in den Bereichen Ausbau der Grundversorgung und Social Entrepreneurship, Förderung von Bildung sowie Stärkung von Kultur. Die Stiftung verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und steht für verantwortungsvolle, wirkungsorientierte und innovative Projektarbeit. Weitere Informationen unter:

www.siemens-stiftung.org/

 
 

Weitere Informationen:

Global Nature Fund

Fritz–Reichle-Ring 4

78315 Radolfzell, Germany

Udo Gattenlöhner, Geschäftsführer

Tel.: +49 (0) 77 32 - 99 95 - 80

Fax: +49 (0) 77 32 - 99 95 - 88

E-Mail: gattenloehner@globalnature.org

 
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