Schädliches Dammprojekt
Durch unkontrollierte Wasserentnahme zur Bewässerung fallen große See-Flächen trocken. Sie gehören der nationalen Regierung, die ihrerseits Konzessionen für deren wirtschaftliche Nutzung vergibt. Baulöwen und Großbauern spekulieren auf das entstehende Neuland.
Der Lago de Chapala liefert noch Trinkwasser für etwa 10 Millionen Menschen. Jetzt wird ein gigantisches 700 Mio. Dollar teures Stausee-Projekt geplant. Würde der See genügend Wasser erhalten, könnte er wie früher auch ein ausreichender Trinkwasserspeicher für die 6-Mio.-Stadt Guadalajara sein. Dann wäre der Stausee nicht notwendig.
Mexicos Präsident Fox kommt aus Guanajuato, dem Land, in dem sich die bewässerten Flächen vervielfacht haben. Um "seine" Bauern nicht zu verprellen, hat er bisher nichts unternommen, um den See zu retten.