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Abgeschlossene Projekte
 
Menschen und Tiere in Not - Rettet den Chapala-See !
 
 

Der größte See Mexikos droht in wenigen Jahren von der Landkarte zu verschwinden, weil ihm zu viel Wasser abgezapft wird. Ein einzigartiges Ökosystem mit zahlreichen Tier- und Pflanzenarten ist extrem bedroht.

 

Helfen Sie uns beim Kampf um die Rettung des Chapala-Sees.

 
 

Stirbt Mexikos größter See ?


Mar de Chapala - Meer von Chapala - so nannten die Mexikaner noch vor zehn Jahren ihren größten See. Damals war er noch doppelt so groß wie der Bodensee. Die Seeoberfläche des Chapala hat bereits drei Viertel der ursprünglichen Größe eingebüßt. Heute sind  Dörfer, die früher direkt am Chapala-See lagen, bis zu 30 km davon entfernt. "In vier Jahren wird der See komplett ausgetrocknet sein" fürchtet Hendrik Hoeck vom GNF, der im Frühjahr 2003 den Lago de Chapala besuchte. 

 

Mehr als 200 Dämme an den Zuflüssen halten das Wasser zurück. Ungeklärte Haushalts- und Industrieabwässer sowie Nitrate und Phosphate aus der Landwirtschaft verschmutzen den Hauptzufluss, den Rio Lerma. Die Universität von Guadalajara stellte kürzlich hohe Konzentrationen an Schwermetallen und sogar DDT-Rückstände im See und in den Fischen fest. Für viele Wasservögel, allen voran der Nashornpelikan, der am Chapala-See in großer Zahl überwintert, sind die Fische überlebenswichtig. Auch die 3.000 einheimischen Fischer klagen über stark zurückgehende Fänge.

 

Schädliches Dammprojekt

 

Durch unkontrollierte Wasserentnahme zur Bewässerung fallen große See-Flächen trocken. Sie gehören der nationalen Regierung, die ihrerseits Konzessionen für deren wirtschaftliche Nutzung vergibt. Baulöwen und Großbauern spekulieren auf das entstehende Neuland.

 

Der Lago de Chapala liefert noch Trinkwasser für etwa 10 Millionen Menschen. Jetzt wird ein gigantisches 700 Mio. Dollar teures Stausee-Projekt geplant. Würde der See genügend Wasser erhalten, könnte er wie früher auch ein ausreichender Trinkwasserspeicher für die 6-Mio.-Stadt Guadalajara sein. Dann wäre der Stausee nicht notwendig.

 

Mexicos Präsident Fox kommt aus Guanajuato, dem Land, in dem sich die bewässerten Flächen vervielfacht haben. Um "seine" Bauern nicht zu verprellen, hat er bisher nichts unternommen, um den See zu retten.

 

Plan zur Rettung

 

Im März 2003 erarbeiteten die mexikanischen Living Lakes Partner einen auf drei Jahre ausgelegten Aktionsplan: Er umfasst konkrete Aktivitäten zur Schaffung eines gesetzlichen Schutzes, zur Verbesserung der Wasserqualität und nachhaltigen Raumplanung.

 

Wir benötigen 20.000 Euro für:

 
  • die Erhaltung des Chapala-Sees als Trinkwasserspeicher für fast 10 Mio. Menschen,
  • den Schutz von Zug- und Brutvögeln am See,
  • die Ausweisung als Ramsar-Schutzgebiet.
 
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